Erster öffentlicher Auftritt seit Ausscheiden aus dem Amt

Trump schließt Gründung von eigener Partei aus

Montag, 01. März 2021 | 06:19 Uhr

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seinem Ausscheiden aus dem Amt hat der frühere US-Präsident Donald Trump die Neugründung einer eigenen Partei ausgeschlossen. “Ich werde keine neue Partei gründen”, sagte Trump am Sonntag in Orlando bei der Konferenz CPAC auf, einer Veranstaltung konservativer Aktivisten. “Wir haben die republikanische Partei.” Sie werde vereint und stärker als je zuvor sein. “Ich werde weiterhin direkt an eurer Seite kämpfen.”

Frühere Berichte über eine mögliche Gründung einer eigenen Partei seien “Fake News” gewesen. Trump schloss zugleich ein neuerliches Antreten bei der kommenden Präsidentenwahl nicht aus. Vielmehr wiederholte er die tatsachenwidrige Behauptung, dass er die Wahl 2020 gewonnen habe. “Eigentlich haben sie gerade das Weiße Haus verloren, wie ihr wisst”, sagte Trump mit Blick auf die Demokraten. “Ich könnte sogar beschließen, sie ein drittes Mal zu schlagen.” Das Publikum quittierte diese Aussage mit tosendem Applaus.

Trump übte scharfe Kritik an der Politik seines Nachfolgers Joe Biden, was für einen frisch aus dem Amt ausgeschiedenen US-Präsidenten ungewöhnlich ist. Trump bescheinigte Biden “den katastrophalsten ersten Monat eines Präsidenten in der modernen Geschichte”. Er warf ihm erneut vor, die USA zu “einem sozialistischen Land” machen zu wollen.

Trumps Auftritt wurde von den Teilnehmern der jährlichen Konferenz mit frenetischem Beifall quittiert. Das Publikum skandierte “USA, USA, USA”, “Wir lieben Dich” und “Du hast gewonnen”.

Trump war massiv in die Kritik geraten, als seine Anhänger am 6. Jänner nach einer Kundgebung des Präsidenten das Kapitol in Washington stürmten, wo der Kongress zu dem Zeitpunkt Bidens Sieg offiziell besiegeln wollte. Trump musste sich danach zum zweiten Mal einem Amtsenthebungsverfahren im Kongress stellen, wo er wegen “Anstiftung zum Aufruhr” angeklagt wurde. Zwar stimmte eine Mehrheit von 57 Senatoren vor gut zwei Wochen gegen den Republikaner. Die für eine Verurteilung im Senat nötige Zweidrittelmehrheit von 67 Stimmen wurde aber verfehlt.

In den USA sind zwei Amtszeiten desselben Präsidenten zulässig, egal ob diese aufeinander folgen oder nicht. Bei einer informellen Umfrage unter CPAC-Teilnehmern sprachen sich 95 Prozent dafür aus, Trumps Politik fortzusetzen. 70 Prozent wünschten sich, dass Trump 2024 erneut antritt.

Vor Trumps Auftritt hatte der republikanische Kongressabgeordnete Jim Jordan bei der Konferenz gesagt, dass er Trump an der Spitze der Republikaner sehe. “Präsident Trump ist der Anführer der konservativen Bewegung. Er ist der Anführer der America-First-Bewegung. Er ist der Anführer der republikanischen Partei”, sagte er.

Nachdem CPAC-Teilnehmer “USA, USA, USA”-Rufe skandierten, fügte Jordan hinzu: “Und ich hoffe, dass er am 20. Jänner 2025 wieder der Anführer unseres großartigen Landes ist.” Trump sollte danach auf der CPAC (Conservative Political Action Conference) sprechen. Es ist sein erster öffentlicher Auftritt seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus.

Von: APA/dpa

Kommentare

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14 Kommentare auf "Trump schließt Gründung von eigener Partei aus"


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Knut
Knut
Tratscher
1 Monat 12 Tage

Wahnsinn, was dieser Mann aus dieser einst stolzen Partei gemacht hat. Die amerikanische Politik als auch die gesamte Demokratie dermaßen lächerlich zu machen und das in nur 4 Jahren. Bleibt nzr zu hoffen, dass er sich mit seinen öffentlichen Auftritten zurückhält!

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 12 Tage

Genau, die USA waren vorher die beste Demokratie der Welt und nur Trump hat sie zerstört 😆

NanuNana
NanuNana
Tratscher
1 Monat 12 Tage

Gott bewahr uns…

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Alle hacken auf Trump herum….ich würde mal abwarten was Biden zustande bringt….

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 11 Tage

Falls BIden sich als ebensolcher Dödel rausstellt, wird noch früh genug auf ihm herumgehackt.
Als Kriegstreiber wird er ja bereits bezeichnet, mal schauen, was noch folgt.

andr
andr
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Die Frage ist 😏hätte er die geistigen Voraussetzungen für eine neue Partei 😅😅

Hupsstupspups
Hupsstupspups
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Ohne Donald Trump hätte es den dritten Weltkrieg längst schon gegeben!! Jetzt mit Biden werden wieder neue Kriege angefacht!!! Die meisten Leute glauben einfach alles was in den Medien gebracht wird!!!

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 11 Tage

ALso bisher hat sich das nicht bewahrheitet. Er hatte aber auch keine Zeit zu mKrieg führen, er muss sich immer noch bei allen entschuldigen, denen Trump mit der totalen Vernichtung gedroht hat.

Faktenchecker
1 Monat 11 Tage

Dein altern ativen Medien sind natürlich im Rechts…. 😅😅😅😅😅😅😅😅

InFlames
InFlames
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Hurra, der Zirkus ist wieder in der Stadt!!!!

inni
inni
Superredner
1 Monat 11 Tage

🥚🥚 hat er, das muss man ihm lassen 😜

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Trump hat einen neuen Friseur

Faktenchecker
1 Monat 11 Tage

Trump ist grundehrlich zu seinen Sektenmitgliedern…

“Donald Trump schien es mit der Impfung nicht eilig zu haben,
viele seiner Anhänger folglich auch nicht. Da kommt die Nachricht
überraschend, dass sich der Alt-Präsident in den letzten Tagen seiner
Amtszeit wohl doch noch eine Impfspritze setzen ließ. ”

https://www.n-tv.de/politik/Trump-liess-sich-diskret-impfen-article22395319.html

Faktenchecker
1 Monat 11 Tage

“Trump faselt über “Zerstörung des Frauensports”

Dabei echauffiert sich der Populist ausufernd über Transgender-Rechte
und die angebliche “Zerstörung des Frauensports” durch die Demokraten.”

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Trump-faselt-ueber-Zerstoerung-des-Frauensports-article22393719.html

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