"Über dieses Thema wird nicht verhandelt", teilten die Rebellen mit

Syrische Truppen rückten tief in Ost-Ghouta vor

Mittwoch, 07. März 2018 | 22:24 Uhr

Syrische Regierungstruppen sind am Mittwochabend tief in das Rebellengebiet Ost-Ghouta vorgerückt. Unter dem Schutz von Artillerie hätten die Soldaten und verbündete Milizen einen Keil in das Rebellengebiet bei Damaskus getrieben, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte der Deutschen Presse-Agentur. Das Gebiet sei praktisch in einen Nord-und einen Südteil geteilt.

Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen nach eigenen Angaben von Aktivisten vor Ort; für Medien sind sie kaum zu überprüfen. Seit Beginn ihres Vormarsches eroberten die regierungstreuen Truppen den Angaben zufolge rund die Hälfte der zuvor von Rebellen gehaltenen Gebiete in der Region Ost-Ghouta. Die Rebellen versuchen, über Gespräche mit der Türkei eine Waffenruhe zu erreichen. Die Türkei spricht sich im Syrienkrieg mit Russland ab, dem wichtigsten Verbündeten der syrischen Regierung.

Ost-Ghouta wird seit 2013 von Regierungstruppen belagert und mehrheitlich von islamistischen Rebellengruppen kontrolliert. In dem Kampfgebiet sollen 400.000 Menschen leben; die UN und das Rote Kreuz versuchen, humanitäre Hilfslieferungen dorthin zu organisieren.

Von: APA/dpa/ag.