"Familien von Anfang an begleiten"

Stauder plädiert dafür, Sprachförderung früh zu stärken

Dienstag, 09. Juni 2026 | 16:40 Uhr

Von: mk

Bozen – Im Rahmen der heutigen Fragestunde im Südtiroler Landtag hat Harald Stauder die frühkindliche Sprach- und Elternarbeit für Familien mit Migrationshintergrund thematisiert. Im Fokus stand die Frage, wie bewährte Unterstützungsangebote langfristig abgesichert und besser koordiniert werden können.

„Gerade in den ersten Lebensjahren werden entscheidende Weichen gestellt. Wenn Eltern früh unterstützt werden, profitieren die Kinder, die Familien und letztlich unsere gesamte Gesellschaft“, betont der SVP-Fraktionssprecher im Landtag.

Praxisbeispiele, wie etwa Initiativen mit Sprach- und Kulturvermittlung in Lana, zeigen, dass Sprachförderung besonders gut funktioniert, wenn sie früh beginnt, alltagsnah gestaltet ist und Eltern aktiv einbezogen werden. Viele dieser Angebote sind jedoch noch immer nur projektbezogen organisiert und zeitlich befristet.

„Wir wissen längst, dass frühe Unterstützung wirkt. Werden Herausforderungen im Kleinkindalter nicht aufgefangen, zeigen sie sich später oft in Schule oder sozialen Diensten und dann mit deutlich höherem Aufwand“, so Stauder.

Die Antwort der Landesregierung macht deutlich, dass der Handlungsbedarf erkannt wurde. Nun brauche es konkrete Schritte: Erfolgreiche Modelle müssten dauerhaft abgesichert und klare Zuständigkeiten geschaffen werden, insbesondere beim Spracherwerb von Eltern vor dem Schuleintritt.

„Es braucht Verlässlichkeit statt einzelner Insellösungen. Gute Projekte gibt es bereits. Jetzt geht es darum, daraus langfristige Angebote für Familien in ganz Südtirol zu machen“, erklärt Harald Stauder abschließend.

Bezirk: Bozen

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