Möglicherweise wegen Namensgleichheit ein Grund

LH Kompatscher büßt Vorzugsstimmen ein

Montag, 22. Oktober 2018 | 12:55 Uhr

Bozen – Nicht die Kandidatenreihung einer Partei, sondern die Vorzugsstimmen der Wähler entscheiden in Südtirol über den Einzug in den Landtag. SVP-Landeshauptmannkandidat Arno Kompatscher musste bei der Wahl am Sonntag Federn lassen. Er bekam insgesamt 68.210 Vorzugsstimmen, das sind 12.907 weniger als noch 2013. Grund dafür könnte aber auch eine Namensgleichheit mit einem anderen Kandidaten sein.

Auf der SVP-Liste kandidierte nämlich auch ein Franz Kompatscher. Zahlreiche Stimmzettel auf denen nur “Kompatscher” vermerkt wurde, hätten daher nicht zugeordnet werden können, erklärte der Landeshauptmann am Montag. Die zweitmeisten Vorzugsstimmen bei der Landtagswahl am Sonntag erhielt SVP-Obmann Philipp Achammer. 33.288 Südtiroler schrieben den Namen des 33-jährigen Landesrates auf den Wahlzettel. Achamer überholte damit seinen Parteikollegen Arnold Schuler, der 2013 noch auf Platz 2 gelegen war und nun nur mehr 19.799 Vorzugsstimmen, 11.529 weniger als vor fünf Jahren, erhielt. Knapp dahinter folgt als erste Frau Waltraut Deeg. Die Landesrätin für Familie erhielt 16.760 Vorzugsstimmen und damit 4.532 mehr als 2013.

Einen regelrechten Erdrutschsieg im Kampf um die Vorzugsstimmen gelang Paul Köllensperger. Der Spitzenkandidat des Team Köllensperger landete insgesamt an dritter Stelle aller vergebener Vorzugsstimmen und erhielt 29.530 persönliche Stimmen. 2013, als er noch für die Fünf-Sterne-Bewegung angetreten war, hatte Köllensperger 1.334 Vorzugsstimmen erhalten.

Deutliche Verluste hinnehmen musste die Spitzenkandidatin der Freiheitlichen Ulli Mair. Sie erhielt 9.030 Vorzugsstimmen, vor fünf Jahren waren es mit 31.175 noch mehr als dreimal so viel.

Von: apa

Bezirk: Bozen