Kritik an fehlenden Mautzuschlägen für Lärm und Abgase

Transitforum-Chef Gurgiser sieht “Mautdesaster” auf Brennerstrecke

Samstag, 02. September 2017 | 11:55 Uhr

Transitforum Austria-Tirol-Obmann Fritz Gurgiser sieht ein “Mautdesaster” auf der Inntal- bzw. Brennerautobahn wegen der fehlenden Verrechnung von Zuschlägen für verkehrsbedingte Luftverschmutzung und Lärmbelästigung. Die sei ein Skandal, denn daraus müsse man schlussfolgern, dass sämtliche Lkw-Euroklassen “abgas- und lärmfrei” fahren, meinte Gurgiser gegenüber der APA.

Für die Mautberechnung bewertet würden “wissentlich” ohnedies die falschen und niederen Abgaswerte aus den Fahrzeugpapieren anstelle der richtigen und weit höheren Abgaswerte beim Auspuff, kritisierte Gurgiser. Dabei sei die Verrechnung der beiden Zuschläge seit dem 1. Jänner des heurigen Jahres vorgesehen.

“Es handelt sich neuerlich um einen glasklaren Beweis, dass der längst nachgewiesene Lkw-Abgas- und Gesundheitsbetrug fest belohnt wird”, erklärte der Transitforum-Chef. Die “Transitsilberlinge aus Maut, Roadpricing und Dieselsteuer von Kufstein bis Brenner” seien offenbar ebenso wie die Subvention der Transitfrächter im Süden durch “Billigstmaut und europarechtswidrige Dieselpreisrückerstattung” wichtiger als die Gesundheit.

Ausschnitte aus den “Mauttabellen” der Asfinag würden klar zeigen, dass keine “Lärm- und Abgaszuschläge” verlangt werden. Die könne “durch nichts gerechtfertigt” werden, denn die Gesundheit sei “kein verhandelbares Gut – weder auf Landes-, Bundes-, Euregio- oder EU-Ebene”.

Gurgiser sah das Verkehrsministerium “dringendst aufgefordert, dieses Mautdesaster zu beheben”. Auch die Euregio aus Tirol, Südtirol und dem Trentino sei gefordert.

Von: apa

Bezirk: Bozen, Wipptal

Kommentare

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4 Kommentare auf "Transitforum-Chef Gurgiser sieht “Mautdesaster” auf Brennerstrecke"


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Vieldenker
Vieldenker
Tratscher
21 Tage 7 h

es seit jo witzfigurn, di leit hobm a kronkes konsumverholtn entwicklt, deswegn sein soffl lkw afn weg. i sauf leitungswosser, net a holbe natur, und in kaffee fader tasse. solon di leit indi kinder kaffee to go und ondre sochn unlearnen konn di maut so hoach sein wise will, steign holt di transportkostn und di holbe natur wert tuirer. zum wohl

Gurgiser
Gurgiser
Neuling
20 Tage 9 h
Ja, ebenfalls zum Wohl – aber was hat das damit zu tun, dass vom Brenner bis Verona der Lkw-Kilometer rund 16 Cent kostet und von Kufstein bis Brenner rund 70 Cent wie bspw. Basel-Chiasso? Weil der Nachbar bspw. seine Kinder anders erzieht, sollen wir alle den Schwanz einziehen? Pfiat di Gott und genau deswegen haben es die Südtiroler und Trentiner Politikerinnen und Politiker so fein: Weil die eigenen Leit nit auf die Straßn giahn, wenn sie vergiftet und verlärmt werdn, sondern vom “Coffee to go” schreiben und philosophiern. Auf http://www.transitforum.at stehen 6 Teile zum Thema “Abgasbetrug bei Pkw und Lkw”,… Weiterlesen »
iuhui
iuhui
Superredner
21 Tage 6 h

wem interessiert denn die Gesundheit wenn man Geld hat?!

peterle
peterle
Tratscher
21 Tage 2 h

Nun gegen die Markwirtschaft kann höchstens die Natur selbst ankommen. Aber da trifft es auch immer wieder nur den armen Mann, denn der Reiche ist versichert oder wird von der Politik noch belohnt und kann weitere Ideen entwickeln wie sein Gekd noch mehr Geld wird.

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