Der Anschlag geschah im Badeort Hua Hin

Tödliche Explosionen in thailändischem Touristenort

Donnerstag, 11. August 2016 | 21:43 Uhr

Bei zwei mutmaßlichen Bombenexplosionen im thailändischen Badeort Hua Hin ist am Donnerstagabend eine Frau getötet worden. 22 Menschen wurden verletzt, teilte die Polizei mit. Vier davon befinden sich demnach in einem kritischen Zustand. Unter den Opfern sollen auch mehrere ausländische Touristen sein. Die Polizei schloss einen Unfall als Ursache der Explosionen aus, nannte aber keine Details.

Die Explosionen ereigneten sich im Abstand von 20 Minuten. Bei der Toten handelt es sich nach Angaben der “Bangkok Post” um eine Essensverkäuferin, die einen Stand auf der Straße betrieb. Sie erlag ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Wie es in thailändischen Medien heißt, folgten die Explosionen in Hua Hin einem Schema, wie es im unruhigen Süden Thailands üblich ist. Dort kämpfen muslimische Separatisten gegen die buddhistische Zentralregierung. Bei diesen Anschlägen explodieren in der Regel zwei Bomben in relativ kurzem zeitlichen Abstand. Über die Hintergründe der Bombenexplosionen war vorerst nichts bekannt.

Die Explosionen ereigneten sich am Vorabend eines staatlichen Feiertags am Freitag anlässlich des Geburtstages von Königin Sirikit. Hua Hin ist ein populärer und gehobener Badeort südlich von Bangkok. Bei der ersten Detonation wurde niemand verletzt, erst bei der zweiten kam es zu Opfern. Über die Hintergründe der Anschläge war vorerst nichts bekannt.

Der thailändische König Bhumibol Adulyadej (88) und seine Frau Sirikit, die sich derzeit in Bangkok in Spitalsbehandlung befinden, besitzen einen Palast in Hua Hin.

Bei einem weiteren Vorfall am Donnerstag explodierte eine Bombe auf einem Markt in der südlichen Provinz Trang. Dabei wurden sechs Menschen verletzt.

In Thailand herrscht seit Mai 2014 eine Militärjunta, die die gewählte Regierung gestürzt hatte. Vor kurzem wurde eine umstrittene Verfassungsreform in einem Referendum gebilligt. Damit soll das Militär auch nach für Ende 2017 in Aussicht gestellten Wahlen seinen Einfluss auf die Regierungspolitik behalten.

Von: APA/ag.

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz