Ob Tillerson auch Putin treffen wird, ist noch unklar

Tillerson nach Syrien-Angriff auf schwieriger Moskau-Mission

Dienstag, 11. April 2017 | 06:16 Uhr

Fünf Tage nach dem US-Raketenangriff auf syrische Regierungstruppen reist US-Außenminister Rex Tillerson nach Moskau. Bei seinem Besuch am Dienstag und Mittwoch will Tillerson mit seinem Amtskollegen Sergej Lawrow zusammenkommen. Ob er auch Präsident Wladimir Putin treffen wird, ist noch unklar.

Tillersons Besuch wird durch den jüngsten US-Militäreinsatz überschattet. Präsident Donald Trump hatte den Raketenangriff als Reaktion auf einen mutmaßlich von der syrischen Luftwaffe verübten Giftgasangriff angeordnet.

Russland, das Machthaber Bashar al-Assad militärisch unterstützt, verurteilte den Einsatz als Bruch des Völkerrechts. Ursprünglich hatte Trump es sich zum Ziel gesetzt, die Beziehungen der USA zu Russland zu verbessern.

US-Präsident Donald Trump hat unterdessen in getrennten Telefonaten mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britischen Premierministerin Theresa May über den US-Luftangriff in Syrien beraten. Dabei hätten sowohl Merkel als auch May ihre Unterstützung für das Vorgehen der USA ausgedrückt, teilte das US-Präsidialamt am Montag mit.

Sie seien mit Trump über die Wichtigkeit einig, den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad für einen mutmaßlichen Giftgasangriff zur Verantwortung zu ziehen. Das Amt von May teilte mit, die Premierministerin sei sich bei dem Telefonat mit Trump einig gewesen, dass es jetzt eine Chance gebe, Russland von seiner Unterstützung für Assad abzubringen.

In der vergangenen Woche hatten die USA eine syrische Luftwaffenbasis aus der Luft angegriffen. Damit reagierten die USA auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz gegen die Bevölkerung eines Ortes in der Provinz Idlib mit Dutzenden Toten. Die syrische Regierung bestreitet, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Von: APA/ag.

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