Länderübergreifendes Monitoring festgeschrieben

“Tiroler” Dreierlandtag: Antrag ohne Entnahme von Wölfen beschlossen

Donnerstag, 17. Oktober 2019 | 07:30 Uhr

Der Dreierlandtag Tirol-Südtirol-Trentino hat am Mittwoch bei seiner Sitzung in Meran einen Antrag zu Wölfen in Almgebieten mehrheitlich angenommen, in dem die Entnahme von einzelnen, problematischen Tieren nicht mehr festgeschrieben war. Ein Antrag zu “wolffreien Almgebieten”, der zuvor von Südtiroler Abgeordneten eingebracht wurde, war damit nicht mehrheitsfähig, teilte das Land Tirol mit.

Stattdessen wurde ein gemeinschaftlich eingebrachter Abänderungsantrag vom Dreierlandtag abgesegnet. Dieser sieht dagegen präventive Maßnahmen vor, wie ein gemeinsames Monitoring und die Erstellung von Wolfsmanagementplänen.

Es wurde vereinbart, auf nationaler und europäischer Ebene “die Bewertung von zusammenhängenden Wolfspopulationen und deren Existenzsicherung nach ihrem natürlichen und länderübergreifenden Verbreitungsgebiet anzustreben”. Darüber hinaus werden laut dem Antrag die “Almgebiete der Europaregion Tirol zum Schutz der alpinen Alm- und Viehwirtschaft als sensible Zonen” eingestuft.

Der Südtiroler freiheitliche Parteiobmann Andreas Leitner-Reber hatte zuvor den Antrag zur Schaffung “wolffreier Almgebiete” eingebracht. Dieser sah die Entnahme von Problemtieren vor. Es zeichnete sich jedoch bereits im Vorfeld ab, dass eine ausreichende Zustimmung nicht zustande kommen wird. Beim Dreierlandtag wurden alle 16 Anträge mehrheitlich angenommen, zwei wurden zurückgezogen.

Von: apa

Bezirk: Burggrafenamt