Sirisena löst damit Neuwahlen aus

Sri Lankas Präsident Sirisena löste Parlament auf

Freitag, 09. November 2018 | 19:04 Uhr

In dem seit Wochen andauernden Machtkampf in Sri Lanka hat Präsident Maithripala Sirisena am Freitag das Parlament aufgelöst. Wie ein Minister, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP sagte, reagierte der Staatschef damit auf die Ankündigung seiner Partei, dass es im Parlament keine Mehrheit für den von Sirisena ernannten Regierungschef gebe.

Mit der um Mitternacht greifenden Auflösung des Parlaments werden in dem südasiatischen Inselstaat Neuwahlen nötig. Der Minister sagte AFP, die Wahlen würden voraussichtlich Anfang Jänner abgehalten – fast zwei Jahre vor dem eigentlichen Wahltermin. Die Partei United People’s Freedom Alliance (UPFA) hatte zuvor erklärt, ihr fehlten acht Stimmen für eine Mehrheit im 225 Sitze zählenden Parlament.

Sri Lanka steckt in einer politischen Krise, seitdem Präsident Sirisena am 26. Oktober den amtierenden Regierungschef Ranil Wickremesinghe abgesetzt und stattdessen Ex-Präsident Mahinda Rajapakse ernannt hat. Anhänger beider Seiten gehen seitdem immer wieder zu Protesten auf die Straße. Wickremesinghe warnte bereits vor einer blutigen Eskalation der Krise.

Von: APA/ag.

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