US-Präsident Trump stellte seine Sicherheitsbeamten bloß

Trump stellt russische Einmischung in US-Wahl erneut infrage

Freitag, 03. August 2018 | 16:01 Uhr

Die US-Sicherheitsbehörden werfen Russland vor, auch im diesjährigen US-Wahlkampf eine massive Kampagne der verdeckten Einflussnahme zu führen – doch Präsident Donald Trump hat dies erneut in Zweifel gezogen. Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Donnerstagabend (Ortszeit) im Bundesstaat Pennsylania beklagte er, dass seine Amtsführung durch den “Schwindel” über Russland “behindert” werde.

“Es ist ein Schwindel, okay?” sagte Trump. Dabei bezog er sich offenbar vor allem auf den von einem US-Sonderermittler untersuchten Verdacht, sein Wahlkampfteam könnte im Präsidentschaftswahlkampf 2016 illegale Absprachen mit Moskau über die damaligen mutmaßlichen russischen Cyberinterventionen getroffen haben. Der Präsident fügte hinzu: “Ich sag’ euch was, Russland ist sehr unglücklich, dass Trump gewonnen hat.”

Unklar blieb, ob der US-Präsident auch darüber hinaus generell anzweifeln wollte, dass Russland hinter Hackerangriffen und Desinformationskampagnen in den USA steckt. In der Vergangenheit hatte er entgegen der Erkenntnisse der US-Geheimdienste wiederholt in Zweifel gezogen, dass Moskau für die Cyberangriffe auf das Umfeld seiner Wahlkampfrivalin Hillary Clinton 2016 verantwortlich war.

Mit keinem Wort ging Trump in seiner Rede auf die dramatischen Warnungen seiner Sicherheitsdienste vor einer verdeckten russischen Internetkampagne auch in der derzeitigen Kampagne für die US-Kongresswahlen im November ein. Moskau betreibe eine “umfassende” Internetkampagne, um die USA “zu schwächen und zu spalten”, hatte der Nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats nur wenige Stunden vor Trumps Auftritt in Pennsylvania gesagt.

Der Direktor der Bundespolizei FBI, Christopher Wray, sprach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Spitzenvertretern der Sicherheitsbehörden von einem “Informationskrieg”. Die Bedrohung sei nicht auf Wahlkampfzeiten beschränkt: “Unsere Feinde versuchen ständig, unser Land zu destabilisieren – egal ob Wahlkampf ist oder nicht.” Allerdings traten Wray wie Coats den Vorwürfen entgegen, Trump nehme die Angelegenheit nicht ernst genug.

Diese Vorwürfe hatten sich nach Trumps Gipfeltreffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin Mitte Juli in Helsinki massiv verstärkt. Trump schlug nach seiner Rückkehr heftige Kritik entgegen, weil er es unterlassen hatte, die mutmaßlichen russischen Wahlinterventionen 2016 in seiner gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin zu verurteilen. Stattdessen nannte er dessen Unschuldsbeteuerungen “extrem stark und kraftvoll”.

Die mutmaßlichen russischen Einmischungen in den Wahlkampf 2016 und mögliche diesbezügliche Absprachen zwischen dem Trump-Team und Moskau werden seit mehr als einem Jahr von Sonderermittler Robert Mueller untersucht. Sie haben bisher zu Anklageerhebungen unter anderem gegen vier frühere Trump-Mitarbeiter und 25 russische Staatsbürger geführt. Trump bezeichnet die Ermittlungen regelmäßig als “Hexenjagd” und “Schwindel”.

Die Regierung in Moskau wies ihrerseits jegliche Vorwürfe der Intervention in die US-Politik erneut scharf zurück. Diese “Hysterie” um russische Einmischungen, die es nie gegeben habe, “schadet nicht nur den bilateralen Beziehungen, sondern macht auch das gesamte politische System der USA lächerlich”, sagte am Freitag die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa.

Das Onlinenetzwerk Facebook hatte am Dienstag mitgeteilt, wegen eines koordinierten Versuchs zur verdeckten Wahlbeeinflussung im Vorfeld der Kongresswahlen 32 Nutzerkonten geschlossen zu haben. Demnach gibt es Hinweise auf Verbindungen zu im vorigen Jahr geschlossenen Konten der Internet Research Agency (IRA), die als Desinformationsagentur der russischen Regierung gilt.

Die britische Zeitung “Guardian” berichtete zudem über eine mutmaßliche russische Spionin, die mehr als ein Jahrzehnt lang in der Moskauer US-Botschaft gearbeitet haben soll. Sie sei vergangenes Jahr heimlich entlassen worden. Bei einer Routine-Untersuchung wurde demnach festgestellt, dass die Frau regelmäßig nicht genehmigte Treffen mit dem russischen Geheimdienst FSB abhielt. Der US-Sicherheitsdienst Secret Service habe versucht, den Vorfall zu vertuschen.

Von: APA/ag.

Kommentare

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16 Kommentare auf "Trump stellt russische Einmischung in US-Wahl erneut infrage"


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nightrider
nightrider
Tratscher
12 Tage 22 h

Nur Trump hat die alleinige Wahrheit gepachtet da sein amigo Putin ihm das große Indianerehrenwort gegeben dass die Russen nichts damit zu tun haben und das muss ja dann stimmen.

nightrider
nightrider
Tratscher
12 Tage 19 h

Gibt es hier so viele Trump Lemminge oder schraubt jemand am negativ Zähler. Würde mich beides nicht wundern.

Rechner
Rechner
Tratscher
12 Tage 11 h

@nightrider
nein die Minus sind echt. Sie stehen hier im Forum auf Psychopaten!

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
12 Tage 19 h

Sicher und er (Trump) ist das Ergebnis dieses Schwindels!

andr
andr
Superredner
12 Tage 16 h

Russland hat genau gewusst das es sich bei Tramp um den größten t…. handelt den man leicht in den Sack stecken kann👌👌

Loewe
Loewe
Superredner
12 Tage 18 h

Etwas unglaubliches!!

Trump hat immer den letzten Trumpf in der Hand!!

Der Trump ist den leuten einfach zu “clever”! 😂😂😂😂😂

andr
andr
Superredner
12 Tage 16 h

Der ist gut 😂😂😂😭😀😁😂

Firewall
Firewall
Tratscher
12 Tage 21 h

Ein schlechter Schwindel noch dazu! warum gibt es die CIA, NSA und die X Verschiedenen Geheimdienste mit Ihren so gesagten Net Pro, die nicht in der Lage sind Hacker von Geheimen Daten Fern zu halten?? entweder Amerika hat bis Dato nur Fakes über Ihren Super Sicherhets Dienst verbreitet o. die Russen sind wirklich besser in Sachen IT..

Rechner
Rechner
Tratscher
12 Tage 11 h

@Firewall
das müsstet gerade du bei deinem Namen wissen. Wenn ein Angriff startet werden pro Stunde 400 neue Fb Profile geöffnet mit dem Ziel eine Person zu diskreditieren.
Dann gibt es noch zehntausende solche Idioten wie hier im Forum die alles glauben ohne es zu prüfen und es x-fach Teilen Obwohl es Fake ist.
Und bis die Accounts gelöscht sind ist der Mist schon im Umlauf.

Mastermind
Mastermind
Superredner
12 Tage 14 h

Die in der ganzen Welt – Politiker schmieren, Politiker ermorden lassen, Kriege ohne Gründe wie Vietnam losbrechen … sollte doch bitte still sein. Die CIA hat nur einen Existenzgrund, Wahlbetrug und Destabilisierung in anderen Ländern. Die Finger auf die Russen zu zeigen ist leicht.

nightrider
nightrider
Tratscher
12 Tage 11 h

Sicher ist die CIA kein Ministrantenverein aber die anderen Geheimdienste auch nicht.

vitus
vitus
Tratscher
12 Tage 20 h

… wer‘s glaubt!

honakoanonung
honakoanonung
Tratscher
12 Tage 12 h

ich werde wohl einer der wenigen sein die jemals bei einer Wahlparty dabei waren oder mit einer amerikanischen Senatorin gesprochen haben: Trump du Ignorant: Ungebildet, hochnäsig und Lump. Note: 4. Setzen.

hoglsturm
hoglsturm
Grünschnabel
12 Tage 4 h

für dich a an viera .setzen😅

nobody
nobody
Superredner
12 Tage 12 h

Crazy…🙈

denkbar
denkbar
Kinig
12 Tage 5 h

Hält er die Menschen wirklich für so ignorant! Jedes Kind weiß wie die Russen an Mailanschriften von us-Wählern gekommen sind und diese Leute mit Verleumdungen manipuliert haben.

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