Wahlkampfabschluss der Sammelpartei in Bozen

Südtirol-Wahl: SVP warb für “bestes Angebot” Kompatscher

Freitag, 19. Oktober 2018 | 22:10 Uhr

Die regierende Südtiroler Volkspartei hat Freitagabend in einem Gasthaus in Bozen den Abschluss ihres Wahlkampfes für die Landtagswahl am Sonntag begangen. Besonders ins Zentrum gestellt wurde dabei Spitzenkandidat LH Arno Kompatscher, das “beste Angebot”, wie Parteichef Philipp Achammer den erschienenen Sympathisanten entgegenrief.

“Es gibt kein besseres Angebot als ihn”, legte der Parteiobmann gleich noch mal nach. Die SVP stehe für “Stabilität, Berechenbarkeit und Verlässlichkeit”, wurden ein letztes Mal die zentralen Wahlkampfparolen abgespult.

“Wir dürfen dieses Land nicht dem Chaos überlassen”, meinte auch Kompatscher selbst folgerichtig. Alle Versprechen, die er vor fünf Jahren gegeben habe, seien eingehalten worden. Südtirol sei ein “Modell, um das uns Europa, ja die ganze Welt beneidet”. Ein Land, in dem es eine blühende Wirtschaft und Vollbeschäftigung gebe.

Das Wahlziel “Wiedererlangung der absoluten Mehrheit” wurde auch bei der Abschlussveranstaltung der SVP nicht ausgerufen, auch konkrete Koalitionsaussagen waren nicht zu hören. Kompatscher appellierte aber, darum zu kämpfen, “nicht in die Verlegenheit zu kommen, erpressbar zu sein” – und zwar von jenen, die derzeit in Rom regieren würden, also die Lega Nord und die Fünf-Sterne-Bewegung. Diese würde “abstruse Vorstellungen” haben und “Unheil anrichten”. “Wir werden nicht mit Gruppierungen Bündnisse eingehen, die unsere Werte nicht teilen”, erklärte der Landeshauptmann und erwähnte erneut rote Linien wie Bekenntnisse zu Europa sowie zur Südtirol-Autonomie.

Beim Wahlkampfabschluss der SVP ebenfalls anwesend war auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Dieser kritisierte ebenfalls die italienische Regierung – vor allem angesichts diverser Wortmeldungen zum Brennerbasistunnel (BBT) in den vergangenen Tagen. “Wenn ich mir so anhöre, was in den letzten Tagen alles über den Transitverkehr gesagt wurde, dann kann man nur von totalem Chaos sprechen. Der eine Minister fordert den Baustopp des wohl größten Umweltprojektes für unsere Regionen, den Brennerbasistunnel. Der andere Minister der gleichen Partei glaubt, der BBT sei sogar schon in Betrieb”, zeigte sich Platter verärgert.

Wahrscheinlich sei es noch nie so wichtig gewesen wie heute, geeint und stark aufzutreten – “vor allem in Richtung Rom und auch gegenüber unseren nördlichen Nachbarn”. Denn in Bayern wisse man aktuell auch nicht, was man will, so der Landeschef. “Von einem Tag auf den anderen werden Staatsverträge zum Brennerzulauf infrage gestellt. Meine Botschaft ist klar: Verträge sind einzuhalten und am BBT wird festgehalten”, betonte Platter.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Südtirol-Wahl: SVP warb für “bestes Angebot” Kompatscher"


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longwolf
longwolf
Tratscher
24 Tage 44 Min

wir haben verstanden, oder auch nicht hahahaha

longwolf
longwolf
Tratscher
24 Tage 39 Min

die letzten 5Jahre alles umgesetzt, na dann freue ich mich auf die nächsten 5 Jahre.

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