Nach langem Tauziehen mit zahlreichen Ausnahmen

Bettenstopp im Tourismus tritt kommende Woche in Kraft

Mittwoch, 27. Juli 2022 | 13:05 Uhr

Bozen – Der Südtiroler Landtag hat am gestrigen Dienstag ein Gesetz beschlossen, das eine seit langem diskutierte Bettenobergrenze im Tourismus mit sich bringt. Mit 17 Stimmen der Regierungsparteien Südtiroler Volkspartei und Lega sowie den oppositionellen Grünen und PD (Partito Democratico) erhielt die Bestimmung nach langem Tauziehen schließlich eine Mehrheit. Das Gesetz tritt kommende Woche in Kraft. Dann dürfen Gemeinden keine neuen Betten mehr genehmigen.

Im Sinne eines nachhaltigen Tourismus soll die Bettenzahl auf die Werte von 2019 begrenzt werden, nämlich 229.088 Betten. Dazu kommen noch seither erworbene Rechte, die bei rund 10.000 Betten liegen. Das Gesetz betrifft aber nicht nur gewerbliche Betriebe wie Hotels, Gasthäuser und Pensionen, sondern auch nicht-gewerbliche Betriebe wie Privatzimmervermieter und Anbieter von Airbnb-Wohnungen.

Im Vorfeld hatte es bekanntlich ein heftiges Tauziehen gegeben. Dem Hoteliers- und Gastwirteverband HGV ging die Maßnahme zu weit. Er fürchtete, dass es Probleme bei der Betriebsnachfolge geben könnte, weil der jungen Generation bei der Übernahme die Hände gebunden sind. Umstritten waren auch zahlreiche, nunmehr implementierte Ausnahmen – etwa der Bereich “Urlaub auf dem Bauernhof”. Schlussendlich fiel dort jede Begrenzung. Dieser Bereich ist nunmehr ausgenommen.

In Südtirol war schon seit längerem darüber diskutiert worden, wie der Tourismus umweltverträglich gestaltet werden könne. Die autonome Provinz ist nunmehr die erste Alpenregion mit einer Tourismus-Obergrenze.

In Nordtirol hingegen war eine allgemeine Bettenobergrenze rechtlich nicht umsetzbar. Politisch einigten sich die Koalitionsparteien ÖVP und Grüne jedoch auf eine Obergrenze von 300 Betten pro Betrieb. An einer rechtlichen Verankerung bzw. Verbindlichkeit fehlt es jedoch vorerst weiterhin.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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47 Kommentare auf "Bettenstopp im Tourismus tritt kommende Woche in Kraft"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
inni
inni
Universalgelehrter
18 Tage 3 h

Die Bauern haben einmal mehr bekommen, was sie wollten und ihre untragbaren Vorteile gegenüber der restlichen Bevölkerung weiter ausgebaut (Gelderhalt und Sondergenehmigungen für alles Mögliche und Unmögliche).

Stolzz
Stolzz
Tratscher
18 Tage 1 h

Ich als Nebenerwerbs-Bergbauer weiß es sehr zu schätzen, einen Hof allein mitten im Grünen bewirtschaften zu dürfen. Ich wäre auch bereit, Einkommenssteuer auf meinen Gewinn zu zahlen. Allerdings würde ich aufgrund der Investitionen in Maschinen und Gebäude und des mageren Umsatzes seit Jahren keinen Gewinn ausweisen. Der Hof ist mein Herzensanliegen; alles, was ich außerhalb der Landwirtschaft verdiene, wird seit jeher in den Hof investiert. Ich verzichte auf jeglichen Urlaub und im Sommer wird jede Schönwetterperiode, auch an den Wochenenden, für die Heuarbeit genutzt. Ich bin nicht reich, aber glücklich dabei!

Caligula
Caligula
Tratscher
17 Tage 23 h

@Stolzz
Ich glaube Du machst sehr viel richtig.👍

inni
inni
Universalgelehrter
17 Tage 22 h

Stolzz, mogsch meine ehrliche Meinung hearn.

i beneid di … wohlwollend gemeint 👍

Soley
Soley
Grünschnabel
17 Tage 8 h

Meine Hochachtung, Stolzz. Das ist sicher nicht immer einfach. Ich wünsche dir Kraft, gute Gesundheit und Rückhalt, die Arbeit, die dir wichtig ist und dich mit Sinn erfüllt, ausüben zu können!

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
16 Tage 7 h

Ich wäre dafür, die Bauernschaft total zu fördern (außer jene, wo viel Umsatz gemacht wird), dafür aber die wirtschaftlichen Nebentätigkeiten wie alle anderen zu behandeln. Ferienwohnungen steuerfrei und den Bauernhof zu finanzieren finde ich einfach nicht richtig und sinnvoll. Trennen und gesondert behandeln ja, nur Privilegien nein.

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Universalgelehrter
16 Tage 5 h

@inni
Das sind mittlerweile völlig altgebackene Vorurteile.
Wenn du mal genau überlegst wer eigentlich das “Lieblingskind” ist und dabei schaust was in den letzten Jahrzehnten alles passiert ist in Südtirol dann musst du zugeben dass die BAUWIRTSCHAFT im Endeffekt völlig vogelfrei fettes Geld macht.
Beim Beispiel Bauern sieht man dass einfach Irgendjemand vorgeschoben wird, im Hintergrund machen ganz andere große Herren das Geschäft.

The_True
The_True
Neuling
18 Tage 3 h

Als groaßer Hotelier tat i mir iaz a por Hektar drnebm kafn und mi als “Urlaub aufm Bauernhof” eintrogn lossn. Nor folln die Stuiorn a frisch weck haha 😉

leolee
leolee
Tratscher
18 Tage 3 h

viele Hotels haben einen Bauernhof und machen das,
Anstatt herum stänkern.

Tina1
Tina1
Superredner
18 Tage 2 h

The_True… sell werd a passiern. De findn die Schleichwege

Doolin
Doolin
Kinig
18 Tage 48 Min

@Tina1
…Bettenstopp ist reinste Verarsche, wie Urbanistik, lebt von Ausnahmen…

1litermuelch
1litermuelch
Superredner
17 Tage 10 h

The true
Wenn du no is personal findsch, donn tua lei

anonymous
anonymous
Kinig
18 Tage 3 h

Gepunktet haben wiedermal die Bauern

Lucky
Lucky
Grünschnabel
18 Tage 3 h

So den Bettenstopp haben wir einigermaßen,wenn auch teilweise ungerecht. Wann gibt es den Politikerstopp in Südtirol, den Bürogebäudestopp mit Landesbeamte, Industriehallenstopp, Zweitwohnungsstopp,  und wann wird endlich die Bürokratie gestoppt, dies währe höchste Zeit.

sepp2
sepp2
Universalgelehrter
18 Tage 3 h

natürlich wieder eine Ausnahme für die Bauern.🤣

letzwetto
letzwetto
Tratscher
18 Tage 3 h

Haben hotels mit 500 betten. Alle abends duschen, schwimmen. Hilfe… Dieser wasserverbrauch, viel zu später bettenstopp, brauchen auch hundestopp

altmeraner
altmeraner
Tratscher
17 Tage 18 h

ja, Wasser trinkende Hunde gehören auch weck

irgendwer
irgendwer
Tratscher
18 Tage 3 h

das ist kein Stopp sondern eine Skalierung !!!!

irgendwer
irgendwer
Tratscher
18 Tage 1 h

10 Bauern mit je 5 Wohnungen zu je 5 Betten sind auch 250 Betten !!!!!!
wo ist hier ein Bettenstopp ??????

und es gibt jede menge Pseudobauern mit 3 Esel 2 Schweine und ein Paar Hennen !!!!

und solche mit einige Luxuschalets !!!!!!

und Futterhaus volle Zimmer statt Heu !!!!

tom
tom
Universalgelehrter
17 Tage 9 h

heu in den siloballen auf der Wiese

Mr.X
Mr.X
Tratscher
18 Tage 3 h

Augenauswischerei hoch 10!

Plusminus
Plusminus
Grünschnabel
18 Tage 2 h

Jetzt müssen sich halt die Hotelkinder mit den Bauernkindern verheiraten, damit der Betrieb ordentlich wachsen kann und noch mehr Betten für noch mehr Gäste bereit stehen🙈🙉🙊

Doolin
Doolin
Kinig
17 Tage 23 h

…brauchen lei a kloane Wies pachten und die Sache hat sich…
😝

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
18 Tage 2 h

… dann sollten die Bauern wie alle anderen auch Steuern bezahlen.

brunner
brunner
Universalgelehrter
18 Tage 3 h

Super Kompromiss….die Bauern haben wieder einmal alles erhalten was sie gefordert haben….nur noch zum Schämen diese Art von Lobbypolitik….

buggler2
buggler2
Tratscher
18 Tage 1 h

Na könnt Ihr damit nicht noch warten, ich muß im Herbst die Kühe verkaufen weil alles Futter vertrocknet ist dann möchte ich aus dem Stall Fremden Zimmer bauen muß aber zuerst noch um Landesbeitrag ansuchen, vielleicht kann noch jemand einen Abänderungsantrag einbringen und alles aufschieben bis ich soweit bin.

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
18 Tage 15 Min

wenn sell lei no gian tat 😂 stoll und stadel terf seit a weile schun nimmer für wohnkubatur verwendet werden wia früher…

WM
WM
Universalgelehrter
18 Tage 42 Min

Ich finde des a riesensauerei!!! Bei dem Gesetzt geht es ja nur um bei den nächsten Landtagswahlen zu punkten!!! Ich hoffe irgend ein Hotelier mit viel Geld geht damit vor Gericht! Wir dürfen uns nicht alles zu reglementieren lassen und die Bauern machen weiter wie bisher!!! Die Österreicher haben gesehen das das nicht geht!!! So was ist gegen die freie Marktwirtschaft

monia
monia
Tratscher
18 Tage 1 h

Je weniger der Staat und das Land sich in die Wirtschaft einmischt desto besser geht es uns allen! Gilt natürlich auch für die Bauern – denn ohne Gästebetten wird in Zukunft kein Bauer mehr überleben!

Wenn wir in Zukunft noch eine gepflegte Berglandwirtschaft wollen dann wird dies nur gelingen mit der Möglichkeit eines Zuerwerbs über die Gästebetten!

Ist sicher ein gutes Gesetz und eine gute Lösung für alle Bevölkerungsschichten!

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
18 Tage 2 h

Da werden jetzt die Bauerchalets aus den Boden schiessen. Umdvon wegen nur 3 Betten.

el_tirolos
el_tirolos
Superredner
18 Tage 2 h

Und wieder lachen die Bauern… UaB passt für mich doch dieser hat mittlerweile mit Bauernhof oft wenig zutun… Sauna, Schwimmbad, Chalet… alles gibt es mittlerweile um unsere Bauernhöfe nur keine Landwirtschaft…

Ja einige wenige (leider) gibt es noch welche das Prädikat Urlaub auf dem BAUERNHOF verdienen!

kleinerMann
kleinerMann
Universalgelehrter
18 Tage 54 Min

Bin schon gespannt auf die ganzen Ausnahmen der Ausnahmen. Bis zum Schluß ist das eh nicht´s anderes als eine Augenwischerei und es bleibt alles beim Alten = dank der Ausnahmen 🙂

ieztuets
ieztuets
Tratscher
18 Tage 30 Min

Wenn du kuen Viech mehr hosch konnsche a kuen UaB-Bauer wearn!

Doolin
Doolin
Kinig
17 Tage 23 h

…oh je, du armer Idealist, weisst nicht was da los ist…
😆

kleinerMann
kleinerMann
Universalgelehrter
17 Tage 23 h

Habe mir extra 2 Frettchen und 4 Meerschweinchen gekauft, denn das ergibt eine Großvieheinheit (GVE) und soit bin ich nun ein Kleinbauer und habe mich auch als solcher eintragen lassen. Hofprodukt ist Cannabis Sanus !

tom
tom
Universalgelehrter
17 Tage 9 h

@Doolin es reicht, wenn für Kontrolleure bei der Abnahme ein paar Viecher finden. danach gibst du die wieder zurück. fertig

Horti
Horti
Superredner
17 Tage 22 h

Werde mich nie mehr über Italien aufregen wegen derer Mauschelei. Hier läuft’s genauso rund.

leolee
leolee
Tratscher
18 Tage 3 h

als estens haben sie Bauern begrenzt
Flachenbezogenen Milchlieferung.
jetzt die Hotels mit Bettenstop
ich würde jetzt die Industrie den Handwerkern eine grenze auflegen,
indem sie nicht vergrößern konnen.
und keine neue Betriebe aufmachen können.
und keine Arbeitern Anstellen dürfen.
und im Landtag ebenso.

ieztuets
ieztuets
Tratscher
18 Tage 1 h

Bin sicher kuen “Bauernfreund”, ober do sieg man wiederamoll wieviel “einige” do von der Materie verstien, z.B. “sich als UaB eintrogn lossn”, jo wenn sell asou uenfoch war, noar tatns viele… wenn noar mueß der Hotelier an bewirtschafteten geschlossenen Hof kafn wenn er uen krieg, suscht geat do gor nix… bravo, mit den Gsetz wearn die Höfe für Normalbürger woll unerschwinglich wearn!

marher
marher
Universalgelehrter
17 Tage 22 h

Gesetz mit so vielen Ausnahmen
Und ich glaubte schon vor dem Gesetz sind alle gleich. Olls lei a Gewurstle und sischt nix.

Magomerlino
Magomerlino
Neuling
17 Tage 18 h

…und es gibt immer noch Menschen die glauben, dass die SVP eine Sammelpartei ist 🤣🤣🤣

Neumi
Neumi
Kinig
17 Tage 19 h

Ich seh schon ein Ende des Gesetzes am Horizont. Hotelliere werden völlig zu Recht klagen, dass sie den Bauern gegenüber benachteiligt werden.

Hausverstand bitte
Hausverstand bitte
Grünschnabel
17 Tage 19 h

Alles wieder umsonst!!!Da können Valazza u Locher wieder lachen!!!!!

OrB
OrB
Universalgelehrter
17 Tage 9 h

Bettenstopp?, Augenauswischerei!
Die Zerstörung durch den Übertourismus geht in Südtirol munter weiter.

Neumi
Neumi
Kinig
16 Tage 19 h

Der war schon vor den geforderten Abänderungen eher kosmetisch. Jetzt ist er eine reine Farce.

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
16 Tage 7 h

Schuler und Kompatscher müssen sich vor den Südtirolern dazu verpflichten, den Urlaub auf dem Bauernhof wieder auf Kurs zu bringen, bevor sie ihnen wieder alle möglichen Ausnahmen und Privilegien gewähren. Es gab und gibt klare Regeln, die jedoch sehr oft nicht eingehalten werden, dafür fleißig alle Vorteile ausgeschöpft. Und ich empfinde das als unlautere Konkurrenz. Entweder, oder! Sonst findet sich früher oder später einer, der diese ganzen Vorteile für bestimmte Kategorien einmal vor den kompetenten Gerichtsstellen in Frage und womöglich auf den Kopf stellt. Dann gratscht es aber.

planischek
planischek
Neuling
12 Tage 17 h

danke schuler für die schikane

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