Die beiden werden wohl keine Freunde mehr

Trump nennt mächtigen Parteikollegen “Hurensohn”

Montag, 12. April 2021 | 07:24 Uhr

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit Spendern und Spitzenpolitikern der Republikaner den mächtigen Anführer seiner Partei im Senat, Mitch McConnell, beleidigt. Wie US-Medien am Sonntag berichteten, sagte Trump am Samstag vor Vertretern der Parteispitze in seinem Luxusressort Mar-a-Lago in Florida, McConnell sei “dumm” und ein “eiskalter Verlierer”. Einem Teilnehmer zufolge nannte er McConnell sogar einen “Hurensohn”.

Demnach wich er beim Dinner vom Redetext ab und verwendete letzteren Ausdruck. McConnell hatte sich Trumps Zorn zugezogen, weil er eingeräumt hatte, dass der heutige US-Präsident Joe Biden der Wahlsieger und Trump damit abgewählt sei, während Trump nach wie vor ohne Belege von einer manipulierten Wahl spricht.

Den Berichten zufolge nahm Trump sich in seiner Rede mehr Zeit für persönliche Attacken gegen McConnell und andere Republikaner als gegen die Demokraten seines Nachfolgers Biden. Zwar rief er seine Partei zu Einigkeit nach der Niederlage bei der Präsidentschaftswahl und dem Verlust der Senatsmehrheit auf. Er behauptete aber weiterhin grundlos, die Wahl im November gewonnen zu haben.

McConnell – bis zum Jänner republikanischer Mehrheitsführer und dann Minderheitsführer im Senat – war lange Zeit ein wichtiger Verbündeter Trumps im Kongress. Nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Jänner durch von Trump aufgestachelte Anhänger distanzierte der mächtige Entscheidungsträger sich aber klar von Trump und machte den damaligen Noch-Präsidenten für die Gewalt mitverantwortlich.

Im Impeachment-Prozess gegen Trump im Senat wegen der Gewalt am und im Kapitol stimmte McConnell zwar für einen Freispruch für den Ex-Präsidenten. Anschließend sagte er aber, Trump sei ohne jeden Zweifel “praktisch und moralisch verantwortlich” für die Kapitols-Erstürmung.

Trump attackierte in seiner Rede auch McConnells Frau Elaine Chao, die in seiner Amtszeit Verkehrsministerin war, aber nach der Kapitol-Erstürmung zurückgetreten war. Trump sagte über McConnell: “Ich habe seine Frau eingestellt. Hat er sich jemals bedankt?” Dann machte er sich über Chaos Rücktritt lustig.

Trump sagte auch, er sei “enttäuscht” gewesen über den damaligen Vizepräsidenten Mike Pence, als dieser sich weigerte, die formelle Bestätigung von Bidens Wahlsieg im Senat zu blockieren.

McConnell war bei der Veranstaltung in Mar-a-Lago nicht anwesend. Laut der “Washington Post” hat er zu Beratern gesagt, er habe seit Monaten nicht mit Trump gesprochen und werde das auch nie wieder tun.

Von: APA/AFP/Reuters

Kommentare

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26 Kommentare auf "Trump nennt mächtigen Parteikollegen “Hurensohn”"


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Stolwerk
Stolwerk
Grünschnabel
26 Tage 3 h

Wenn er ihn als “son of a bitch” bezeichnet hat dann ist dieser Ausdruck bitte nicht mit der deutschen Übersetzung gleichzusetzen, da er im Englischen viel gängiger und lange nicht so beleidigend ist.
Wer hätte gedacht dass ich jemals einen Trump in Schutz nehmen würde… xD

Doolin
Doolin
Superredner
26 Tage 2 h

…son of a bitch heisst Sohn einer Hure…ist natürlich ganz was anderes als das deutsche Hurensohn…im angloamerikanischen Sprachraum begrüsst man sich so…
🤪

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Universalgelehrter
26 Tage 1 h

@Stolwerk..genau, er soll das sogar schon einmal zu seinem eigenen Sohn gesagt haben…..

PuggaNagga
25 Tage 23 h

@Doolin
Ja, man sag sogar „hi Motherfuc***“
Andere Länder andere Sitten

Gievkeks
Gievkeks
Tratscher
25 Tage 23 h

@Doolin:
Bitch heißt eher sowas wie Schlampe, so wie es umgangsprachlich bei den Amis verwendet wird.

Und Stolwerk hat Recht, der Ausdruck ist so gebräuchlich in allen möglichen Situationen es hat nicht annährend den Stellenwert vom deutschsprachigen “Hurensohn”

PuggaNagga
25 Tage 20 h

Junge Damen nennen sich sogar untereinander Bitch. Scherzhaft, ganz locker. Das hebt sogar die Laune.
Auch bei uns im prüden Südtirol.
Nicht alles was man sagt ist auch böse gemeint.

Teto
Teto
Grünschnabel
25 Tage 20 h

@Gievkeks
Bloß keinen Semantik-Unterricht geben, der anderen ihr Trump-Bashing vermiesst, da gibts heftig ‘Daumen nach Unten’. 😉

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Universalgelehrter
25 Tage 18 h

Nicht überliefert ist, was seine Melania dazu gesagt hat….

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Universalgelehrter
25 Tage 18 h

@PuggaNagga..ich war schon sehr oft in Nordamerika und so wurde ich noch nie “begrüßt”. Wohl auch besser so, denn sonst gäbe es ein 🔵👁

PuggaNagga
25 Tage 16 h

@Offline
Du bist auch eine andere Generation.
Junge Kumpels „schimpfen“ sich so. Einen Geschäftspartner oder sonstigen Freund begrüßt man natürlich nicht so!
Afroamerikaner nennen sich gegenseitig „Nigga“! Bei uns ein Wort das nicht benutzt werden darf.

Teto
Teto
Grünschnabel
25 Tage 16 h

@Pugga
Ist mit ‘bitch’ nicht auch eine läufige Hündin gemeint?

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Universalgelehrter
25 Tage 15 h

@PuggaNagga..👍magst du recht haben.

Zefix
Zefix
Grünschnabel
25 Tage 14 h

@offline die haben sich das sicher nur gedacht 😉

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Universalgelehrter
25 Tage 5 h

@Teto..wobei du die “Hündin” auch weglassen kannst.

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Universalgelehrter
24 Tage 23 h

Sorry, das mit dem “schon oft in Nordamerika” hätte ich nicht erwähnen sollen. Habe dadurch die ganzen Hungerleider und Neidhammel aus ihren Löchern gelockt.

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Universalgelehrter
24 Tage 23 h

@Zefix..dein Nick endet auf den eines/r sich auf ähnlich “hohem” intellektuellem Niveau befindlichen Users/in.

andr
andr
Universalgelehrter
26 Tage 6 h

Ich habe seine Frau eingestellt. Hat er sich jemals bedankt😅😅😅er verwechselt Verantwortung mit kuhhandel 😅meine Güte was hat der Mann im Hirn 🙈🙈

Paula
Paula
Tratscher
26 Tage 5 h

Der Herr hatte schon immer eine sehr gewählte Ausdrucksweise.

Storch24
Storch24
Kinig
26 Tage 3 h

Von der schockstarre erwacht. Aber leider nichts dazu gelernt.

Doolin
Doolin
Superredner
26 Tage 4 h

…Trumpel war immer schon ein sensibler Gentleman…
😆

Grantelbart
Grantelbart
Universalgelehrter
26 Tage 4 h

Das wird man doch wohl noch sagen dürfen?! Von einem H- Sohn zum anderen.

Zugspitze947
25 Tage 22 h

Trumpl ist der grösste LÜGNER der Us-Geschichte und absoluter Versager in der Wirtschafts und Gesundheitspolitik 🙁

DontbealooserbeaSchmuser
24 Tage 18 h

Darum also die besten Beschäftigungs- und Wirtschaftszahlen seit langem, wa? 🙈

Offline
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Universalgelehrter
26 Tage 4 h

Als VerkehrsministerIn hätte er !!! ja Jemanden mit Qualifikation einstellen ?? können. War wohl eher, wie fast immer und überall auf der Welt, das Parteibuch ausschlaggebend.

Peerion
Peerion
Tratscher
26 Tage 4 h

An Donald Trump kann man immer an den Beleidigungen des Gegenüber ablesen, was er gerade Illegales gemacht hat oder plant zu tun. Sogesehen ist er wie ein offenes Buch. Und den Republikanern scheint das zu gefallen.

nikname
nikname
Superredner
26 Tage 1 h

typische Umgangssprache des Trampel, ist nichts neues 🙈

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