Trump mit seinen Beratern Pompeo und Pence

Trump erkundigt sich nach Möglichkeit für Angriff auf Iran

Dienstag, 17. November 2020 | 11:53 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat sich einem Medienbericht zufolge bei seinen wichtigsten Beratern nach Möglichkeiten für einen Angriff auf iranische Atomanlagen erkundigt. Bei einem Treffen im Oval Office am Donnerstag soll Trump unter anderem Vizepräsident Mike Pence sowie Außenminister Mike Pompeo gefragt haben, “ob er die Möglichkeit habe, in den kommenden Wochen gegen Irans wichtigsten Atom-Standort vorzugehen”, berichtete die “New York Times” am Montag.

Seine Berater, darunter auch Generalstabschef Mark Milley, rieten dem scheidenden Präsidenten dem Bericht zufolge von einem militärischen Angriff ab und warnten vor einer Eskalation des Konflikts in den letzten Wochen seiner Präsidentschaft. Trump soll die Frage gestellt haben, nachdem aus einem Bericht der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) in der vergangenen Woche hervorging, dass der Iran mehr leicht angereichertes Uran besitzt, als nach dem Internationalen Atomabkommen von 2015 erlaubt. Der “New York Times” zufolge wäre das wahrscheinlichste Ziel eines solchen Angriffs die Atomanlage Natanz, wo “zwölf Mal so viel Uran lagert als erlaubt”.

Die USA waren 2018 einseitig aus dem drei Jahre davor in Wien geschlossenen Abkommen ausgetreten und haben seither zahlreiche Sanktionen gegen den Iran verhängt, welche die Wirtschaft des Iran belasten. Im Gegenzug hat Teheran begonnen, immer mehr Bestimmungen des Abkommens zu missachten.

Die verbliebenen Vertragspartner, darunter Großbritannien, Frankreich und Deutschland, hoffen nach dem Wahlsieg des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden auf einen neuen diplomatischen Anlauf im Atomkonflikt mit dem Iran. Biden soll sein Amt am 20. Jänner antreten. Der scheidende Amtsinhaber Trump hatte jedoch angekündigt, die Maßnahmen gegen den Iran zu verstärken. Kritiker sehen darin einen Versuch, eine “Mauer aus Sanktionen” gegen das Land zu errichten, die Biden nur mit Mühe wieder einreißen könnte.

Trump hat seine Niederlage gegen Biden bisher nicht eingestanden und spricht ohne Belege von angeblichem Wahlbetrug. Er verweigert dem Team Bidens auch den Zugang zu Regierungsinformationen, darunter Geheimdienstbriefings, die als essenziell für einen reibungslosen Machtwechsel angesehen werden.

Von: APA/ag.

Kommentare

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17 Kommentare auf "Trump erkundigt sich nach Möglichkeit für Angriff auf Iran"


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Neumi
Neumi
Kinig
10 Tage 1 h

Somit verflüchtigt sich auch noch das letzte Argument der Trumpelanhänger. Das einzige, was es jetzt noch retten kann, ist die Zeit. Mal sehen, ob sein Nachfolger hier einen Krieg zu führen hat oder ob die knappe Zeit das noch verhindert.

Neuling
10 Tage 52 Min

Keine Sorge. Der Nachfolger wird noch Kriege genug führen. Dann kommst du zu deinem Handkuss.

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
9 Tage 22 h

Three
also redest du lieber über zukünftige rein hypotethische Geschehen (mehr als ein Bauchgefühl ist es nicht), um den künftigen Präsidenten von beginn an zu diskreditieren. soll das deine politische Weitsicht zeigen? Das gegenteil ist der Fall.
Über aktuelle Probleme sprechen kommt für dich wohl auch nicht in frage. warum auch, hat diese ja quasi alle der eigene Heilsbringer verbockt.
Aber umschiff nur weiter diese Themen, es bist du, dem kein Gehör geschenkt wird und daran bist du voll und ganz selbst verantworltich.
Ist nicht schön, wenn das Kartenhaus zusammenbricht.

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
9 Tage 16 h

@gthree
Unsinnige Annahme!

sophie
sophie
Superredner
10 Tage 2 h

Iaz tutsn noa gonz durch, hon olm schun gsog, der isch a Gfohr vi die Welt und die Menschheit

Storch24
Storch24
Kinig
10 Tage 3 h

Der Mann muss schnellstens weg. Wird nur noch gefährlich

Doolin
Doolin
Grünschnabel
10 Tage 3 h

…jetzt dreht der orange Trumpel komplett durch…
😆

Maurus
Maurus
Tratscher
10 Tage 3 h

Wäre ja sonst der erste Präsident der USA gewesen, der keinen Krieg begonnen hat.  

Neumi
Neumi
Kinig
9 Tage 23 h

@ Maurus. Nein, dieses Kriterium erfüllen schon einige Präsidenten (sogar Nixon).

Allerdings wäre er der zweite, der – abgesehen von seinen Aktivitäten in Syiren – keinen GEFÜHRT hätte. Jimmy Carter war der erste Präsident, der keinen geführt hat.

Neumi
Neumi
Kinig
9 Tage 23 h

… Zählt Afghanistan noch als Krieg? In dem Fall wäre er auch nicht der zweite Präsident, der keinen Krieg geführt hat.

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
10 Tage 2 h

Ja wie? was?
Das muss mir jetzt einer von den Usern erklären, die immer sagten er solle den Friedensnobelpreis erhalten.
Und hier fällt das letzte Argument …. aber dies ist ja schon nach dem Syrienkrieg gefallen, nur wollen es die Anhänger nicht so glauben.

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
10 Tage 3 h

Hoffentlich setzen sich die Berater des 🏀 durch.

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
10 Tage 1 h

🙊🙊🙊   ohne Worte!

Samanda
Samanda
Grünschnabel
10 Tage 15 Min

Einen würdevoller Abschied verstößt wohl gegen seine Prinzipien.
Bei seinem Abgang noch so viele wie möglich mit in sein Verderben zu reißen, ist wohl schon eher seine Art… Hoffentlich werden seine Spielchen bald beendet, bevor es noch weiter eskaliert.

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
10 Tage 11 Min

Die Widerwahl ist gescheitert jetzt versucht er noch einen Krieg anzuzünden,
Will er dadurch seinen Sessel Retten?

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
9 Tage 16 h

Der Mensch ist und bleibt gefährlich.

Oschpele
Oschpele
Grünschnabel
9 Tage 19 h

Dai Donald! Konnsch nit bringen!

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