Für Donald Trump ist China das größere Problem als Russland

Trump-Aussage “keine direkte Anschuldigung” gegen Putin

Montag, 15. Oktober 2018 | 13:53 Uhr

Der Kreml hat den Vorwurf von US-Präsident Donald Trump heruntergespielt, demzufolge der russische Staatschef Wladimir Putin “wahrscheinlich” in Attentate verstrickt sei. Trump habe mit seiner Äußerung “keine direkte Anschuldigung” gegen Putin erhoben, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau.

“Es kann keine Anschuldigungen gegen den russischen Präsidenten geben, die durch irgendwelche Behauptungen oder gar durch Beweise gestützt sind.” Trump war zuvor in einem Interview mit dem US-Sender CBS News gefragt worden, ob Putin in “Morde” oder “Vergiftungen” involviert sei. Trump antwortete darauf: “Wahrscheinlich ist er es, ja.”

Dem Kreml-Sprecher zufolge müssten bei der Interpretation dieser Aussage “sprachliche Besonderheiten” mit einbezogen werden. So sei der US-Präsident im dem Interview zeitweilig “unverständlich” gewesen und habe “bruchstückhaft” gesprochen. Peskow wollte Trumps Antwort nicht dahin gehend auslegen, dass der US-Präsident eine Verstrickung Putins als “Möglichkeit anerkannte”.

Die USA machen Moskau für den Giftanschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter Julia im März in der südenglischen Stadt Salisbury verantwortlich. Auch die britische Regierung macht Russland dafür verantwortlich. Der Kreml weist die Anschuldigungen entschieden zurück.

Trump und Putin hatten sich im Juli in Helsinki zu ihrem ersten bilateralen Gipfel getroffen. Laut Peskow verliefen die Gespräche über Streitthemen “sehr hart”. Trump wurde nach dem Treffen von Teilen der US-Öffentlichkeit jedoch für einen zu nachgiebigen Auftritt kritisiert.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Trump-Aussage “keine direkte Anschuldigung” gegen Putin"


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Paula
Paula
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Trumps größtes Problem ist er selbst.

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