Auch SDF rückt langsam vor

Syrische Armee erzielte im Kampf gegen IS Erfolge

Dienstag, 13. Juni 2017 | 18:10 Uhr

Die syrische Armee hat nach Angaben der verbündeten Hisbollah-Miliz beim Kampf gegen die Extremistenmiliz IS westlich von Raqqa zahlreiche Dörfer erobert. Die Truppen seien bei einer Überraschungsoffensive bis auf die strategisch wichtige Straße zwischen den Städten Ithrija und Tabka vorgestoßen, berichtete die Presseeinheit der Gruppe am Dienstag.

Das Wüstengebiet ist von großer Bedeutung, weil die Jihadisten des Islamischen Staates (IS) von dort Ortschaften und Straßen angreifen können, die unter Kontrolle der Armee sind. Auch die in England ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von den Geländegewinnen.

Der IS steht militärisch unter Druck: So hat die von den USA unterstützte Rebellengruppe SDF eine Offensive auf die faktische Hauptstadt Raqqa gestartet. Am Montag erreichten die Kämpfer vom Osten aus die Mauern der Altstadt. Auch im Norden und Westen rücken sie gegen die radikalen Islamisten vor.

Die Großoffensive gegen die Jihadistenmliliz IS lässt nach Einschätzung von Experten offenbar die Zahl der Giftgasangriffe in Syrien zurückgehen. Die britische Sicherheitsberatungsfirma IHS Markit erklärte am Dienstag, in diesem Jahr habe es erst einen mutmaßlichen Chemiewaffen-Angriff des IS in Syrien gegeben, nämlich am 8. Jänner in der Provinz Aleppo. 2016 habe der IS hingegen mutmaßlich 17 Giftgasangriffe in Syrien verübt, hieß es weiter.

Von: APA/dpa