Der Anschlag passierte am Tahrir Platz

Tote und Verletzte bei Anschlag in Damaskus

Sonntag, 02. Juli 2017 | 22:41 Uhr

Bei der Explosion einer Autobombe in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Regierungsangaben 20 Menschen getötet worden. Zudem gebe es Dutzende Verletzte, berichtete die Agentur SANA am Sonntag unter Berufung auf ein Schreiben des Außenministeriums an den UNO-Generalsekretär. Sicherheitskräfte zerstörten dem staatlichen Fernsehen zufolge zwei weitere Sprengsätze.

Demnach konnten sie verhindern, dass die Attentäter mit ihren Autos Ziele in belebten Stadtvierteln erreichten. Der Polizeichef von Damaskus, Mohammed Kheir Ismail, sagte, die Fahrzeuge seien auf einer Schnellstraße entdeckt und dann verfolgt worden. Es sei den Tätern nicht gelungen, viele Menschen zu töten und zu verletzen. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Im März waren bei Selbstmordanschlägen in Damaskus Dutzende Menschen getötet worden. Die Extremistengruppen Islamischer Staat (IS) und Tahrir al-Sham hatten die Taten für sich reklamiert.

Am Samstag hatten Rebellen der Armee von Präsident Bashar al-Assad vorgeworfen, Giftgas eingesetzt zu haben. Regierungstruppen seien östlich von Damaskus bei Kämpfen mit Chlorgas vorgegangen, erklärte die Gruppe Failaq al-Rahman. Das syrische Militär wies den Vorwurf nach Berichten staatlicher Medien zurück. Die Regierungstruppen hätten in der Vergangenheit keine chemischen Waffen eingesetzt und würden dies auch nicht tun.

Vor wenigen Tagen hatten die USA gedroht, Assad werde bei einem weiteren Chemiewaffen-Einsatz “einen hohen Preis zahlen”. Präsidialamtssprecher Sean Spicer sagte, man habe Hinweise darauf, dass es zu einen C-Waffen-Einsatz kommen könne, dessen Folge ein Massenmord an Zivilisten wäre. Daraufhin waren entsprechende Vorwürfe der Rebellen erwartet worden, um den USA den Anlass für ein Eingreifen zu geben.

Nach US-Angaben hatten syrische Truppen bereits am 4. April bei einem Luftangriff Giftgas auf ein Rebellengebiet eingesetzt und dabei Dutzende Menschen getötet. Präsident Donald Trump hatte daraufhin sofort eine syrische Luftwaffenbasis bombardieren lassen. Assad bestritt einen Giftgas-Einsatz. Zweifelsfrei bewiesen wurde er bisher nicht.

Im benachbarten Libanon brach am Sonntag ein Großfeuer in einem Lager mit syrischen Flüchtlingen aus. Mindestens drei Menschen seien dabei getötet worden, berichteten libanesische Medien. Die Ursache des Feuers nahe der Stadt Qab Elias war zunächst unklar. Der Libanon beherbergt rund eine Million Flüchtlinge aus dem benachbarten Syrien.

Die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) drangen nach monatelangen Kämpfen erstmals vom Süden her in die IS-Hochburg Raqqa vorg. Die kurdisch-arabischen SDF-Kämpfer seien am Sonntag “zum ersten Mal in den Süden von Raqqa eingedrungen und haben den Markt von Al-Hal eingenommen”, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der IS habe allerdings einen Gegenangriff angedroht, hieß es.

Von: APA/ag.

Kommentare

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3 Kommentare auf "Tote und Verletzte bei Anschlag in Damaskus"


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zombie1969
zombie1969
Superredner
20 Tage 11 h

Von Rakka nach Europa!
Niemand ist so naiv zu glauben, dass die islamischen Schwerverbrecher des Daesh (IS) komplett verschwinden werden. Viele von Ihnen haben sich bereits als angebliche “Flüchtlinge” nach Österreich und Deutschland abgesetzt, um hier üppige Sozialhilfegelder zu beziehen und neue Attentate zu planen.

ivo815
ivo815
Superredner
20 Tage 8 h

Ihre Bauchi-Stat-Ergebnisse sind beeindruckend. Googeln Sie sich mal den Unterschied zwischen islamistisch und islamisch. Sie werden feststellen, das es da gravierenden Unterschiede gibt. Nochwas. Der Daesh (IS) schiebt den Islam vor. Es handelt sich dabei nicht einmal mehr um Islamisten, sondern schlicht um hirnkranke Terroristen. Solche hat es auch in Europa immer schon gegeben. Die hießen dann halt RAF, Brigate Rosse, IRA, ETA usw.
Übrigens die Opfer des IS sind zum Großteil Muslime und der Terror findet hauptsächlich im Nahen Osten statt. Vielleicht gleichen Sie mal Ihre Bauchi-Stat mit ein paar Fakten ab?

zombie1969
zombie1969
Superredner
20 Tage 10 h

Selbst wenn der Daesh (IS) zusammenbricht, die Jihadisten im Endkampf hohe Verluste erleiden, die Überlebenden werden in ihre Heimatländer zurückkehren und ihre islamistische Ideologie zusammen mit ihrer Enttäuschung mitbringen. Die Enttäuschung der Rückkehrer wird sich dann hier in Wut wandeln und sie werden sich hierzulande richtig austoben.

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