Trump schreckt vor Falschinformation nicht zurück

Trump nimmt Wahlkampfauftritte wieder auf

Montag, 12. Oktober 2020 | 15:55 Uhr

US-Präsident Donald Trump nimmt nach seiner Covid-19-Erkrankung wieder seine Wahlkampfreisen auf. Den Auftakt macht Trump in Florida, einem potenziell entscheidenden US-Staat für die Präsidentenwahl am 3. November. Für die Tage darauf stehen Pennsylvania, Iowa und North Carolina auf dem Programm. Bei früheren Auftritten Trumps trugen viele seiner Anhänger keine Masken und hielten keinen Abstand. Unterdessen steigen in den USA aber die Coronavirus-Fallzahlen wieder an.

In den vergangenen Monaten hatte Trump einen steten Rhythmus von Wahlkampfreisen, bei denen er einen Auftritt am Flughafen meist mit dem Präsidentenflugzeug als Kulisse machte und wieder nach Washington zurückkehrte. Die Coronavirus-Infektion unterbrach die Serie.

Bereits am Samstag absolvierte Trump seinen ersten öffentlichen Auftritt seit der Erkrankung. Er sprach vom Balkon des Weißen Hauses vor mehreren hundert Anhängern. Der Auftritt war mit einer guten Viertelstunde eher kurz für Trumps Verhältnisse. Die Veranstaltung galt als Präsidentenansprache – Trump wiederholte aber wörtlich diverse Punkte aus seinen Wahlkampfauftritten.

Trumps Arzt Sean Conley teilte am Wochenende mit, der jüngste Coronavirus-Test habe nach “gegenwärtig anerkannten Standards” gezeigt, dass der Präsident “kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt”. Trump könne nun, rund zehn Tage nach dem Auftreten erster Symptome, gemäß den Kriterien der Gesundheitsbehörde CDC seine freiwillige Quarantäne beenden.

Die Tests im Verlauf seiner Erkrankung hätten eine stets abnehmende Viruskonzentration gezeigt, schrieb Conley weiter. Dass ein Corona-Test beim Präsidenten negativ ausgefallen sei, schrieb er jedoch nicht. Es schien daher wahrscheinlich, dass auch der jüngste Test wegen einer geringen Viruskonzentration immer noch positiv ausgefallen war.

Trumps Wahlkampfteam geriet unterdessen in einen Streit mit dem führenden amerikanischen Coronavirus-Experten Anthony Fauci. In einen Werbespot wurde ein Interview-Zitat Faucis reingeschnitten, das den Eindruck erweckt, er würde sagen, dass im Kampf gegen das Virus niemand mehr hätte machen können als Trump. Fauci kritisierte, die Äußerungen aus einem im März veröffentlichten Interview mit dem Sender Fox News seien aus dem Zusammenhang gerissen worden.

“Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mehr tun könnte”, sagt Fauci in dem Video. Diese Worte seien allerdings auf die Arbeit der gesamten Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses bezogen gewesen, betonte er am Sonntag. Die Verwendung seines Namens und seiner Worte sei ohne seine Erlaubnis erfolgt. “In meinen fast fünf Jahrzehnten im öffentlichen Dienst habe ich nie öffentlich einen politischen Kandidaten unterstützt”, sagte Fauci dem Sender CNN.

In den USA mit rund 330 Millionen Einwohnern gibt es mehr als 7,7 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Bisher starben mehr als 214.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

12 Kommentare auf "Trump nimmt Wahlkampfauftritte wieder auf"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
sunshine
sunshine
Tratscher
12 Tage 9 h

Wovor haben die alle Angst dass sie Trump so schlecht machen wollen? Niemand wird bei uns öffentlich so durch den Kakao gezogen wie er. Die Amis mögen zwar anders ticken als wir aber dumm sind sie nicht.

sophie
sophie
Superredner
12 Tage 7 h

Niemand zieht ihn dirch den Cacao, ABER WIE MAN IN DEN WALD HINEIN SCHREIT SO HALLT ES EBEN ZURÜCK

nikname
nikname
Superredner
12 Tage 3 h

wenn einer, in seiner Position, so viel bullshit verkündet, dann kann man sich nichts anderes erwarten. Habe kein Mitleid für so einen Trampel, der sich zudem noch als DER ober Hero hält🤦🤦🤦

blumenwiese
blumenwiese
Grünschnabel
11 Tage 21 h

sunshine – das stimmt genau !
Die Amis lieben Tramp und hier
wird hier komischerweise das Gegenteil berichtet .
Fauci hat niemals Interesse daran die Plandemie zu beenden !

Neumi
Neumi
Kinig
11 Tage 20 h

Die große Sorge ist, dass er so weitermacht wie bisher und in 4 Jahren nichts dazugelernt hat. Jeder seiner Auftritte bestärkt diese Meinung.
Aber was meinst du mit “durch den Kakao ziehen?”. Man muss doch einfach nur ein Video von ihm posten, das ist besser als jede Parodie je sein kann.

Sag mal
Sag mal
Kinig
11 Tage 20 h

suns….👌👍

Sag mal
Sag mal
Kinig
11 Tage 20 h

@sophie stimmt nicht .Abgedroschener Spruch mehr nicht .

sunshine
sunshine
Tratscher
11 Tage 18 h

Dann solltet ihr euch in den amerikanischen Medien informieren und seinen Originallaut anhören, nicht das, was euch unsere Medien vor die Nase setzen. Wacht endlich auf!

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Superredner
11 Tage 16 h

@Sunshine
Denke, dass auch andere Forenmitglieder sich über englischsprachige, niederländische… Medien informieren.
Es kommt drauf an, ob Washington Post, Times oder Fox News.
Hier Infos über Ex-Chef Roger Ailes “Er wurde zu einem der einflussreichsten Männer der amerikanischen Politiklandschaft. Ailes hat die “negative Werbung” im politischen Wahlkampf in seinen Medienkampagnen auf die Spitze getrieben.”
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/sex-trump-und-fox-news–aufstieg-und-fall-des-roger-ailes-100.html

Neumi
Neumi
Kinig
11 Tage 14 h

@sunshine Wer behauptet denn, dass “wir” nur deutsche Medien lesen/schauen? Ich für meinen Teil halte mich vor allem an englischsprachige.

Mit dem “Aufwachen” solltest du aufpassen. Diejenigen, die sich selbst als diejenigen mit offenen Augen betrachten und die anderen alles als blind oder ähnliches betrachten, liegen in fast allen Fällen gefährlich weit daneben.

sunshine
sunshine
Tratscher
11 Tage 11 h

Neumi mir geht es darum, dass Trump in unseren Medien so dermaßen schlecht gemacht wird und wie bei Allem, was medial in den Boden gestampft wird, ist ein Funke Wahrheit dabei. Also Augen und Ohren offen halten und sich selbst ein Bild machen. Danach kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Alles andere sind nur Mitläufer die lediglich das nachquasseln, was die Medien vorgeben.

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
12 Tage 11 h

Das “Weise Haus” zum Risikogebiet erklären und damit die Ausreise des 🏀 verhindern, indem die GouverneureInnen ihm die Einreise verweigern

wpDiscuz