Donald Trump will wieder Präsident werden

Trump will 2024 wieder US-Präsident werden

Mittwoch, 16. November 2022 | 10:00 Uhr

Der frühere US-Präsident Donald Trump will bei der Präsidentenwahl 2024 erneut für die Republikaner antreten. Das kündigte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) bei einem Auftritt in seinem Anwesen Mar-a-Lago im Staat Florida an. “Amerikas Comeback beginnt genau jetzt”, sagte der 76-Jährige vor geladenen Gästen in einem Saal. Trump hatte die Wahl 2020 gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Seine Wahlniederlage hat Trump bis heute nicht eingeräumt.

Der Republikaner pries Errungenschaften seiner Amtszeit von 2017 bis 2021 und beklagte, seitdem Biden im Amt sei, gehe es steil bergab mit dem Land. “Bald werden wir wieder eine großartige Nation sein”, sagte Trump. Bereits vor seinem Auftritt war bekannt geworden, dass Trump seine Bewerbungsunterlagen für eine Präsidentschaftskandidatur 2024 eingereicht hatte.

Trump beschrieb das Amerika unter Biden als “scheiternde Nation”. Er selbst dagegen habe zwei Mal – vor und nach der Corona-Pandemie – “die größte Wirtschaft aller Zeiten” aufgebaut. “Amerikas Comeback beginnt genau jetzt”, verkündete er.

Biden und die “irren radikalen Linken” trieben Amerika in den Ruin – und er glaube, dass die amerikanischen Wähler “die Plattform der Linken” ablehnen würden, sagte Trump.

Seine Ankündigung kommt nur eine Woche nach den Parlaments- und Gouverneurswahlen in den USA, bei denen die Republikaner anders als erwartet keinen spektakulären Sieg einfahren konnten. Trump, der sich lautstark in den Wahlkampf einmischte und zahlreiche rechte Kandidaten öffentlich unterstützte, wird für das schlechte Ergebnis mitverantwortlich gemacht. Das könnte sein Vorhaben nun erschweren: Denn um am Ende tatsächlich als der offizielle Kandidat seiner Partei für die Präsidentenwahl 2024 ins Rennen zu gehen, muss Trump sich in parteiinternen Vorwahlen behaupten.

Gefährlich werden könnte Trump zum Beispiel der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis. Der 44-Jährige wurde bei den Zwischenwahlen mit einem starken Ergebnis in seinem Amt bestätigt. DeSantis vertritt zwar ähnliche Hardliner-Positionen wie der Ex-Präsident, wirkt in seiner Außendarstellung aber weniger schrill. Und auch andere Republikaner dürften sich nun dazu ermutigt fühlen, den Schritt aus der Deckung zu wagen. So ging Trumps Vizepräsident Mike Pence auf Distanz zu ihm und sagte, dass er über eine Kandidatur nachdenke und dann auch bereit wäre, gegen seinen einstigen Chef anzutreten. Aus der gemäßigteren Ecke der Partei könnte sich etwa der Gouverneur von Virginia, Glenn Youngkin, als Kandidat ins Spiel bringen.

US-Präsident Biden wollte zunächst zu der erneuten Kandidatur seines Vorgängers Trump nichts sagen. “Nicht wirklich”, sagte Biden am Mittwoch in Indonesien der mitreisenden US-Presse zufolge auf die Frage, ob es eine Reaktion von ihm auf die Ankündigung gebe. Biden nimmt auf der Insel Bali am G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte teil. Dort besuchte er mit anderen Staats- und Regierungschefs einen Mangrovenwald. Biden stand gerade mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zusammen, als er zu Trumps Kandidatur gefragt wurde. Die beiden grinsten sich den Angaben nach an.

Trump war von 2017 bis 2021 Präsident der Vereinigten Staaten. In den USA kann eine Person zwei Amtszeiten lang Präsident sein, egal ob diese aufeinander folgen oder nicht. Trump wäre bei der Wahl in gut zwei Jahren 78 Jahre alt.

Trump weigert sich bis heute, seine Niederlage bei der Präsidentenwahl 2020 gegen Biden einzugestehen. Er behauptet, durch massiven Wahlbetrug um den Sieg gebracht worden zu sein, hat dafür aber nie Beweise vorgelegt. Biden war damals auf 81 Millionen Stimmen und auf eine klare Mehrheit der Wahlleute aus den US-Staaten gekommen. Für Trump stimmten damals mehr als 74 Millionen Amerikaner. Biden löste Trump am 20. Jänner 2021 schließlich im Weißen Haus ab.

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit hatten wütende Trump-Anhänger am 6. Jänner nach einer Kundgebung des Präsidenten gewaltsam das Kapitol in Washington gestürmt, wo der Kongress zu dem Zeitpunkt Bidens Sieg offiziell besiegeln wollte. Trump musste sich danach einem zweiten Amtsenthebungsverfahren im Kongress stellen, wo er wegen “Anstiftung zum Aufruhr” angeklagt wurde, weil er seine Anhänger in der Rede vor der Attacke öffentlich angestachelt hatte. Die für eine Verurteilung im Senat nötige Zweidrittelmehrheit wurde bei dem Verfahren aber verfehlt und Trump wurde am Ende freigesprochen.

Ein Untersuchungsausschuss im US-Repräsentantenhaus arbeitet die Attacke auf das Kapitol auf. Mehrere Zeugen belasteten Trump dort mit ihren Aussagen schwer. Dies warf auch die Frage nach möglichen rechtlichen Konsequenzen für den Ex-Präsidenten neu auf. Er weigerte sich, einer Vorladung des Ausschusses für eine Befragung zu folgen.

Trump ist auch in weitere rechtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die ihm gefährlich werden könnten. Ungemach drohte ihm zuletzt vor allem an einer Stelle: Die Bundespolizei FBI hatte am 8. August Trumps Anwesen Mar-a-Lago durchsucht und unter anderem vertrauliche und teils streng geheime Dokumente beschlagnahmt. Da Trump Regierungspapiere, für die wegen ihres sensiblen Inhalts zum Teil strenge Schutzvorkehrungen gelten, in seinem privaten Anwesen aufbewahrte, könnte er gegen das Gesetz verstoßen haben.

Von: APA/dpa/Reuters

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

22 Kommentare auf "Trump will 2024 wieder US-Präsident werden"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Fantozzi
Fantozzi
Superredner
12 Tage 5 h

I hoff der net der letzigste gweden

sophie
sophie
Kinig
12 Tage 5 h

Kann man nicht genau verstehen, was du schreibst, sorry

Faktenchecker
11 Tage 10 h

Er wird die Primary nicht gewinnen.

Faktenchecker
11 Tage 4 h

Die erste Niederlage danach ist auch schon da.

“Auf Distanz zum Trump-Flügel der Partei”

https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-11/usa-senat-micht-mc-connell-republikaner

Robertus69
Robertus69
Neuling
11 Tage 17 h

Besser als Biden ist er aujedenfall!

einervonvielen
einervonvielen
Universalgelehrter
11 Tage 13 h

@robertus69….Biden ist nicht das Gelbe vom Ei, aber trotzdem um Welten besser…um Welten!!!

pinko_pallino
pinko_pallino
Grünschnabel
11 Tage 12 h

Wo ist Biden besser? Gib mal Fakten?

Mico
Mico
Superredner
11 Tage 20 h

nicht schon wieder dieser clown….. schon wir haben einen berlusconi…..

faif
faif
Superredner
12 Tage 8 h

….glaube kaum, dass er in der eigenen partei gegen De Santis eine chance hat.

Ischjolougisch
Ischjolougisch
Tratscher
11 Tage 20 h

Warum darf er sich überhaupt noch einmal einer Wahl stellen wenn er Ergebnisse sowieso nicht anerkennt? Meiner bescheidenen Meinung nach sollte so etwas verboten werden da es ein Wiederspruch zum demokratischen Grundverständnis ist.

Doolin
Doolin
Kinig
12 Tage 4 h

…bitte 🏀 verschon uns…
😆

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Universalgelehrter
11 Tage 22 h

.
Das wird die Republikaner, als Partei zerreißen.
Mit etwas Glück gibt es diesmal die Schlammschlacht schon vor der eigentlichen Wahl, bei den Republikanern.

Zugspitze947
11 Tage 18 h

Ich hoffe sehr dass dieser Lügner Hetzer und IGNORANT von freien Wahlen bis dahin im Knast landet ! 😡😝👌

info
info
Superredner
11 Tage 19 h

Hoffentlich wird er groß und glorreich scheitern. Again.

doco
doco
Tratscher
11 Tage 17 h

wenn endlich dieser Trottl von der Bildfläche verschwinden würde.

ifassesnet
ifassesnet
Tratscher
11 Tage 19 h

die amis sein nicht besser als die italiener…
.
hobn in berlusca a dreimol gwehlt…

N. G.
N. G.
Kinig
11 Tage 15 h

Würde Trump gönnen, dass er sich durch setzt, ne Milliarde an Spenden verpulvert und am Ende klar geschlagen wird. Allen wäre geholfen! Den edlen rechten und dummen Wählern und Unterstützern Geld geklaut und die Richtigen an der Macht.
Ein für alle Mal ne Klatsche der Dummheit!

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
11 Tage 14 h

Wo soll der 🏀 Blender eine Milliarde hernehmen ?

N. G.
N. G.
Kinig
11 Tage 12 h

@Rudolfo Hast du nie gelesen wieviel US Präsidenten Wahlen kosten? Die müssen Kandidaten selbst und mit Hilfe von Spenden finanzierten und so manch Einer, hat schon ne Milliarde Dollar dafür ausgegebenen. Bei den immerhin noch grossen Rückhalt in der Bevölkerung ist schnell viel Geld zusammen.

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
11 Tage 15 h
Ich suche bei Allem !, was der 🏀🤡 von sich gibt, den Wahrheitsgehalt. Leider IMMER ! vergeblich. Denn auch bei seiner großmauligen Ankündigung, 2024 wieder US Präsident werden zu wollen, hat er schlicht und ergreifend “vergessen”, dass ihn dafür die Republikaner zuerst zum “parteiinternen” Sieger und Kandidaten erklären müssen. Und danach sieht es, mit Verlaub, z. Zt. eher nicht aus. Denn sein texanischer Mitbewerber scheint die besseren Karten zu haben. Aber bis 2024 ist noch lang hin. Auch die Teilergebnisse der Wahlen zeigten, dass das amerikanische Wahlvolk sogar dem “älteren Herrn” in Washington und seiner demokratischen Partei zumindest gleich Viel/Wenig… Weiterlesen »
So ist das
11 Tage 15 h

Der Albtraum wird hoffentlich noch gestoppt 🙏

Dagobert
Dagobert
Kinig
11 Tage 15 h

Hoffndlich verschwindet der Tölpel boldamoll vo der politischn Weltbühne! 🙏

wpDiscuz