Gemeinderatswahl 2020 im Blick

Köllensperger will Bewegung “noch breiter aufstellen”

Montag, 22. Oktober 2018 | 11:35 Uhr

Bozen – Paul Köllensperger, der mit seiner gleichnamigen Liste bei der Südtiroler Landtagswahl am Sonntag einen Überraschungserfolg landen konnte, hat sich am Montag überaus erfreut gezeigt. “Dieses Ergebnis hätte sich niemand erträumen lassen”, meinte Köllensperger bei einer Pressekonferenz in Bozen.

Sein Team wolle er jetzt “noch breiter aufstellen” und zu einer politischen Kraft machen, die aus Südtirol “nicht mehr wegzudenken ist”. Die Bewegung schaffte am Montag vom Stand weg sechs Mandate. Rund 15,2 Prozent der Wahlberechtigten gaben dem Team Köllensperger ihre Stimme und machten die Partei damit zur zweitstärksten Kraft im Land.

“Ich war weitaus pessimistischer, was das Ergebnis anbelangt”, räumte Köllensperger ein. Man habe sich aber erfolgreich mit seinem “politischen Projekt, das glaubwürdige, seriöse sowie Autonomie- und Europa-freundliche Politik machen will”, als Alternative zur Südtiroler Volkspartei (SVP) positioniert, so der Parteichef: “Wir setzen nicht auf Reizthemen oder auf die Ängste der Bevölkerung”.

Köllensperger erklärte, gesprächsbereit zu sein. Betonte aber, dass er über mögliche Koalitionsvarianten nicht spekulieren möchte. “Jetzt geht es um Inhalte”, so der Parteichef.

Jetzt gehe es daran, das Projekt noch stärker zu machen. Dafür habe er bereits die Gemeinderatswahlen im Jahr 2020 und die kommende Landtagswahl im Jahr 2023 im Blick. “Ich will das Team zu einer Kraft in der politischen Landschaft machen, die nicht mehr wegzudenken ist, in einem Land, das zu lange von einer Partei regiert wurde.”

Köllensperger wollte auch nicht ausschließen, dass es zu einer Namensänderung kommen könnte. Darüber werde man sich aber jetzt “in aller Ruhe” Gedanken machen.

Von: apa

Bezirk: Bozen