Millionen Menschen sind betroffen

Staatenlose Minderheiten werden stark diskriminiert

Freitag, 03. November 2017 | 01:02 Uhr

Keine Staatsangehörigkeit, kein Pass, keine Rechte: Staatenlose werden laut einer neuen UNO-Studie weltweit diskriminiert, ausgegrenzt und verfolgt. Dreiviertel aller Betroffenen gehören einer Minderheit an, wie aus dem jüngsten Bericht des UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR hervorgeht. 2016 meldeten 75 Länder 3,2 Millionen Staatenlose. Die Dunkelziffer ist aber deutlich größer.

Die soziale Ausgrenzung könne Feindseligkeiten und Ängste in der Gesellschaft weiter schüren. Staaten müssten daher gleiche Rechte für alle sicherstellen, forderte das UNHCR. Die Minderheiten würden meist wegen ihrer Ethnie, Religion oder Sprache ausgegrenzt. Einen Ausweg gebe es selten.

Für den Bericht führten Experten im Mai und Juni 120 Interviews mit ehemaligen oder aktuellen Staatenlosen oder gefährdeten Minderheitengruppen aus Madagaskar, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien und Kenia. Die Gespräche fanden vor der Flucht der größten staatenlosen Minderheit, der muslimischen Rohingya, statt. Seit August sind mehr als 600.000 aus Myanmar geflohen.

“Staatenlose Menschen suchen einfach nur dieselben Grundrechte, die alle anderen Bürger genießen”, sagte der UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi. Minderheiten wie Roma und Sinti hätten aber mit systematischer Verweigerung ihrer Rechte zu kämpfen. Arbeit, Bildung oder Gesundheitsversorgung blieben großteils verwehrt. Der Armutsfalle könnten so nur die wenigsten entkommen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Staatenlose Minderheiten werden stark diskriminiert"


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Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
20 Tage 23 h

So ein blödsinn. Die sollen die Verfassung ihres Staates respektieren und nicht jammern. Einsperren und gut

bon jour
bon jour
Superredner
20 Tage 22 h

beim Jammern sind die Südtiroler aber Weltmeister.

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
20 Tage 21 h

Ich dachte das sind nur die Rechten hier im Forum und nicht der Großteil der “Südtiroler”

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
20 Tage 22 h
Eine traurig tragische Tatsache, die zeigt, dass es neben Krieg auch Menschenrechtsverletzungen sind, die Flüchtlingsströme begünstigen. Laut UNCHR ist es allerdings auch so, dass: Die freiwillige Rückkehr ist neben Integration und Resettlement eine von drei dauerhaften Lösungen für Flüchtlinge. Um eine freiwillige Rückkehr in Sicherheit und Würde möglich zu machen, braucht es das uneingeschränkte Engagement des Herkunftsstaates. Gleichzeitig ist aber auch gerade in der sensiblen Phase nach einem Konflikt oder Krieg die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft vonnöten, um jene zu unterstützen, die die mutige Entscheidung treffen, ihr Leben wieder neu aufzubauen. Eine freiwilige Rückkehr wird vom Großteil aller Flüchtlinge weltweit angestrebt.… Weiterlesen »
myopinion
myopinion
Tratscher
20 Tage 21 h

@denkbar – Leider gibt es immer wieder politische Kräfte, die diese Tatsachen wegzuleugnen versuchen und das verhindert, die Arbeit an den Lösungen ganz massiv.

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
20 Tage 21 h

Das sind innerstaatliche Probleme. Geht niemand nichts an.

Marta
Marta
Universalgelehrter
20 Tage 12 h

Südtiroler werden von den Besatzern auch diskrimminiert !!!

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