Besonders schutzbedürftige Flüchtlinge werden berücksichtigt

Trump senkt Aufnahme von Flüchtlingen in USA auf Rekordtief

Freitag, 02. Oktober 2020 | 08:54 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat die Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen auf ein Rekordtief gesenkt. Wie das Außenministerium mitteilte, sollen im am Donnerstag begonnenen Haushaltsjahr 2021 nur noch 15.000 Flüchtlinge über ein spezielles Aufnahmeprogramm in die USA kommen dürfen. Unter Ex-Präsident Barack Obama waren noch mehr als 100.000 Menschen aufgenommen worden. Unterdessen distanzierte sich Trump aufgrund des steigenden Drucks von rechtsextremen Gruppen.

Das Aufnahmeprogramm berücksichtigt besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, die von der UNO für eine Umsiedlung ausgewählt werden. Trump hat die Obergrenze seit seinem Amtsantritt 2016 kontinuierlich gesenkt, zuletzt lag sie bei 18.000. Trump setzt schon seit dem Wahlkampf 2016 auf eine drastische Verringerung der Einwandererzahlen. Sein Herausforderer Joe Biden von den oppositionellen Demokraten hat hingegen versprochen, im Falle seines Wahlsiegs die Obergrenze für das Flüchtlingsprogramm wieder auf 125.000 zu erhöhen.

Eine Trump-Anweisung, wonach keine Arbeitsvisa für Ausländer mit besonderen beruflichen Qualifikationen mehr ausgestellt werden sollen, wurde indes per Gerichtsbeschluss vorläufig außer Kraft gesetzt. Ein US-Bundesrichter in San Francisco erließ eine einstweilige Verfügung gegen die Direktive. Trump habe damit seine Vollmachten überschritten, zitierte das “Wall Street Journal” aus dem Beschluss. Die Anweisung stammt vom Juni und gilt bis Jahresende. Das Weiße Haus begründete sie mit der hohen Arbeitslosigkeit in den USA infolge der Corona-Krise.

Die Direktive bezieht sich auf verschiedene Arten von Arbeitsvisa, darunter das sogenannte H-1B-Visum, von dem vor allem der High-Tech-Sektor profitiert. Die Technologie- und Internetfirmen im kalifornischen Innovationsmekka Silicon Valley setzen in hohem Maß auf ausländische Arbeitskräfte. Das H-1B-Visum wird jährlich normalerweise an etwa 85.000 Menschen vergeben.

Unterdessen sprach sich Trump angesichts des zunehmenden Drucks nun doch noch gegen rechtsextreme Gruppierungen aus. “Ich habe es viele Male gesagt und lassen Sie mich es noch einmal klarstellen: Ich verurteile den KKK (Ku-Klux-Klan), ich verurteile alle White Supremacists”, sagte Trump im Sender Fox News. Der englische Begriff “White Supremacy” beschreibt die Ideologie der Vorherrschaft von Weißen.

Sein Konkurrent bei den US-Wahlen, der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden, liegt einer Umfrage von Reuters/Ipsos zufolge nach dem ersten TV-Duell weiter neun Prozentpunkte vor dem Amtsinhaber. Landesweit hätten sich 50 Prozent für Biden ausgesprochen, 41 Prozent für Trump, geht aus der Erhebung hervor. Rund fünf Prozent der befragten Wähler sind demnach noch unentschlossen, welchem der beiden Kandidaten sie ihre Stimme gegeben wollten. Vier Prozent wollten für einen Kandidaten einer dritten Partei stimmen.

Bei der Wahl am 3. November ist die absolute Führung bei den Wählerstimmen allerdings nicht unbedingt ausschlaggebend für den Sieg. 2016 unterlag die Demokratin Hillary Clinton Trump, obwohl sie zwei Prozentpunkte vor dem Republikaner lag. Grund ist das Wahlsystem in den USA.

Von: APA/ag.

Kommentare

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14 Kommentare auf "Trump senkt Aufnahme von Flüchtlingen in USA auf Rekordtief"


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Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
19 Tage 7 h
Da kann er wahrlich stolz drauf sein. “Jesus war Flüchtling In der Bibel gibt es viele Beispiele von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen (Hungersnot – 1.Mose 12,10/Rut 1,1; Krieg – Jeremia 39; Verfolgung – Matthäus 2,13) in ein fremdes Land ziehen müssen. Dass Jesus selbst auf der Flucht war, deutet schon darauf hin, wie sehr sich Gott mit Flüchtlingen identifiziert. In Matthäus 25,31-46 macht Jesus unser Verhalten gegenüber Flüchtlingen sogar zu einem Kriterium für das ewige Leben – „Kommt her, ihr seid von meinem Vater gesegnet! Nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch vorbereitet… Weiterlesen »
ma che
ma che
Superredner
19 Tage 3 h

So einige Nachfolger Jesus hielten sich für nen Halbgott (Papst) und haben zig Menschenleben auf dem Gewissen (Kreuzzüge, Hexenverbrennung usw) …

Kingu
Kingu
Grünschnabel
19 Tage 2 h
Ist Sache der Interpretation, in dem Buche Johannes sagte auch Jesus diejenigen, die das Buch Abrahams lesen, aber in verschmähen, weil er am Sabbat heilte und diejenigen, die nicht an ihn glauben, obwohl sie die Wahrheit kennen, also jede “Religion”, die auf dem Alten Testament passiert, hören nicht auf seinen Vater, sondern auf dem Vater der Lüge. Wer wirklich fundamentalistisch christlich ist und sich nicht die Religion so biegt, wie er sie braucht, weiß das Jesus niemals jemand geholfen, der nicht irgendwie fähig war, an ihn zu glauben oder danach an in glaubte. Wie sagte Jesus: “Die an mich nicht… Weiterlesen »
Jiminy
Jiminy
Universalgelehrter
19 Tage 2 h

@ma che
STOP!! Die waren keine Nachfolger von Jesus!! Die waren Machtgierige und Geldgierige zweibeinige Wesen die mit Jesus nichts zu tun haben!! So wie heute viele Islamisten mit dem Grundgedanke Mohammeds nichts zu tun haben!

Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
18 Tage 21 h

“Als Nachfolge Jesu oder Nachahmung (lat. imitatio) Christi oder einfach als Nachfolge bezeichnen Christen eine Lebensweise, die sich von Jesus Christus leiten lassen will und im Glauben an seine Lehre und sein Vorbild ihm ganz zu folgen versucht.”

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Superredner
18 Tage 21 h

Do leeven Jott.
Nu kütt noch der Sandalenträger ins Spiel.

Sag mal
Sag mal
Kinig
19 Tage 5 h

recht hatt Er.👍

Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
19 Tage 5 h
Sag mal
Sag mal
Kinig
19 Tage 4 h

Facktenckecker wenn es Gerechtigkeit gäbe wäre Die stärkste Partei hier längst schon abgewählt🤬

Paula
Paula
Tratscher
19 Tage 5 h

Wenn alle Länder so denken würden…..

Jiminy
Jiminy
Universalgelehrter
19 Tage 2 h

jemand sollte mal diesem “Herrn” erklären, dass die USA zu 99,9% aus Flüchtlinge besteht (Kriegsflüchtlinge und jede Menge Wirtschaftflüchtlinge). Und diese haben die eigentliche Ureinwohner Nordamerikas auf brutaler Weise ausgerottet oder in Reservate eingesperrt!!!

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
19 Tage 1 h

@Jiminy..👍 und dabei auch noch die einzige “echte Kultur” zerstört.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Superredner
18 Tage 19 h

@Jimini
Der Knaller: Donalds Großvater war bayerischer Wirtschaftsflüchtling, der nach Rückkehr des Landes verwiesen wurde.
Wahrscheinlich Donalds Trauma, das er nun an Anderen abarbeitet.

Namulith
Namulith
Grünschnabel
18 Tage 23 h

He, ist ja nur logisch. Nachdem die USA schon jahrelang fleißig Flüchtlingsströme auslösen ist es nur verständlich, dass sie diese dann nicht in ihrem eigenen Land haben wollen.
/Sarkasmus Ende

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