Luftangriffe der Regierungstruppen in Daraa

Syrische Rebellen verhandeln wieder mit russischer Armee

Donnerstag, 05. Juli 2018 | 17:41 Uhr

Die Rebellen im Süden Syriens sind nach eigenen Angaben wieder zu Verhandlungen mit der russischen Armee bereit. Dies gehe auf Vermittlungsbemühungen Jordaniens zurück, sagte ein Oppositionssprecher am Donnerstag. Die Gespräche sollten am Abend in Busra al-Sham stattfinden. In der Stadt gab es bereits vier Gesprächsrunden, die ohne Ergebnis blieben.

Hauptstreitpunkt ist nach Darstellung der Rebellen, ob ihre Entwaffnung in einem oder in mehreren Schritten erfolgen soll. Danach sollen staatliche Kräfte unter Aufsicht der russischen Militärpolizei in die bisherigen Rebellengebiete einrücken.

Seit dem Scheitern der jüngsten Gespräche am Mittwoch flogen syrische und russische Luftwaffe nach Berichten der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte massive Angriffe auf Rebellenstellungen. Neben einer Region im Nordwesten ist die Region Deraa das letzte Gebiet, das teilweise noch von Aufständischen kontrolliert wird.

Der Südwesten Syriens ist eigentlich eine der sogenannten Deeskalationszonen, auf die sich Russland, Jordanien und die USA geeinigt hatten, um die Gewalt einzudämmen. Israel warnte Syrien davor, beim Kampf gegen die Rebellen mit Truppen in die demilitarisierte Grenzzone einzurücken.

Von: APA/ag.

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