Islamistische Terroristen werden des Anschlags verdächtigt

Tote bei Anschlag auf Anti-Terror-Truppe in Mali

Samstag, 30. Juni 2018 | 08:29 Uhr

Bei einem Selbstmordanschlag auf das Hauptquartier der internationalen G5-Sahel-Eingreiftruppe sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Die mit der Terrororganisation Al-Kaida verbündete Jihadistenmiliz “Unterstützungsgruppe für Islam und Muslime” bekannte sich zu der Tat. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Anschlag.

Nach Militärangaben sprengten sich die Selbstmordattentäter am Freitag in einem als UNO-Fahrzeug getarnten Auto an der Einfahrt zu dem Hauptquartier in Sevare in die Luft. Zwei Soldaten der G5 sowie ein Zivilist wurden getötet, auch zwei Attentäter kamen ums Leben. Laut Regionalgouverneur Sidi Alassane Toure wurden zwei Verdächtige festgenommen.

Die G5-Sahel-Eingreiftruppe bestehend aus Soldaten der fünf Sahelstaaten Mali, Niger, Burkina Faso, Tschad und Mauretanien war vergangenes Jahr gegründet worden, ihr Hauptquartier wurde im Oktober in Betrieb genommen. UNO-Generalsekretär Guterres hatte das Hauptquartier in Sevare erst im Mai besucht. Damals wies er in einem Bericht auf Sicherheitsmängel rund um den Stützpunkt hin.

Am Montag will sich Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am Rande des Gipfels der Afrikanischen Union (AU) in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott mit den G5-Staatschefs treffen. Die französische Armee beteiligt sich in Mali an der UNO-Friedensmission MINUSMA. Die Vereinten Nationen haben 13.000 Soldaten und Polizisten in Mali stationiert, viele von ihnen im unruhigen Norden des afrikanischen Krisenstaates. Österreich nimmt an MINUSMA mit vier Soldaten teil.

Mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten und Tuareg-Rebellen zurück. Frankreich hat im Zuge der “Operation Barkhane” etwa 4.000 Soldaten in der Sahelzone stationiert.

Die UNO-Friedenstruppe MINUSMA soll einen 2015 geschlossenen Waffenstillstand überwachen. Die Blauhelm-Soldaten werden immer wieder Ziel von Angriffen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Tote bei Anschlag auf Anti-Terror-Truppe in Mali"


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gwin
gwin
Grünschnabel
15 Tage 20 h
siehe dazu die arte doku: die geheime natobesetzung von mali unter dem frame “terrorbekämpfung”: 1. das französische uran kommt aus mali. 2. in der armen region sahelzone vermutet man eine reihe von bodenschätzen und weitreichende erdölvorkommen. 3. flüchtlinge können hier bereits militärisch abgefangen werden. 4. der krieg in mali hat abseits der öffentlichkeit stattgefunden und ist im französischen fernsehen als militärparade einer hocheffizienten französischen armee inszeniert und gefeiert worden. 5. die terrorbekämpfung war mehr eine terrorverteibung. obwohl es möglich gewesen wäre die is-nahen truppen zu besiegen, hat man sie ziehen lassen. warum wohl? so liebe redaktion: wie wärs? an die… Weiterlesen »
Dublin
Dublin
Kinig
15 Tage 11 h

…keine Tötungsabsicht?… 🤔

traktor
traktor
Universalgelehrter
15 Tage 9 h

immer islamisten!!!!
was ist mit denen blos falschgelaufen??
und europa holt sich sowas ins land…

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