US-Präsident reagierte auf TV-Interview

Trump lässt Affäre mit Stormy Daniels dementieren

Dienstag, 27. März 2018 | 05:06 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat nach Darstellung des Weißen Hauses keine Affäre mit der Pornodarstellerin “Stormy Daniels” gehabt. Trump habe dies “deutlich, klar und beständig bestritten”, sagte Trump-Sprecher Raj Shah am Montagnachmittag in Washington. “Stormy Daniels” hatte zuvor behauptet, mit Androhung von Gewalt zum Schweigen über die Affäre gebracht worden zu sein.

Shah trat der Darstellung entgegen, die Schauspielerin sei bedroht worden. “Es gibt nichts, was diesen Vorwurf stützt”, sagte Trumps Sprecher. “Daniels” – die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt – hatte im Sender CBS am Sonntagabend (Ortszeit) berichtet, sie habe 2006 ein einziges Mal Sex mit dem Immobilienmogul und TV-Star gehabt. Als dann 2011 ein Interview mit ihrer Schilderung der Affäre vor der Veröffentlichung gestanden habe, sei sie auf einem Parkplatz in Las Vegas von einem Mann bedroht worden.

Diese habe sie gewarnt: “Lass Trump in Ruhe, vergiss die Geschichte”, sagte Clifford. Dann habe er ihre kleine Tochter angesehen und gesagt: “‘Das ist ein hübsches kleines Mädchen. Es wäre schade, wenn ihrer Mama etwas zustoßen würde'”. Die Drohung habe ihr einen großen Schrecken eingejagt, erzählte Clifford. Deshalb habe sie sich auch nicht an die Polizei gewandt.

Nach ihrer Schilderung hatte sie den mehr als 30 Jahre älteren Trump im Juli 2006 während eines Promi-Golfturniers im kalifornischen Lake Tahoe kennengelernt. In seinem Hotelzimmer habe sie damals ungeschützten und einvernehmlichen Sex mit ihm gehabt.

Mit einem Magazin, dessen Titelseite Trump abgebildet haben soll, habe sie ihm den Hintern versohlt, erzählte Clifford. Er habe zu ihr gesagt: “Wow, du, du bist besonders. Du erinnerst mich an meine Tochter.” Sie habe Trump wenig attraktiv gefunden, sagte Stormy Daniels.

Damals war Trump bereits mit der heutigen First Lady Melania verheiratet, drei Monate zuvor hatte sie ihren gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht. Sie habe Trump nach seiner Frau gefragt, sagte die Pornodarstellerin. Er habe aber nur kurz geantwortet: “Mach Dir keine Gedanken, wir haben getrennte Zimmer.” Auch habe er sie damals nicht um Geheimhaltung gebeten.

Nach dem angeblichen kurzen Abenteuer blieb Clifford nach eigenen Angaben bis 2007 mit Trump in Kontakt. Er habe ihr gesagt, er wolle sie in seiner TV-Show “The Apprentice” unterbringen. Doch dazu kam es nie.

Vier Jahre später habe sie dann gegen Zahlung von 15.000 Dollar (12.149,68 Euro) dem Magazin “In Touch” ein Interview über ihre Beziehung zu Trump zugesagt, sagte Clifford. Kurze Zeit danach soll der Vorfall auf dem Parkplatz stattgefunden haben.

Das Magazin verzichtete damals auf Veröffentlichung des Interviews. Der Grund war laut CBS, dass Trumps Anwalt Michael Cohen mit einer Klage gedroht hatte. Anfang diesen Jahres veröffentlichte “In Touch” das Interview aber dann doch. Deshalb waren viele Details der angeblichen Affäre schon vor Cliffords jetzigem TV-Interview bekannt.

Elf Tage vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 hatte die Pornodarstellerin eine Schweigevereinbarung unterzeichnet. Cohen habe ihr dafür 130.000 Dollar gezahlt, sagte Daniels. Der Anwalt hatte die Zahlung kürzlich zugegeben, über den Grund dafür schwieg er sich aber aus.

Clifford will aus der Vereinbarung aussteigen und ist deswegen vor Gericht gezogen. Trumps Anwälte drohen ihr mit einer Schadenersatzklage von 20 Millionen Dollar wegen Bruchs der Vereinbarung.

Am Montag ließ Cohen der Schauspielerin eine Unterlassungsaufforderung zukommen. Daniels solle sich für ihre Andeutungen entschuldigen, Trump stecke hinter gegen sie erhobene Drohungen, heiße es in dem Schreiben des Anwalts von Cohen, wie der Sender Fox News am Montag berichtete. Zudem solle Daniels künftig “falsche und verleumderische Erklärungen” über Cohen unterlassen.

Von: APA/ag.

Kommentare

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19 Kommentare auf "Trump lässt Affäre mit Stormy Daniels dementieren"


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Hans_H
Hans_H
Tratscher
29 Tage 17 h

Die Dame braucht Geld, das ist ganz klar. Und das holt man sich bekanntlich bei finanziell gut gestellten Personen. Mittlerweile ein sehr probates Mittel in Amerika. Womit wiedermal bewiesen wurde, das Geld für Frauen das Wichtigste ist.

andr
andr
Tratscher
29 Tage 10 h

Lese doch mal bevor du urteilst

Hans_H
Hans_H
Tratscher
28 Tage 18 h

@andr
Und? Was steht da drin, was ich übersehen haben sollte? Wo sind stichfeste Beweise dafür oder dagegen? Was soll jetzt laut dir wahr sein? Fakt ist auch, dass es ein sogar sehr probates Mittel ist, einflußreiche Persönlichkeiten, mit der Absicht, Geld zu erpressen, ansonsten sie öffentlich zu brüskieren.
N.B. ist dir der Namen Kachelmann ein Begriff? Ja-Nein? So zerstört man die Reputation einer bekannten Persönlichkeit. Und das Krasseste daran ist, die Medien und sogar die Gerichtsbarkeit spielten ohne Skrupel mit. Klar zahlt man da lieber einen Haufen, bevor man öffentlich (zu Recht od. Unrecht spielt überhaupt keine Rolle) fertig gemacht wird.

lord schnee
lord schnee
Tratscher
28 Tage 15 h

hans😎ja genau, deshalb sind die 100 reichsten menschen der welt alles frauen😂😂😂

Targa
Targa
Grünschnabel
29 Tage 17 h

Wem interessiert ES? Diese Art von Frauen haben nur das Geld im Kopf, das sie sich mit wenig Arbeit verdienen können …..und sie werden berühmt;  wie damals Monika Lewinsky mit Clinton! Das war ja auch absolut lächerlich! So etwas hat wenig mit Liebe und Zuneigung  zu tun! Der Präsident von Amerika ist nicht der Papst!

denkbar
denkbar
Kinig
28 Tage 19 h

…und diese Männer sind einfach nur Sch…..

Hans_H
Hans_H
Tratscher
28 Tage 18 h

@denkbar  
 Besteht da etwa eine “kleine” Aversion Ihrerseits gegen diesen Herrn? Bei all diesen negativen Posts Ihrerseits gegenüber Trump, lässt einem fast der Verdacht aufkommen, es könnte so sein. 😉

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
29 Tage 18 h

Hätte sie die Verschwiegenheitsvereinbarung eingehalten, hätte sie auch keiner der Lüge bezichtigen können. Wer nichts sagt, lügt nicht.
Wenn man zur Presse will, sollte man kein Geld für’s Schweigen annehmen.

denkbar
denkbar
Kinig
28 Tage 19 h

Immer die Frauen!? Er macht das nach Berlusconi Art, einfach leugnen was nicht passt. Ist diesem Mann doch egal ob er die Wahrheit sagt oder lügt.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
27 Tage 18 h

@denkbar Worauf beziehst du dich mit deiner Frage? Ich habe derartiges nicht geschrieben. Hast du auf den falschen Post geantwortet?

Und es geht mir nicht darum, ob sie recht hat oder nicht. Fakt ist, dass sie nur zur Lügnerin (oder auch nicht) werden konnte, indem sie die Vereinbarung missachtete.

witschi
witschi
Universalgelehrter
29 Tage 16 h

de honni mir heit amol af internet in aktion ungschaug. do glabi schun, dass der trampi a freid damit kob hot

denkbar
denkbar
Kinig
28 Tage 19 h

Sie schauen sich so was an: Igitt igitt

Ralph
Ralph
Superredner
29 Tage 3 h

was ist so schlimm an sex?

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
28 Tage 17 h

Nix!
Wenn man verheiratet ist wär eben gut dass mit Sex mit seinem Partner  hat und nicht mir anderen Personen.

Aber heutzutage brauchts ja einen modernen, “flexiblen” Lebensstil…😜

efeu
efeu
Tratscher
29 Tage 9 h

ln Amerika ist es ein Skandal wenn a Politiker fremd geht .Bei uns schreit kein Hahn danach Unsere Politiker waren und sind auch nicht immer treu gewesen

Lana77
Lana77
Tratscher
29 Tage 4 h

Denk mol z.B. anen Rentnskandal. Bei ins do kennen sich Politiker olles leistn und bleibn decht af ihrn Sessl klebn, ohne a lei an Funkn fe an schlechtn Gwissn!

Guri
Guri
Tratscher
29 Tage 3 h

Recht hat der Trump Kop 😉😎

ivo815
ivo815
Kinig
28 Tage 16 h

Der Größte

Hans_H
Hans_H
Tratscher
28 Tage 18 h

Was soll bitteschön an einvernehmlichen Sex so anstössig sein? Und sollte diese Person “ihre” Geschichte nicht beweisen können, dann sollte er sie auf Rufmord und Diffamierung ordentlich verklagen und zwar so, dass sie, anstatt ordentlich Geld zu machen, blechen, blechen und nochmals blechen muß. Und die Medien, die so leichtfüßig, ohne ordentliche Recherchen, die Geschichte veröffentlicht, sollte, neben ordentlichen Schadenersatz, anschließend schließen müssen. Genauso, wie es Gawker Media gegen Hulk Hogan ergangen ist. Neben 140 Millionen Schadenersatz mußte die Klatschpresse Insolvenz anmelden und wurde geschlossen. Nur so überlegen sich die Verlage, ob sie leichtfertig Gerüchte in die Welt setzen.

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