Die Vereinbarungen werden in die Tat umgesetzt

Süd- und Nordkorea räumen Landminen an der Grenze

Montag, 01. Oktober 2018 | 15:02 Uhr

Nach ihrem jüngsten Gipfeltreffen haben Nord- und Südkorea erste konkrete Schritte zum Abbau der militärischen Spannungen eingeleitet. Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums begannen sie am Montag mit der Räumung von Landminen in einem Teil der Pufferzone. In den nächsten 20 Tagen sollen demnach zunächst die Minen aus der Sicherheitszone im Grenzort Panmunjom entfernt werden.

Laut einem Ministeriumssprecher beteiligten sich am Montag beide Länder an der Räumung, obwohl dies von Pjöngjang zunächst nicht bestätigt wurde. Panmunjom ist der einzige Ort entlang der 250 Kilometer langen Grenze zwischen Nord- und Südkorea, an dem sich Soldaten beider Länder gegenüberstehen.

In dem Ort finden häufig Gespräche zwischen den beiden Staaten statt, die sich seit dem Koreakrieg (1950-53) noch immer offiziell in Kriegszustand befinden. Mehr als 800.000 Landminen sollen im und nach dem Krieg entlang der Grenze vergraben worden sein.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und Südkoreas Präsident Moon Jae-in hatten sich bei ihrem dritten Gipfel in diesem Jahr auf Maßnahmen zur militärischen Entspannung geeinigt. Dazu zählten auch der Abbau von Wachposten bis zum Jahresende und die Beendigung von Militärübungen an der Grenze ab dem 1. November.

Von: APA/dpa

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