Stimmabgabeerklärung im Senat

Steger: Italien kann es sich nicht leisten, auf Mario Draghi zu verzichten

Donnerstag, 14. Juli 2022 | 15:55 Uhr

Rom – “Die Regierung Draghi muss weiterarbeiten. Mitten in einer Krise darf sich Italien keine Unsicherheit und Instabilität leisten”, äußerte sich SVP-Senator und Vizepräsident der Autonomiegruppe, Dieter Steger, in seiner Stimmabgabeerklärung im Plenarsaal.

“Es ist absurd”, fügte er hinzu, “wegen einer Maßnahme, die mehrere Milliarden für Familien und Unternehmen in Schwierigkeiten bereitstellt, mit einer Krise zu drohen.“

Und das gelte umso mehr, wenn man die Probleme bedenke, mit denen man derzeit konfrontiert sei. „Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen und sozialen Krise, die auch eine ökologische ist”, erinnerte er. Es gebe eine Pandemie, die immer noch Anlass zur Sorge sei. Weiters müssten die PNRR-Projekte noch abgeschlossen werden, es gebe große Anstrengungen, sich von russischen Energiequellen zu lösen. Dazu komme noch eine Inflation, wie man sie seit den 1970-er Jahren nicht mehr kenne.

„Und auf all diese Probleme gilt es Antworten zu geben, nicht in ein paar Jahren, sondern in den nächsten Wochen und Monaten. Dabei ist es legitim, um die besten Lösungen zu streiten, aber was wir wirklich nicht tun dürfen, ist die italienische Regierung unter Mario Draghi zu destabilisieren. Ich fordere alle politischen Kräfte der Mehrheit dazu auf, alles dafür zu tun, dass Mario Draghi auch weiterhin der Regierung vorstehen kann. Und Mario Draghi fordere ich dazu auf, auch weiterhin zur Verfügung zu stehen. Er ist nämlich einer der angesehensten Staatsmänner weltweit, und auf ihn kann Italien und Europa bis auf weiteres nicht verzichten”, so Steger abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Steger: Italien kann es sich nicht leisten, auf Mario Draghi zu verzichten"


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anonymous
anonymous
Kinig
24 Tage 20 h

Haha,die 5st werden sicher nicht Herrn Steger Fragen

Sigo70
Sigo70
Superredner
24 Tage 19 h

Dann schaffen wir doch die Demokratie ab und lassen Draghi alleine regieren. Mit den eingesparten Politikergehälter kann er dann für die Ukraine Waffen kaufen.

Savonarola
24 Tage 6 h

aber wir können auf die Unverantwortlichkeiten in Rom gerne verzichten.

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