Mindestens neun Zivilisten getötet

Tote und Verletzte bei Luftangriffen nahe Damaskus

Dienstag, 25. Juli 2017 | 12:35 Uhr

Bei Luftangriffen auf die Ortschaft Arbin nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus sind offenbar mindestens neun Zivilisten getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Es seien am späten Montagabend Angriffe in der Region Ghuta geflogen worden, für die die syrische Armee am Samstag einen Waffenstillstand ausgerufen hatte, so die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Nach Angaben eines Rettungsdienstes sind mindestens fünf Kinder und zwei Frauen unter den Toten. 50 Menschen seien verletzt oder würden vermisst. Wer die Angriffe flog, war zunächst unklar. In den syrischen Staatsmedien wurden sie nicht erwähnt.

Aus dem Gebiet waren Zeugen zufolge drei Granaten auf Damaskus abgefeuert worden, die in der Nähe der russischen Botschaft eingeschlagen seien. Verletzt wurde dort nach diesen Angaben niemand. Russland, das den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad im Kampf gegen mehrere Rebellengruppen unterstützt, hatte am Montag Militärpolizisten nach Ost-Ghuta entsandt, um eine dort mit der Opposition vereinbarte Deeskalationszone durchzusetzen. Mit Unterstützung Russlands und des Iran hat die syrische Armee in den vergangenen Monaten große Gebiete rund um Damaskus wieder unter ihre Kontrolle gebracht.

Von: APA/ag.

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