Trump warb erneut für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexico

Trump gratulierte Pelosi und warb erneut für Grenzmauer

Freitag, 04. Januar 2019 | 07:10 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat seiner demokratischen Gegenspielerin Nancy Pelosi zur Übernahme des Vorsitzes im Abgeordnetenhaus gratuliert. Die Amtsübernahme sei “eine enorme, enorme Leistung”, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) vor Journalisten im Weißen Haus. “Hoffentlich werden wir zusammenarbeiten und viele Dinge wie Infrastruktur und so vieles mehr erledigen.”

Trump warb erneut für die von ihm gewünschte Mauer an der Grenze zu Mexiko, deren Finanzierung die Demokraten ablehnen. Er sagte am Donnerstag bei einem überraschenden Auftritt vor Journalisten im Presseraum des Weißen Hauses: “Wir brauchen Schutz in unserem Land.” Der Präsident fügte hinzu: “Die Menschen in unserem Land wollen es.” Der Präsident rückte allerdings ein weiteres Mal von dem Begriff Mauer ab, an dem sich die Ablehnung der Demokraten unter anderem festmacht. “Sie können es eine Barriere nennen, Sie können es nennen, wie sie wollen”, sagte Trump.

Der Präsident präsentierte bei dem Auftritt vor Journalisten mehrere US-Grenzschützer, die unisono für eine Mauer warben. Der Präsident des National Border Patrol Council, Brandon Judd, sagte: “Durch meine Arbeit an der Südwestgrenze kann ich Ihnen persönlich sagen, dass physische Barrieren, dass Mauern tatsächlich funktionieren.”

Pelosi war am Donnerstag mit einer Mehrheit von 220 der 430 abgegebenen Stimmen zur Vorsitzenden des Repräsentantenhauses gewählt worden. Die 78-Jährige sprach nach der Abstimmung von einem “historischen Moment” und sagte mit Blick auf die Kongresswahlen im November: “Vor zwei Monaten hat das amerikanische Volk gesprochen und eine neue Morgendämmerung gefordert.”

Den Republikanern bot Pelosi Zusammenarbeit an. “Wir werden uns darum bemühen, über den Gang in dieser Kammer und die Spaltungen in unserer Nation hinweg die Hand auszustrecken.” Sie bekannte sich dazu, “dass dieser Kongress transparent, überparteilich und vereinend sein wird”. In der Vergangenheit hatte Trump Pelosi heftig angegriffen.

Von: APA/dpa