Neue Verbalattacke von Trump

Trump bezichtigte Obama und Clinton der Gründung des IS

Donnerstag, 11. August 2016 | 14:04 Uhr

Kaum ein Tag ohne eine schwere Anschuldigung von Donald Trump: Nun hat der republikanische Präsidentschaftskandidat dem US-Präsidenten Barack Obama vorgeworfen, den sogenannten Islamischen Staat (IS) gegründet zu haben. “Er ist der Gründer des IS”, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Florida und wiederholte den Vorwurf mehrmals.

Über die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, sagte Trump: “Ich würde sagen, die Mitgründerin ist die betrügerische Hillary Clinton. “In vielen Punkten schätzen sie (die IS, Anm.) ihn (Obama, Anm.)”, sagte Trump. In seiner Rede vor Anhängern im US-Bundesstaat benutzte Trump auch den vollen Namen von Obama, “Barack Hussein Obama”. Der US-Präsident ist Christ und Sohn einer US-Amerikanerin und eines Kenianers.

Trump wirft im Wahlkampf Obama und der früheren Außenministerin Clinton immer wieder vor, mit ihrer Außenpolitik das Entstehen der Terror-Bewegung IS begünstigt zu haben. Der Vorwurf ist also nichts Neues, schon im Jänner dieses Jahres hatte er die beiden Demokraten beschuldigt, die Jihadisten-Miliz IS kreiert zu haben.

Im Jahr 2007 hatte Trump einen Schuldigen für den Irak-Krieg benannt – den damaligen republikanischen US-Präsidenten George W. Bush. In einem Interview im September 2002 hatte Trump laut Medienberichten den Irak-Krieg allerdings selber befürwortet.

Erst am Dienstag hatte Trump mit einer mehrdeutigen Äußerung für Wirbel gesorgt, die viele als Aufruf interpretierten, Gewalt gegen Clinton anzuwenden. Dazu sagt er nun, er sei falsch verstanden worden. “Sie können eine kleine Geschichte nehmen, die gar keine Geschichte ist, und machen daraus eine große Sache”, beschuldigte er seine Kritiker.

Im Schnitt der jüngsten Umfragen führt Clinton vor Trump mit 46 zu 39 Prozent, berichtet die “New York Times” online.

Hillary Clinton kündigte unterdessen für den Fall ihres Wahlsieges ein umfassendes Investitionspaket an. “In den ersten hundert Tagen meiner Amtszeit werden wir die größte Investition in neue Arbeitsplätze seit dem Zweiten Weltkrieg erleben”, erklärte Clinton am Mittwoch während einer Rede in Des Moines (Iowa).

Sie versprach, Geld in Straßen, Brücken, Tunnel und Flughäfen zu investieren und neue Jobs für die Mittelklasse zu schaffen. “Ich habe die altmodische Vorstellung, dass die amerikanische Mittelklasse das ist, was die amerikanische Wirtschaft zum Laufen bringt”, sagte sie. Mit ihren Plänen könnten rund 10,4 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden, fügte sie hinzu.

Clinton war im Wahlkampf von ihrem parteiinternen Rivalen Bernie Sanders politisch nach links gedrängt worden und setzt sich seither für mehr Rechte der Arbeitnehmer ein. So verspricht sie einen Mindestlohn von 15 Dollar pro Stunde.

Von: APA/dpa

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