Irans Chefunterhändler Bagheri fordert Aufhebung der US-Sanktionen

Treffen zur Rettung des Atomdeals mit dem Iran fortgesetzt

Montag, 03. Januar 2022 | 18:39 Uhr

Die Gespräche zur Rettung des Atomabkommens mit dem Iran sind am Montag in Wien fortgesetzt worden. Es sei zunächst in bilateralen Runden weiter über mögliche Fortschritte gesprochen worden, hieß es aus Verhandlerkreisen. Ein Treffen der Gemeinsamen Kommission der Politischen Direktoren werde im Laufe der Woche erwartet. Der Iran verbreitete vorsichtige Zuversicht. Laut Teherans Außenamtssprecher Saeed Khatibzadeh sind in der letzten Runde gute Ergebnisse erzielt worden.

Es gehe um die Aufhebung der Sanktionen und Garantien, dass es nicht erneut zu einem Vertragsbruch seitens der USA komme. Danach werde dann auch der Iran seine technischen Verpflichtungen in dem Deal wieder einhalten. “Das ist unser Ziel und dafür lassen wir auch keine Fristsetzungen zu”, erklärte der Sprecher weiter. Eine Lösung im Atomstreit sei zeitnah möglich. Die USA müssten einfach zum Atomdeal zurückkehren und die Sanktionen aufheben, sagte der Sprecher.

Israels Außenminister Yair Lapid glaubte gegenüber der “Jerusalem Post” (online) nicht, dass die Gespräche zu einem guten Ergebnis für sein Land führen werden. Jerusalem versuche aber, den Schaden zu begrenzen. Weinigstens habe Israel die “Welt erfolgreich dazu gebracht”, der nuklearen Bedrohung durch den Iran Aufmerksamkeit zu schenken, betonte Lapid.

Die USA waren 2018 aus dem 2015 erzielten Abkommen ausgestiegen, das Teheran vom Bau von Kernwaffen abhalten soll, ohne ihm die friedliche Nutzung der Kernkraft zu verwehren. Nachdem die USA den Iran mit sehr harten Wirtschaftssanktionen belegten, rückte auch der Iran schrittweise von Auflagen aus dem Abkommen ab. Die Islamische Republik erwirbt dadurch seitdem weitere Fähigkeiten zum Bau einer Atomwaffe, weswegen Israel sich ein militärisches Eingreifen offenhält.

Von: APA/dpa

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