"Nein zu noch mehr Bürokratie"

STF: “Vereine nicht von Rom kaputt machen lassen”

Dienstag, 26. Juli 2022 | 12:06 Uhr

Bozen – Vergangene Nacht haben in Nord- und Südtirol wieder schwere Unwetter gewütet. Murenabgänge, umgestürzte Bäume und mitgerissene Autos waren die Folge. Dass nicht mehr passiert sei und die Aufräumarbeiten rasch erfolgten, sei vor allem den vielen freiwilligen Helfern der Feuerwehren und der Rettungsorganisationen zu verdanken, erinnert die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit.

“An diesem Beispiel erkennt man, welch wichtige und unverzichtbare Arbeit die Vereine in unserem Land leisten. Die Süd-Tiroler Freiheit sagt daher klar und deutlich NEIN zu den von Italien geplanten Verschärfungen und bürokratischen Mehrauflagen für Vereine und wird mit einem Antrag im Landtag diese Woche fordern, dass die Vereine endlich von Rom in Ruhe gelassen werden”, so die Bewegung.

Ginge es nach dem Willen der italienischen Regierung, sollten alle Vereine zukünftig zu einer jährlichen Meldung über den „wirtschaftlichen Eigentümer“ des Vereins im Handelsregister verpflichtet werden. “Bei Nichtmeldung drohen hohe Verwaltungsstrafen. Es ist dies ein weiterer, völlig sinnloser bürokratischer Mehraufwand, der den Vereinen das Arbeiten erschwert. Die Vereinsstruktur in Südtirol ist nicht mit jener in Italien vergleichbar, wo es vielerorts beispielsweise nicht einmal freiwillige Feuerwehren gibt. Viele Vereine haben auch gar keinen physischen Eigentümer, sondern sind ein einfacher Zusammenschluss von gleichgesinnten Bürgern, die sich in sozialen und kulturellen Bereichen engagieren”, so die Bewegung.

“Rom geht es nichts an, wie die Vereine in Südtirol strukturiert sind. Wir dürfen uns unsere Vereine von Italien nicht kaputt machen lassen”, mahnt die Süd-Tiroler Freiheit.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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