Kushner erhält Unterstützung von Trump

Trump-Schwiegersohn Kushner vor Geheimdienstausschuss

Dienstag, 30. Mai 2017 | 21:17 Uhr

Der in der Russland-Affäre unter Druck geratene Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sagt ab Dienstag vor den Geheimdienstausschüssen des Kongresses aus. Die Ausschüsse von Repräsentantenhaus und Senat gehen derzeit dem Verdacht illegaler Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und der russischen Regierung nach.

Zuletzt geriet auch Kushner selbst in den Fokus – einem Medienbericht zufolge soll sich der 36-jährige Ehemann von Trumps Tochter Ivanka in der Phase zwischen Trumps Wahl und seinem Amtsantritt um die Einrichtung eines geheimen Gesprächskanals mit dem Kreml bemüht haben. Kushners Anwältin kündigte an, ihr Mandant werde dem US-Kongress über sein Wissen Auskunft geben.

Indes hat der US-Kongress einem Medienbericht zufolge die Untersuchung der Russland-Affäre rund um Präsident Donald Trump auf dessen persönlichen Anwalt Michael Cohen ausgeweitet. Der Jurist habe bestätigt, dass er aufgefordert worden sei, vor den Ermittlern des Repräsentantenhauses und des Senats auszusagen und Informationen zur Verfügung zu stellen, meldete ABC News am Dienstag.

ABC berief sich auf eine Erklärung Cohens. Dieser habe sich jedoch geweigert, dort zu erscheinen. Zur Begründung habe er angegeben, dass die Anfrage schlecht formuliert und viel zu breit angelegt gewesen sei, als dass sie habe beantwortet werden können. Mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob Russland im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 zugunsten Trumps mitgemischt hat und ob es Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland gab. Trump und seine Berater haben solche Absprachen wiederholt dementiert, ebenso die russische Regierung.

Auch das FBI befasst sich mit der Angelegenheit. Der Chef der Bundespolizei, James Comey, war kürzlich gefeuert worden. Kritiker warfen Trump daraufhin eine versuchte Einflussnahme auf die Russland-Ermittlungen vor. Die Zeitung “USA Today” berichtete, auf der Suche nach einem Nachfolger werde Trump voraussichtlich den früheren Chef der Verkehrssicherheitsbehörde, John Pistole, interviewen. Dieser war zwischen 2004 und 2010 stellvertretender FBI-Direktor.

Von: APA/ag

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