Investitionen in Speicher und Netze

Trinkwasser: Knappes Gut wird künftig teurer

Samstag, 02. Juli 2022 | 13:26 Uhr

Bozen – Trinkwasser wird in den kommenden Jahren auch bei uns in den Bergen ein knapper werdendes Gut. Das wurde gestern auf einer Pressekonferenz mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, Energie- und Umweltlandesrat Giuliano Vettorato und Flavio Ruffini, Direktor der Landesagentur für Umwelt- und Klimaschutz verdeutlicht.

Darauf werde Südtirol weiterhin den Umstieg auf sparsame Bewässerung und nötige Speicher reagieren. Außerdem wolle man für den nachhaltigen Umgang mit dem knappen Gut Wasser sensibilisieren. Gleichzeitig sollten laut Kompatscher auch die benachbarten Regionen alles unternehmen, um ihren Wasserbedarf zu decken.

“Speicherbecken werden bei der Bekämpfung der Wasserknappheit eine große Rolle spielen”, sagte Landesrat Vettorato und verwies darauf, dass das Land bereits in solche investiert habe. Der Landesrat rief alle Menschen in Südtirol dazu auf, auch selbst einen Beitrag zu leisten und im Alltag Wasser zu sparen. In Südtirol gebe es in puncto Wasser Voralarm, während es in anderen Gebieten schon einen Notstand gibt, sagte Vettorato.

Südtirol muss also vorsorgen und Investitionen tätigen. Um das zu finanzieren – so hieß es gestern am Rande der Pressekonferenz – sollen die Gemeinden die Mindesttarife anheben. Trinkwasser wird für die Südtiroler Haushalte voraussichtlich in den kommenden Jahren teurer.

Von: luk

Bezirk: Bozen