Schulterschluss mit Bayern, Südtirol, Schweiz und Slowenien

Tiroler Bauernvertreter fordern Möglichkeit des Wolf-Abschusses

Freitag, 18. Mai 2018 | 13:40 Uhr

Wie in Salzburg sagt man auch in Tirol dem Wolf den Kampf an. Bauernbund und Landwirtschaftskammer legten am Freitag einen “Maßnahmenplan zum Umgang mit der Rückkehr des Großraubtieres Wolf” vor. Dabei ist auch die Möglichkeit eines Abschusses des Tieres vorgesehen.

“Wo Prävention nicht möglich ist, muss künftig die Entnahme, also in der Regel der Abschuss des Wolfes, trotz Artenschutz erlaubt und möglich sein. Ebenso soll dies bei verhaltensauffälligen Wölfen oder Tieren, die beispielsweise eine bestehende ‘Herden- und Weideschutzzone’ überwinden, möglich sein”, lautete ein wesentlicher Punkt in dem “Aktionsplan Wolf”. Zudem bedürfe es einer Experteneinschätzung in der Frage, in welchen Gebieten Präventionsmaßnahmen durch Zäune und/oder Herdenschutzhunde gegen den Wolf überhaupt möglich sind.

Mögliche Schäden durch Wölfe sollen laut Bauernbund und Landwirtschaftskammer vollumfänglich, das heißt zum festgestellten Schätzwert des gerissenen Tieres, von der öffentlichen Hand ausgeglichen werden. Dies gelte auch für alle Nutztiere, die im Zusammenhang mit Wolfsangriffen getötet, verletzt oder durch deren Folgen verenden oder geschlachtet werden müssen. Parallel dazu bedürfe es einer vollständigen Kostenübernahme für sämtliche wirtschaftliche Nachteile, die der Land- und Forstwirtschaft durch den Wolf entstehen.

“Der Wolf kennt keine Landesgrenzen. Bereits in der Alm- und Weidesaison 2017 kam es in Südtirol zu mehreren Wolfsrissen mit dem Resultat, dass sich in diesem Sommer bereits einige Bauern gegen eine Alpung und die damit einhergehende Gefahr entschieden haben”, erklärte der Nationalratsabgeordnete und Bauernbündler Hermann Gahr (ÖVP). Auch auf Wolfsrisse in Salzburg, Bayern und der Schweiz wurde verwiesen. Es dürfe nicht passieren, dass “die ersten Almen in unserem Land schon bald nicht mehr bewirtschaftet werden und Bauern ihre Stalltüren wegen dem Raubtier Wolf für immer zusperren”, meinte Gahr.

Der Maßnahmenplan soll zu einem “Schulterschluss der bäuerlichen Organisationen, Sektionen und Einrichtungen in Tirol mit den österreichischen Bundesländern aber auch mit unseren Nachbarn Bayern und Südtirol, Schweiz und Slowenien” führen. Es gelte, einen “praxistauglichen, nationalen Wolfmanagementplan” zu erstellen, so die Forderung der Tiroler Bauernvertreter.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

15 Kommentare auf "Tiroler Bauernvertreter fordern Möglichkeit des Wolf-Abschusses"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
barbastella
barbastella
Superredner
30 Tage 11 h

Wieviele “verhaltensauffällige” Menschen gibt es???
Nicht nur Bozen ist voll damit…

Mamme
Mamme
Superredner
30 Tage 8 h

Wird hier über dieses Thema diskutiert ?

Bluemchen
Bluemchen
Tratscher
30 Tage 8 h

@Mamme
Und der Wolf ????? Hat der keine Rechte ?!?!?!?

barbastella
barbastella
Superredner
30 Tage 7 h

@Mamme
Das Lämmchen sagt:”Dann beschütze mich bitte und esse mich nicht!”

urban
urban
Tratscher
29 Tage 20 h

@Bluemchen
alle aber gar alle abschiessen.
auf der stelle, inklusive den bären.

lumpi
lumpi
Grünschnabel
30 Tage 6 h

Ich frage mich immer wieder, warum schützt man den Wolf ? Er bringt uns gar nix, weder für Mensch oder Nutztiere. Außerdem wiso soll die Allgemeinheit ( öffentliche Hand ) für etwas bezahlen was nur Schaden anrichtet? Dazu kommt noch, die Gemüter der Bauern um ihre Lieblingstiere, wenn eines gerissen wird, sind am Boden.- Aber je höher die Personen in den Ämtern sind, desto tü..er sind sie.

amme
amme
Superredner
29 Tage 22 h

frösche bringen uns auch nichts

urban
urban
Tratscher
29 Tage 20 h

genau richtig.
es fehlt der hausverstand.

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
30 Tage 11 h

Auf zur Jagd! 6.000 Jäger für 5 Wölfe. Da lachen ja die Auerhühner.

mandela
mandela
Superredner
30 Tage 10 h

und sonst werden wir wohl oder übel was anderes anfangen müssen…

bern
bern
Superredner
30 Tage 4 h

Wenn der erste Wolf ins Ahrntal kommt, nehme ich Urlaub.
3S
Unsere Schafe und unsere Kinder sind wichtiger als Wölfe.

Interesse
Interesse
Neuling
29 Tage 19 h

jedes tier bring epas,der wolf tat die Population der wildtiere in grenzen holtn.früher ischs jo a a so gewesn.obo heint muaßes jo a jogd gebm,isch jo schun foscht a volkssport gewordn.wos man do so heart mit wella freide einige(i will net sogn olle) erzähln wia viele tiere sie gschossn hobm.do wolf erledigt seine beute weil er sie zum überlebm braucht,obo do jaga und wilderer schiasst sie meistens wegen des geldes und die gemeinden sein froh weil se an haufn geld kassiern.olles a witz.

lumpi
lumpi
Grünschnabel
28 Tage 12 h

So ein blöder Kommentar. Warum hat man vor ca. 150 Jahren versucht den Wolf auszurotten. Denk mal nach ! Weil er nur Schaden anrichtet.- Die Jäger haben wenigsten was wenn sie die Wildtiere entnehmen. Das Fleisch kann auch der Mensch essen und nicht der Wolf.

Antivirus
Antivirus
Superredner
28 Tage 5 h

der Abschuss des Wolf’ s ist Strafbar!!

m. 323.
m. 323.
Superredner
26 Tage 11 h

die Menschheit ist so verblödet…daß man jetzt den Wolf mehr schützt alls ein Nutztier….wer ist schuld ?

wpDiscuz