Kompatscher: "Kein Dokument der Regierung"

Südtiroler Doppelpass: ÖVP will Ruhe für Expertengruppe

Freitag, 07. September 2018 | 14:58 Uhr

Die ÖVP hat in Sachen Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler eingemahnt, die eingesetzte Expertengruppe “in Ruhe arbeiten” zu lassen. Das Gremium solle “in Ruhe” die rechtliche Grundlagenarbeit abschließen können. “Erst wenn diese Ergebnisse gesamthaft vorliegen, kann darauf aufbauend eine seriöse politische Bewertung erfolgen”, erklärte ÖVP-Südtirolsprecher Abg. Hermann Gahr.

“Die voreilige Bekanntgabe von Zwischenergebnissen und unausgegorenen Entwürfen gefährdet den Erfolg des ohnehin sensiblen Vorhabens”, kritisierte Gahr. Nach Abschluss der Prüfung aller rechtlichen Fragen müssten dann mit allen Beteiligten in Ruhe und mit Sachlichkeit sowie “in engster Abstimmung mit der italienischen Regierung” die politischen Verhandlungen erfolgen. “Nur so kann dieses komplexe Vorhaben letztendlich zum Erfolg geführt werden”, meinte Gahr.

Kompatscher: “Kein Dokument der Regierung”

Der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher hat in Sachen Doppelstaatsbürgerschaft am Freitag betont, dass die Meinung der eingesetzten Expertengruppe “lediglich eine Diskussionsbasis” sei. “Es handelt sich nicht um ein Dokument der Regierung”, sagte der Landeshauptmann gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA hervor.

Kompatscher betonte, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) stets unterstrichen habe, dass er “in engen und ständigem Kontakt mit Rom und Bozen” handeln wolle. Der Zeitraum bis zu einer möglichen Einführung der Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler seien jedenfalls “lang”, sagte der Landeshauptmann.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Südtiroler Doppelpass: ÖVP will Ruhe für Expertengruppe"


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Seidentatz
Seidentatz
Grünschnabel
18 Tage 17 h

Ja, sehr lang, sagt der LH. Am besten überhaupt nicht wenn es nach ihm ginge. Und solche Politiker sollen unsere Identität und Autonomie verteidigen. Abwählen im Herbst und gut ists.

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
18 Tage 17 h

Zu lange sollte es dann auch nicht mehr Dauern, denn das wäre ei Armutszeugniss für ein Unfähige Politik(er)!

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