Neue Primariats-Stelle wird ausgeschrieben

Sterzing: Neuausrichtung mit Primariat “Orthopädie und Traumatologie”

Dienstag, 05. Juli 2022 | 16:50 Uhr

Sterzing – Die chirurgische Abteilung am Krankenhaus Sterzing wird zurzeit als Primariat für Allgemeinchirurgie mit zusätzlichem Schwerpunkt auf Unfallchirurgie und Orthopädie geführt. Künftig wird die Abteilung “Allgemeinchirurgie” auf Anfrage des Sanitätsbetriebes und in Absprache mit der Krankenhausdirektion Sterzing sowie der Bezirksdirektion als Abteilung “Orthopädie und Traumatologie” geführt.

Am Krankenhaus Sterzing war bisher Robert Pfitscher als Primar der Abteilung Chirurgie und Orthopädie tätig und tritt Ende August in den Ruhestand. Im Zuge dessen wird das Primariat im Krankenhaus Sterzing neu ausgerichtet. Bereits jetzt hat die Abteilung Chirurgie am Krankenhaus Sterzing neben dem allgemeinchirurgischen Angebot einen starken orthopädischen und traumatologischen Schwerpunkt. Die dort tätigen Ärztinnen und Ärzte behandeln Patientinnen und Patienten aus dem Bereich der Unfallchirurgie, der Orthopädie bis hin zur Endoprothetik. “Die Abteilung Chirurgie behandelt bereits heute Patienten, die in mehr als 70% der Fälle aus dem Gebiet der Traumatologie und Orthopädie stammen”, erklärt Landeshauptmann und Gesundheitslandesrat Arno Kompatscher: “Daher war es schlüssig, die freigewordene Stelle als Primariat für Orthopädie und Traumatologie neu auszurichten. Uns war es wichtig, diesen Bereich zu stärken und gleichzeitig den Fortbestand der äußerst guten chirurgischen Versorgung im oberen Wipptal zu gewährleisten.”

Die chirurgische Abteilung in Brixen ist zurzeit nicht besetzt und wird daher als Abteilung für Chirurgie für das Krankenhaus Brixen und Sterzing neu ausgeschrieben. Damit wird in Zukunft ein Team unter der Leitung eines einzigen Primars sowohl das Krankenhaus Sterzing als auch Brixen versorgen. Die bettenführende Abteilung und das ambulante Angebot bleiben weiterhin am Krankenhaus Sterzing bestehen – und auch Eingriffe und Operationen werden in Sterzing vorgenommen. Landeshauptmann Kompatscher betont, dass damit “die chirurgische Grundversorgung am Krankenhaus Sterzing längerfristig garantiert ist. Durch das gemeinsame Primariat bleibt die Arbeit am Krankenhaus Sterzing für Fachkräfte aus dem medizinischen und pflegerischen Bereich interessant, da sie bei Eingriffen an beiden Standorten eingesetzt werden können.”

In Zukunft wird daher der Bereich der Allgemeinchirurgie in enger Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Brixen geführt. “Die Teams der beiden chirurgischen Standorte werden eng zusammenarbeiten – die Ärzte der Chirurgien werden dank eines Rotationsmodells zwischen den beiden Krankenhäusern wechseln können”, erklärt Florian Zerzer, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs. Dieses Modell werde bereits seit zwei Jahren erfolgreich im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe im Bereich des Bezirkskrankenhauses Brixen-Sterzing umgesetzt. “Es spielt uns aktuell in die Hände, dass auch das Primariat in Chirurgie am Krankenhaus Brixen neu ausgeschrieben wird. Wir können nun die neue Stelle gleich als gemeinsames Primariat ausschreiben und so die chirurgische Grundversorgung im oberen Wipptal aufrechterhalten”, Generaldirektor Zerzer und würdigt die Leistung des scheidenden, langjährigen Primars: “Robert Pfitscher hat den chirurgischen Dienst im oberen Wipptal ausgebaut und landesweit etabliert.”

Von: mk

Bezirk: Wipptal

Kommentare

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4 Kommentare auf "Sterzing: Neuausrichtung mit Primariat “Orthopädie und Traumatologie”"


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ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Also so: 1 Primar für Chirurgie BX und Sterzing, vormals 2. Kein Primariat nur für Sterzing. Personal kann routieren. Ist das gut oder schlecht?

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

..Sehr schlecht. Fast wie Leiharbeit, nur verantwortungsloser, weil es um die Gesundheit geht, und da braucht es keine anonyme, unbekannte wechselnde Personen im Umfeld.

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Total widersprüchlich. Das Primariat in Sterzing ist nur ein Hindernis, das Personal rotieren zu lassen. Wahrheit: dem Kh Sterzing laufen die Pflegerinnen davon. Sterbendes Haus

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Mißorganisation pur: Patienten werden herumgeschickt- hier eine Probe, da ein kleiner Eingriff-der gesundheitliche Stand der Patienten muß immer wieder zwischen “Neuem Personal geteilt” werden. Viel Zeitaufwand wegen umorganisieren von Terminen. Beide KH brauchen Stammpersonal und keine “Läufer”, auch keine Läuferpatienten! Ändert sich an einem KH etwas, ist auch das andere betroffen…zum Schaden aller.
Warum fragt man und respektiert man da “oben” nicht endlich die Notwendigkeiten und Erfahrungen der Betroffenen? Was hat denn unser LH mit solchen Personalentscheidungen zu schaffen? Entweder er gibt den LH-Sessel ab und macht Sanität, oder er überläßt diese Kompetenz endlich den Fachleuten.

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