Busse solllen die Menschen in den Nordwesten des Landes bringen

Tausende Syrer warten auf Abtransport aus Rebellen-Enklave

Montag, 26. März 2018 | 09:58 Uhr

In der syrischen Rebellen-Enklave Ost-Ghouta warten über 5.000 Kämpfer und deren Familien auf den Abtransport aus dem weitgehend zerstörten Gebiet. Die Kämpfer der Gruppe Failak al-Rahman und ihre Angehörigen seien schon am Sonntag in 77 Busse eingestiegen, um in den Nordwesten des Landes gebracht zu werden, wo die Rebellen noch einige Gebiete kontrollieren, berichteten staatliche Medien.

Militärkreisen zufolge dürfte es einige Tage dauern, bis die Evakuierung der Failak-al-Rahman-Kämpfer abgeschlossen sein wird. Es laufen auch Verhandlungen mit der Gruppe Jaisch al-Islam. Sie ist die größte der Rebellengruppen in Duma, der letzten noch von Aufständischen kontrollierten Stadt in Ost-Ghouta. Aus Duma waren am Sonntag Hunderte Zivilisten geflüchtet.

Nach russischen Angaben haben über 108.000 Zivilisten die Enklave seit Beginn der Offensive der syrischen Armee vor einem Monat verlassen. Einst lebten dort über 400.000 Menschen. Bei ihrem Kampf um Ost-Ghouta vor den Toren von Damaskus werden die syrischen Streitkräfte massiv von der russischen Luftwaffe unterstützt. Die Oppositionellen werden mit ihren Angehörigen in die Provinz Idlib im Nordwesten des Landes gebracht, wo die syrische und die russische Luftwaffe die Bombardements in den vergangenen Wochen aber ebenfalls verstärkt hatten.

Von: APA/ag.