Der Präsident sieht Verbesserungsbedarf bei der CIA

Trump sieht CIA-Technik unzureichend gegen Lecks geschützt

Donnerstag, 09. März 2017 | 20:46 Uhr

Die Wikileaks-Enthüllungen über die Spähmethoden der CIA zeigen US-Präsident Donald Trump zufolge, dass die Technologie des Geheimdienstes nicht hinreichend gegen Informationslecks geschützt ist. Diese Systeme seien laut Trump “überholt” und müssten erneuert werden, damit solche Informationen nicht mehr durchsickern könnten, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, in Washington.

Zuvor hatte Wikileaks-Gründer Julian Assange der CIA eine “zerstörerische Inkompetenz” vorgeworfen. Zu den jüngsten Enthüllungen der Plattform, wonach der Geheimdienst per Hackerangriffen auf Smartphones, Fernseher und andere Geräte spioniert, sprach Assange in London von einem beispiellosen Fall: “Das ist ein historischer Akt von zerstörerischer Inkompetenz, so ein Arsenal geschaffen zu haben und dann alles an einem Ort gespeichert zu haben”.

Die CIA erhob ihrerseits den Vorwurf, dass die Veröffentlichung ihres Cyberspionage-Arsenals das Leben von US-Bürgern in Gefahr bringe. Derartige Enthüllungen “bringen nicht nur US-Personal und Einsätze in Gefahr, sondern statten unsere Gegner auch mit Werkzeugen und Informationen aus, um uns zu schaden”, sagte CIA-Sprecherin Heather Horniak.

Wikileaks hatte am Dienstag 8761 Dokumente veröffentlicht, die aus dem CIA-Zentrum für Cyberaufklärung in Langley bei Washington stammen und über die Computer- und Internetspionage des US-Geheimdiensts Auskunft geben sollen. Aus den Dokumenten geht laut Wikileaks hervor, dass die US-Regierungshacker unter anderem iPhones von Apple, Android-Geräte von Google, Software von Microsoft und sogar Samsung-Fernseher zum Abhören nutzen.

Von: APA/ag.