Schieder: Freiheitliches Wahldesaster auch Absage an Doppelpass

Südtirol-Wahl – ÖVP gratuliert

Montag, 22. Oktober 2018 | 13:15 Uhr

Das Ergebnis der Südtiroler Landtagswahl hat in Österreich zunächst verhaltene Reaktionen ausgelöst. Von der Bundes-ÖVP äußerte sich in der Früh nur Südtirol-Sprecher Hermann Gahr, der Landeshauptmann Arno Kompatscher und der SVP zum Ergebnis gratulierte. Während die FPÖ enttäuscht reagierte, freute sich die SPÖ über die klare Wahlniederlage der Freiheitlichen und der Süd-Tiroler Freiheit.

Trotz der Stimmenverluste der SVP sah der ÖVP-Abgeordnete Gahr “die bürgerlichen Kräfte in Südtirol” gestärkt und einen “klaren Auftrag” an Landeshauptmann Kompatscher, “nun eine stabile Regierung der positiven Kräfte zu bilden”. Dabei müsse klar sein, “die Zukunft liegt in der Europaregion Tirol mit einem klaren Bekenntnis zur EU”, so Gahr offenbar mit Blick auf die Lega.

Der FPÖ-Südtirol-Sprecher Werner Neubauer zeigte sich dagegen enttäuscht und sprach von einer “herben Niederlage” für die Schwesterpartei in Südtirol. Neubauer kritisierte die innerparteilichen Streitigkeiten bei den Freiheitlichen und forderte einen Neustart: “Dieses Ergebnis ist als Bilanz nach so manchem Fehler, der in der Vergangenheit gemacht wurde, zu sehen, aber auch – und das muss ganz offen gesagt werden – als Resultat von Einzelpersonen aus den eigenen Reihen, die mit höchstem Eifer die Arbeit der ansonsten in sich geschlossenen Gruppe konterkariert haben.”

Der außenpolitische Sprecher der SPÖ, Andreas Schieder, sah in der Wahlniederlage der Freiheitlichen und der Südtiroler Freiheit “nicht nur ein Votum gegen Rechtsparteien, sondern auch eine Absage an die unverantwortliche Doppelpass-Politik, die die FPÖ nach Südtirol hineintragen wollte”. “Wahlkampfhelfer Strache und die Südtiroler FPÖ haben damit von den WählerInnen die Rechnung bekommen für ihren Versuch, die Südtiroler Bevölkerung zu spalten”, sagte Schieder laut Aussendung. Die Mehrheit der Südtiroler wisse, dass das Vorhaben “Null Nutzen für die Autonomie” habe und “eher dem gedeihlichen Zusammenleben der Südtiroler Volksgruppen – ebenso wie dem Verhältnis zwischen Österreich und Italien” schade. Es sei erfreulich, dass die proeuropäischen Kräfte in Südtirol gestärkt wurden.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Südtirol-Wahl – ÖVP gratuliert"


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lenzibus
lenzibus
Tratscher
25 Tage 15 h

Wier brauchen keinen Doppelpass, das war eine ABFUHR für die FREIHEITLICHEN lebewohl Strache!😁😂

anonymous
anonymous
Superredner
25 Tage 11 h

Was wir? Spricht du für alle? Wenn du keinen willst gerne,ich will einen

Mastermind
Mastermind
Superredner
25 Tage 11 h

Hätte ihn zwar gern, aber was Freiheitliche und STF sich geleistet haben, war einfach abfällig. Man kann nicht kritisieren und wenn es um den eigenen Gehalt geht, greift man wie die SVP tief in die Tasche der Bürger. Lieber in einem rechten italienischen Staat, Teile seiner Vermögen, als wie Deutschland aka. Türkei 2 in 40 Jahre und Schweden sowie Frankreich Afrika 2.

Herant44
Herant44
Neuling
25 Tage 9 h

Das Aufspringen der SVP auf den Doppelpass hat der SVP eine Menge von Stimmen gekostet.

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