Kein Ende der Gewalt

Syrische Armee bombardiert Rebellen bei Damaskus

Montag, 23. April 2018 | 15:08 Uhr

Die syrische Armee hat am Montag eine Rebellenenklave bei Damaskus bombardiert und kommt der Rückeroberung der gesamten Hauptstadt-Region immer näher. Ziel sei ein von islamistischen Aufständischen gehaltenes Gebiet, berichteten das staatliche Fernsehen und die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsgruppe für Menschenrechte.

Die Armee von Präsident Bashar al-Assad hat die radikalislamische IS-Miliz, die sich wie weitere Rebellengruppen in ihren letzten Stellungen verschanzt hat, in der vergangenen Woche ins Visier genommen. Regierungstruppen hatten die Region Ost-Ghouta nahe Damaskus vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Zahlreiche Kämpfer gaben auf und wurden in Gebiete in Nordsyrien gebracht, die von Aufständischen kontrolliert werden.

Nordöstlich der Hauptstadt gaben vor einigen Tagen Aufständische in zwei weiteren Enklaven auf. Auch am Montag sei der Abtransport der Kämpfer mit Bussen fortgesetzt worden, berichteten staatliche Medien.

Am Freitag hatten das Staatsfernsehen und die Beobachtungsgruppe berichtet, dass die IS-Miliz südlich von Damaskus zur Aufgabe bereit sei. Sie ziehe sich in Gebiete zurück, die von Aufständischen kontrolliert würden. Allerdings weigerten sich der Beobachtungsstelle zufolge einige IS-Kämpfer aufzugeben, weshalb die Angriffe der Armee anhielten. Die Assad-Truppen zielten nur auf die vom IS gehaltenen Gebiete, teilte die Beobachtungsstelle mit.

Von: APA/ag.

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