Neue Friedensordnung wird angestrebt

Süd- und Nordkorea wollen Zusammenarbeit konkretisieren

Dienstag, 15. Mai 2018 | 07:05 Uhr

Süd- und Nordkorea wollen am Mittwoch bei hochrangigen Gesprächen über die Umsetzung der Kooperationsvereinbarungen reden, die sie bei ihrem Gipfel vor zweieinhalb Wochen getroffen haben. Das Treffen werde auf südkoreanischer Seite des Grenzorts Panmunjom stattfinden, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Dienstag mit.

Durch die Gespräche wolle Südkorea versuchen, “die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und einen dauerhaften Frieden zu schaffen”. Vereinigungsminister Cho Myoung Gyeon werde die südkoreanische Delegation leiten, hieß es. Nordkorea schickt demnach eine Abordnung mit Vertretern des für innerkoreanische Angelegenheiten zuständigen Komitees sowie Sport- und Wirtschaftsfunktionäre.

Das Gipfeltreffen vom 27. April endete mit einer gemeinsamen Erklärung über Frieden und Aussöhnung. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un erklärte sich bei seinem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in unter anderem zum Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms bereit. Wie und bis wann die “komplette Denuklearisierung” erreicht werden soll, blieb unklar. Der Atomstreit mit Nordkorea gilt als einer der gefährlichsten Konflikte weltweit.

Beide Staaten erklärten sich zudem dazu bereit, auf alle Feindseligkeiten zu verzichten und eine neue Friedensordnung für die koreanische Halbinsel anzustreben. Zudem sollen humanitäre Projekte, etwa direkte Kontakte zwischen getrennten Familien, wieder aufgenommen und der Austausch und die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen verstärkt werden.

Von: APA/dpa