Ghani muss dem Druck der Taliban weichen

Taliban verkünden Sieg: Präsidentenpalast besetzt

Sonntag, 15. August 2021 | 22:44 Uhr

Ein führender Taliban-Repräsentant hat den Sieg der radikalislamischen Gruppe in Afghanistan erklärt. Dieser unerwartete Erfolg sei beispiellos in der Welt, sagte Mullah Baradar am Sonntag in einer Videobotschaft. Zuvor waren die militanten Islamisten ins Zentrum der Macht in Kabul vorgerückt. Bewaffnete Kämpfer besetzten den Präsidentenpalast in der Hauptstadt, wie auf TV-Bildern zu sehen war. Präsident Ashraf Ghani floh laut dem TV-Sender Al Jazeera nach Usbekistan.

“Unser Land wurde befreit und die Mujaheddin haben in Afghanistan gesiegt”, sagte ein Taliban-Kämpfer zu Al Jazeera. Laut dem Sender ist der afghanische Präsident Ashraf Ghani bereits nach Usbekistan geflüchtet. Wie der Sender unter Berufung auf einen Leibwächter des Politikers berichtet, machte sich Ghani unter anderem mit seinem Stabschef auf den Weg in die usbekische Hauptstadt Taschkent. Er wolle mit seinem Rückzug “ein Blutvergießen verhindern”, erklärte Ghani.

Die Taliban drangen auch in mehrere Stadtbezirken vor. Nach der Flucht Ghanis sei ein Koordinierungsrat für eine friedliche Übergabe der Macht gebildet worden, teilte Ex-Präsident Hamid Karzai auf Facebook mit. Um Chaos angesichts des Vormarschs der islamistischen Taliban zu vermeiden, das Leiden der Menschen zu verringern und sich um Themen rund um Frieden zu kümmern, sei dieser Rat gebildet worden. Ihm gehörten der Vorsitzende Abdullah, der ehemalige Kriegsfürst Gulbuddin Hekmatjar und er selbst an. Der Rat bitte die Sicherheitskräfte der Regierung und die Sicherheitskräfte der Taliban, Zusammenstöße und Chaos zu vermeiden.

Neben Abdullah, der Ghani den “früheren Präsidenten” nannte, kritisierte Verteidigungsminister Bismillah Khan Mohammadi die Flucht Ghanis. “Sie haben uns die Hände hinter unserem Rücken gefesselt und das Land verkauft”, schrieb er auf Twitter ohne nähere Erläuterung. Ghani und seine Gruppe seien verdammt, schrieb er weiter. Bildungsministerin Rangina Hamidi sprach von einer “wirklichen Schande”. Während Al Jazeera meldete, Ghani sei nach Usbekistan ausgeflogen worden, wurde in Regierungskreisen auch Tadschikistan als mögliches Zielland genannt.

Ghanis Vize Amrullah Saleh erklärte, er wolle nicht mit dem militant-islamistischen Taliban zusammenarbeiten. Er werde sich nie den Taliban beugen und so das Vermächtnis seines Helden Ahmad Shah Massud, dem berühmten Führer der Nordallianz, die gegen die Taliban kämpfte, betrügen, schrieb Saleh auf Twitter. Berichten zufolge floh Saleh ins Panjir-Tal – wie viele weitere Sicherheitskräfte auch. Die Provinz Panjir stand bis zuletzt unter vollständiger Kontrolle der Regierung. Die Taliban hatten diese auch wegen ihrer besonderen geografischen Lage auch während ihrer Herrschaft 1996 bis 2001 nicht einnehmen können.

Nach ihrem überraschend schnellen Eroberungsfeldzug hatten die radikal-islamischen Taliban die afghanische Hauptstadt Kabul erreicht und stehen nach 20 Jahren vor einer Rückkehr an die Macht. Gerade einmal gut ein Vierteljahr nach Beginn des internationalen Truppenabzugs rückten die Extremisten am Sonntag nach Angaben des Innenministeriums in die Stadt ein. Sie kämen “von allen Seiten”, sagte ein ranghoher Ministeriumsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Taliban erklärten, mit der Regierung liefen Gespräche über eine friedliche Machtübergabe. Nach jüngsten Angaben eines Sprechers haben sie ihre Kämpfer angewiesen, in die Hauptstadt Kabul einzurücken, um Plünderungen zu verhindern. In Teilen der Hauptstadt waren Schüsse und laut Medien später auch mehrere Explosionen zu hören, nachdem zunächst nichts über Kämpfe bekannt geworden war. Mehr als 40 Menschen wurden nach Angaben eines Krankenhauses in Kabul bei Kämpfen am Stadtrand verletzt. Details wurden nicht genannt.

Zuletzt warnte die evakuierte US-Botschaft vor einer sich rasch verändernden Sicherheitslage auch am Flughafen von Kabul. Es gebe Berichte über Schüsse am Airport. Über den Flughafen laufen Evakuierungseinsätze, um Botschaftspersonal und andere Bürger aus westlichen Ländern außer Landes zu bringen. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, dass das Militärbündnis dabei helfe, den Flughafen offenzuhalten, Evakuierungen zu erleichtern und zu koordinieren. Die zivile Luftfahrt wurde eingestellt. Es seien nur noch Militärflüge erlaubt, sagt ein NATO-Vertreter.

Ein Minister kündigte die Übergabe der Macht an eine Übergangsregierung an. “Es wird keinen Angriff auf die Stadt (Kabul) geben”, teilte der kommissarische Innenminister Abdul Sattar Mirsakawal nach Angaben von TOLO News mit. “Es wurde vereinbart, dass es eine friedliche Übergabe geben wird.” Er sprach von einer Übergangsregierung, ohne Details zu nennen. In Diplomatenkreisen hieß es, der mittlerweile in den USA lebende Ex-Innenminister Ali Ahmad Jalali, der auch einst Afghanistans Botschafter in Deutschland war, sei als Kompromisskandidat für die Leitung einer solchen Übergangsregierung im Gespräch. Zwei Taliban-Vertreter relativierten die Aussagen zu einer Übergangsregierung gegenüber Reuters, es gehe um eine komplette Machtübergabe.

Die Taliban waren seit dem Beginn des Abzugs der internationalen Truppen im Mai nach einem fast 20-jährigem Einsatz in Afghanistan zuletzt immer schneller bis vor die Tore Kabuls vorgestoßen. In der vergangenen Woche eroberten sie eine Provinzhauptstadt nach der anderen, zuletzt auch die vorletzte große Stadt Jalalabad, wo sie nach Angaben eines Behördenvertreters kampflos einrückten. Auch brachten sie sämtliche großen Grenzübergänge und damit alle wichtigen Landwege in die Nachbarländer unter ihre Kontrolle.

Estland und Norwegen haben Diplomaten zufolge eine Sondersitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zu Afghanistan beantragt. Das Gremium soll am Montag (Ortszeit) in New York zusammentreten.

Die Taliban wollen nach eigenen Angaben innerhalb der “nächsten Tage” die Kontrolle über Kabul übernehmen. Die Miliz strebe eine “friedliche Übergabe” der Macht in der afghanischen Hauptstadt an, sagte der in Katar ansässige Taliban-Vertreter Suhail Shahin am Sonntag dem britischen Sender BBC. Die Taliban wollten eine “inklusive islamische Regierung” bilden, in der “alle Afghanen” vertreten seien.

Shahin versicherte, dass die Kämpfer der Taliban keine ausländischen Botschafter oder Staatsbürger angreifen würden: “Es wird kein Risiko für Diplomaten, Nichtregierungsorganisationen, für irgendjemanden geben.” Die Ausländer könnten ihre Arbeit in Afghanistan fortsetzen. Der Taliban-Sprecher appellierte an die Ausländer, das Land nicht zu verlassen.

Schon in den Vortagen hatten die USA und andere westliche Staaten mit den Vorbereitungen zum Ausfliegen von Botschaftsangehörigen und anderer ihrer Staatsbürger aus Afghanistan begonnen. Österreich hat kein Botschaftspersonal in Kabul, der Amtsbereich Afghanistan wird von Islamabad aus betreut. Das Außenministerium in Wien weiß aktuell nur von einer Person mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die sich derzeit noch in Afghanistan aufhält, wie eine Sprecherin am Sonntag auf APA-Anfrage mitteilte. Das Ministerium stehe mit der Person laufend in Kontakt, eine Ausreise sei geplant, hieß es. Weitere Österreicher hätten sich bisher nicht gemeldet.

Die Taliban hatten in Afghanistan bereits in den Jahren 1996 bis 2001 geherrscht, bis sie durch eine von den USA angeführte Militärinvasion gestürzt wurden. Shahin trat nun Befürchtungen entgegen, dass die Islamisten auf ähnlich drakonische Weise herrschen könnten wie damals: “Wir wollen mit jedem Afghanen zusammenarbeiten, wir wollen ein neues Kapitel des Friedens, der Toleranz, der friedlichen Koexistenz und nationalen Einheit für unser Land und das Volk von Afghanistan aufschlagen”, beteuerte er.

Für US-Außenminister Antony Blinken ist die Evakuierung des Botschaftspersonals aus Afghanistans Hauptstadt Kabul die “Aufgabe Nummer eins”. “Daran arbeiten wir gerade”, sagte Blinken im US-Fernsehen am Sonntagmorgen (Ortszeit) in Washington. Das gelte auch für afghanische Helfer, die US-Truppen während des Einsatzes unterstützt haben. Die USA verstärken ihre Truppen in Afghanistan weiter auf nun insgesamt 6000 Soldaten. Das Pentagon habe die Entsendung weiterer 1000 Soldaten nach Kabul genehmigt, sagt ein US-Vertreter am Sonntagabend der Nachrichtenagentur Reuters. Dort sollen sie bei den Evakuierungen helfen.

Blinken betonte: “Das ist nicht Saigon.” Damit spielte auf die Niederlage der USA im Vietnamkrieg 1975 an. Damals gingen Bilder einer chaotischen Rettung des Botschaftspersonals aus Hanoi um die Welt. Blinken äußerte sich nicht zum Stand der Evakuierung in Kabul. Er verteidigte erneut den Truppenabzug. “Wir sind vor 20 Jahren nach Afghanistan gegangen, mit einer Mission”, sagte er. Es sei darum gegangen, sich mit den Leuten zu befassen, welche die USA am 11. September 2001 angegriffen hätten. “Und wir haben diese Mission erfolgreich erfüllt. Blinken räumte allerdings ein, dass auch die USA von den Ereignissen in Afghanistan überrascht worden seien. “Wir sehen, das die Streitkräfte nicht in der Lage waren, das Land zu verteidigen – und zwar schneller, als wir es erwartet hatten”, so der Minister.

Schon in den Vortagen hatten die USA und andere westliche Staaten mit den Vorbereitungen zum Ausfliegen von Botschaftsangehörigen und anderer ihrer Staatsbürger aus Afghanistan begonnen, darunter Deutschland, die Niederlande, Schweden oder Italien. Österreich hat kein Botschaftspersonal in Kabul, der Amtsbereich Afghanistan wird von Islamabad aus betreut. Das Außenministerium in Wien weiß aktuell nur von einer Person mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die sich derzeit noch in Afghanistan aufhält, wie eine Sprecherin am Sonntag auf APA-Anfrage mitteilte. Das Ministerium stehe mit der Person laufend in Kontakt, eine Ausreise sei geplant, hieß es. Weitere Österreicher hätten sich bisher nicht gemeldet. Ein US-Vertreter erklärte, die USA würden weiterhin den Flughafen von Kabul ansichern, damit Diplomaten und Nicht-Afghanen ausreisen könnten.

Etwa Frankreich, Italien und die Niederlande beschleunigten die Rückführung ihres zivilen Personals aus Kabul. Kanada hat sein Personal bereits ausgeflogen. “Absolute Priorität in den kommenden Stunden” habe die Sicherheit von Franzosen und afghanischen Ortskräften in Kabul, teilte der Elysée-Palast am Sonntag mit. Der Einsatz zur Ausreise der Menschen dauere an. Am Freitag hatte Paris angekündigt, auch bedrohte afghanische Aktivisten, Journalisten und Künstler aufnehmen zu wollen. Nach offiziellen Angaben hat Frankreich seit Mai die Aufnahme von 625 afghanischen Ortskräften und ihren Familien organisiert. Das Verteidigungsministerium werde zudem auf Geheiß von Präsident Emmanuel Macron militärische Verstärkung in die Vereinigten Arabischen Emirate schicken. Ziel dieser Mission sei es, Evakuierungsflüge nach Abu Dhabi zu ermöglichen. Im Außenministerium in Paris sei ein Krisenstab eingerichtet worden. Die französische Botschaft in Kabul sei, wie die von anderen Staaten auch, auf den Flughafen “verlegt” worden, um weiter Visa an afghanische Ortskräfte und andere gefährdete Personengruppen ausstellen zu können, teilte das Außenministerium am Sonntagabend mit.

Die italienische Regierung erklärte, angesichts der verschlechterten Sicherheitslage sei die sofortige Rückführung von diplomatischem Personal und anderen Italienern aus Afghanistan beschlossen worden. Auch die Ausreise von afghanischen Ortskräften, die für die italienische Armee gearbeitet hatten, sowie ihrer Familien nach Italien werde “beschleunigt”. Ein erster Militärflug werde noch am Sonntag in Kabul eintreffen. Montag und Dienstag werde eine “Luftbrücke” für die afghanischen Mitarbeiter des Verteidigungs- und Außenministeriums eingerichtet.

Kanadas Botschaftspersonal befinde sich bereits auf dem Rückweg in die Heimat, teilte das Außenministerium in Ottawa mit. Nach seinen Angaben wird die Botschaft vorübergehend geschlossen, bis die Lage wieder einen normalen Betrieb zulasse. Die kanadische Regierung hatte sich bereits am Freitag zur Aufnahme von bis zu 20.000 afghanischen Flüchtlingen bereit erklärt.

Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums wurde die Botschaft am Samstagabend in die Nähe des Flughafens von Kabul verlegt. Ein Militärflugzeug sei bereits im Einsatz, um einen Teil des Personals sowie Dolmetscher und ihre Familien in die Niederlande zu holen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Verteidigungsministerin Ank Bijleveld bot allen Dolmetschern, die auf der Mitarbeiterliste stehen, an, in den Niederlanden Asyl zu beantragen, wie der Sender NOS berichtete.

Von: APA/Reuters/AFP/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

56 Kommentare auf "Taliban verkünden Sieg: Präsidentenpalast besetzt"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Warum die amerikanische Luftwaffe diese Terroristen nich eliminiert hat, ist schwer zu verstehen.

olter
olter
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Sie hätten also gerne Flächenbombardements mit hunderten oder gar tausenden zivilen Toten?

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Die Internet-Virologen beschäftigen sich jetzt mit militärischen Problemen 😀😀😀

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Wo die Taliban sich verschantzt haben gäbe es keine Zivile. Flächenbombardierung mit Scharfschützen. Sobald die Taliban jetzt die Macht übernehmen da wird es 100.000 Tote geben.

Zefix
Zefix
Superredner
1 Monat 6 Tage

man werd decht net die eigene kreation kaputt mochn

olter
olter
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Seltsame Mordfantasien haben sie da…

bubbles
bubbles
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@6079_Smith_W
Menschen dikutieren. Das ist wichtig. Jede Meinung zählt.

olter
olter
Tratscher
1 Monat 6 Tage

“Flächenbombardierung mit Scharfschützen”
Wollen sie die Scharfschützen abwerfen statt den Bomben? In Wing-Suits vielleicht, damit sie lenken können…
Da hat einer mal wieder keinen Schimmer, was Flächenbombardements anrichten und wie ‘präzise’ die sind. Aber sich moralisch überlegen fühlen…

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@olter Und wie viele Toten gehen auf das Konto der Taliban? Mit diesen Terroristen muss aufgeräumt werden.

na-ja
na-ja
Neuling
1 Monat 6 Tage

@PeterSchlemihl
… und ich hätte gerne ein kleines pony für mein wohnzimmen … wunschdenken …

olter
olter
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Oh, die US Air-Force bereitet ganz sicher ganz viele super-duper Bombardements vor und sie brauchen vielleicht nur noch einen geilen Namen; die USAF wird sich als größter Massemörder des 20. Jhts. nicht lumpen lassen.
Hoffen wir nur, dass nicht zu viele Unschuldige ihr Leben lassen müssen.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 6 Tage

Bombardements haben im Allgemeinen eine recht niedrige Trefferquote, sie dienen vor allem dazu, dass der Feind die Köpfe einzieht und bringen auch nur dann wirklich was, wenn man dessen Position recht genau kennt.

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

@olter
Schon vergessen, dass die USA im WK2 Europa gerettet haben?

olter
olter
Tratscher
1 Monat 5 Tage

@pfaelzerwald
Tote sind Tote und bleiben tot, egal wie ihr Ableben gerechtfertigt wird.
Schon vergessen wie tödlich ihr Luftkrieg für die Bevölkerung Koreas war und was die USA alles über Vietnam und Kambodscha abgeworfen hat?

Zefix
Zefix
Superredner
1 Monat 5 Tage

@pfälzerwald sell wor woll eher die roate Armee!

Wurstwalta
Wurstwalta
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

und trotzdem bleiben sie die größten kriegsverbrecher der neueren geschichte

OWL
OWL
Neuling
1 Monat 4 Tage

Mission accomplished!
Die Amerikaner haben sich doch von Anfang an nicht ins Hinterland gewagt – sehr weise! Die USA haben einheimische Clans dort hin geschickt. Die Situation war doch seitdem ein Waffenstillstand zwischen den Clans und Taliban mit Duldung der Amerikaner und ihrer Verbuendeter bis das Missionsziel – die Toetung Osama bin Ladens – erreicht war. Seit dessen Toetung stand der Abzug der Amerikaner fest.
Mission accomplished – nicht mehr und nicht weniger!

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

@zefix
Dann wünschen Sie sicher dass die Sowjets Italien besetzt hätten,

sepp2
sepp2
Superredner
1 Monat 6 Tage

das ist kein Angriff, die Regierung wird einfach alles an di Taliban übertragen.Der Präsident hat eine friedliche Übergabe angekündigt. dadurch haben jetzt die Taliban das ganze militärische Equipment was der Westen der Afghanischen Armee hinterlassen hatte.

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Und das Spiel beginnt.

quilombo
quilombo
Superredner
1 Monat 6 Tage

die Taliban sind ja auch von den Amis bewaffnet worden. Auch finanziert und ausgebildet.

magari
magari
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

@quilombo: Quelle?

Entequatch
Entequatch
Tratscher
1 Monat 6 Tage

@qulombo bitte ganz dringed deine quellen und die details dazu den berhörden mitteilen damit interveniert weden kann!

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@magari

In den 80er Jahren als noch die pöhsen Russen im Land waren, allerdings hiessen die damals noch Muhajedin. Im darauffolgenden Bürgerkrieg gingen die Taliban als Sieger hervor. Vor 9/11 hat die Bushregierung dem Talibanregime ein paar Millionen zukommen lassen damit man dem Opiumanbau etwas eindämmt.

Eric73
Eric73
Tratscher
1 Monat 6 Tage

@magari
Im 1.Afganistan- Krieg Ende der Siebziger/ Anfang der Achtziger Jahre, als die USA die Taliban gegen Russland nutzte

falschauer
1 Monat 6 Tage

@6079_Smith_W

👏👏

Zefix
Zefix
Superredner
1 Monat 5 Tage

quelle geschichtsbuch

InFlames
InFlames
Tratscher
1 Monat 5 Tage

@quilombo
Wir haben inzwischen verstanden, dass du die Amerikaner nicht magst!!! Dass du das inzwischen mit “fake-news” zu untermauern versuchst, wirkt aber mehr und mehr nur noch peinlich!!!

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

@inflames
Stimmt genau!

meinungs.freiheit
meinungs.freiheit
Superredner
1 Monat 6 Tage

Die afganischen Regierungskämpfer haben sich zu den Taliban gedreht, ein Skandal.
Frauen, Kinder, Intellektuelle und seriöse Leute sind in höchster Gefahr.
Die können nicht alle ausgeflogen werden.

quilombo
quilombo
Superredner
1 Monat 6 Tage

die sind jetzt in nicht größerer Gefahr, als sie es vorher waren. Es ist kaum anzunehmen, daß die Taliban mehr umbringen werden, als die Us-Soldaten es seit 20 Jahren praktisiert haben.

So ist das
1 Monat 6 Tage

Die Rückkehr in ein finsteres Zeitalter 🤔

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

@quilombo
Warten Sie mal ab, wieviel die Taliban umbringen werden.

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Wahnsinn…..NATO zum Schämen! Alles leere Worte!

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 6 Tage

Ja. Angriffskrieg auf Afghanistan im Jahr 2001 ohne Legitimation, 13 Jahre Krieg gegen die Bevölkerung, anschließend noch 7 Jahre feindliche Besatzung eines fremden Landes.
Wenigstens jetzt setzt sich langsam der Wille der Bevölkerung durch 👍🏻

Peerion
Peerion
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Die Geschichte wiederholt sich in Afghanistan, das zum einen kein Land ist (sondern eine Ansammlung von Stämmen, die sich nicht unbedingt freundlich gegenüber stehen, desweiteren werden in Afghanistan etwa 49 Sprachen und über 200 verschiedene Dialekte gesprochen*), zum anderen permanent von aus Pakistan eingesickerten Taliban destabilisiert wird. Das eigentliche Problem liegt nicht in Afghanistan, sondern in Pakistan, wo die Geburtsstätte der Taliban in den dortigen Koranschulen liegt. Nur, wer nimmt sich dieses Problem in Pakistan an?*Wikipedia

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Hallo nach Südtirol,

der “Teilnehmer” Peerion ist ein automatisierter Beitragsbot.
Natürlich steht es jedem frei mit einem Beitragsbot zu diskutieren.

Wer einige Zeilen der Beiträge Peerions über die Google-Suche laufen lässt wird schnell auf wortgleiche Beiträge von Boris Kerzenmacher (Schweiz), Peter Laudin (Österreich) und Sweetheart treffen (D).
Ist nie jemandem aufgefallen das Teilnehmer Peerion grundsätzlich nicht antwortet?

Über Gottesgläubige und ihre Gebete lachen und dann mit einem Elektronikhaufen angeregt diskutieren, mein Humor..

george
george
Superredner
1 Monat 6 Tage

…dieses Problems…

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Die Geschichte wiederholt sich.

Mag jeder hoffen dass er einen Stuhl hat bevor die Musik stoppt

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@6079–
das hat mich (leider) auch an Saigon erinnert.

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@pfaelzerwald

Ein passenderes Vergleichsbild 😥

diskret
diskret
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Die welt ist ein kasperl theater

GTH
GTH
Tratscher
1 Monat 6 Tage

bzw ein spielball der mächtigen 🤙🏻

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Hallo zum Sonntag,

Taliban 5 verhasste Marionettenregierung&Friends 0

So einfach ist das in Fussballersprache, die Taliban haben ein Heimspiel haushoch gewonnen und sortieren gerade Waffen und Material was schafsblöde in das Land geblasen wurde.

Alle bekennenden afghanischen Islamisten in Europa einsammeln und in ihr neues Paradies ausfliegen und den Flieger für den Rückweg vollpacken mit Afghanen welche Steinigung&Hand abhacken nicht so toll finden.

Dazu muss man aufhören vollbärtige zwölfjährige Afghanen aus dem Mittelmeer einige Meilen vor Tunesiens Küste vor dem Bürgerkrieg in Lybien zu retten und in Sizilien abzuladen

Sonntagsgruss aus D

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Mittlerweile gibts schon die ersten Berichte wonach es gewisse Leute nach Afghanistan zieht, so wie damals jene die ins vermeintliche Paradies im islamischen Staat/ Khalifat gezogen sind.

Fritzfratz
Fritzfratz
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Was für eine Schlappe für Usa und Nato und was für ein Hohn für alle Oper in den letzten 20 Jahren.

gschaidian
gschaidian
Superredner
1 Monat 6 Tage

Wenn das der Trump getan hätte, dann wären die Zeitungen bis zum letzten Schmierenblatt voll von Kritik. Beim Biden kriegen sie das Maul nicht auf.

pingoballino1955
1 Monat 4 Tage

Trump hatte diese Aktion befohlen und wollte sie schon im Mai 2021 durchführen,wäre er nicht als Präsident gescheitert.Zuerst informieren,dann schreiben-SORRY!

heris
heris
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Viele werden  Flüchten müssen um den sicheren Tod zu Entkommen. Und war es dass Wert  diese verlorenen Jahre dort– und  die vielen  Soldaten die in Särgen zurückgekommen  sind — so vielen Familien  wurde  sinnlos der Vater genommen –war es das Wert ????.

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 6 Tage

“Es sei darum gegangen, sich mit den Leuten zu befassen, welche die USA am 11. September 2001 angegriffen hätten”

“15 der kurz nach den Anschlägen vom FBI ermittelten 19 Entführer vom 11. September 2001 waren Staatsbürger Saudi-Arabiens, zwei stammten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, sowie jeweils ein Pilot aus Ägypten und dem Libanon.”

Weder die Attentäter noch Bin Laden kamen aus Afghanistan oder hatten signifikante Verbindungen dorthin.

Das perfide Spiel wird von Max Ulthoff und Claus von Wagner ganz gut satirisch aufgearbeitet:

https://youtu.be/YVbOnPIJWXQ

Faktenchecker
1 Monat 6 Tage

Schon passiert.

Noggi
Noggi
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Lasst diese Länder, das, reguliert sich von selbst, mit oder ohne Gewalt…

Wiesodenn
Wiesodenn
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Korrektur: nicht “verlassen” sondern “nach Oman geflohen”

Savonarola
1 Monat 5 Tage

Deutschlands Verteidigung am Hindukusch ist kläglich gescheitert ☝️

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Die deutschen Regierungen ließen sich – trotz Grundgesetz – von den USA in den Krieg reinschubsen. Dabei war das Desaster nach dem Scheitern GBs (1839 bis 1919) und der Sowjetunion (1979-1989) absehbar.
“Nicht nur der Kommunismus, auch Demokratie, Menschenrechte und Frauenemanzipation lassen sich nicht auf Panzern exportieren.”

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-531-94312-1_10

pingoballino1955
1 Monat 4 Tage

Dieser Mann ist mit einem Konvoi von 4 Fahrzeugen voller Geld geflohen,Super,oder???? (Quelle ZDF)

wpDiscuz