Trump sieht die Migranten als Bedrohung für sein Land

Trump will bis zu 15.000 Soldaten bei Grenze zu Mexiko

Donnerstag, 01. November 2018 | 18:54 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat wenige Tage vor den Kongresswahlen seine Rhetorik gegen Einwanderer weiter verschärft und einen massiven Ausbau der Militärpräsenz an der Grenze zu Mexiko angekündigt. Die Gesamtzahl der dort stationierten Soldaten werde deutlich auf “10.000 bis 15.000” erhöht, um Migranten aus Mittelamerika vom Grenzübertritt abzuhalten, sagte Trump.

Ein Kontingent von 15.000 Soldaten entspräche in etwa dem derzeitigen US-Truppenstand in Afghanistan. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Fort Myers im US-Staat Florida bezeichnete der Präsident die Migranten pauschal als Sicherheitsrisiko. “Das ist eine gefährliche Gruppe von Menschen”, sagte Trump. In den Migrantenkarawanen aus Zentralamerika seien “viele raue Gesellen” unterwegs. “Sie werden nicht in unser Land kommen.”

Bisher hat das Pentagon die Entsendung von 5.239 aktiven Soldaten für einen 45-tägigen Einsatz an der Südgrenze genehmigt. 2.000 weitere stehen auf Abruf zur Verfügung. An der Grenze sind außerdem bereits rund 2.100 Angehörige der Nationalgarde im Einsatz. Die Soldaten sollen nach Militärangaben zunächst die Grenzübergänge und deren nähere Umgebung sichern. Zur Übernahme von direkten Grenzschutzaufgaben sind sie jedoch nicht berechtigt.

Die oppositionellen US-Demokraten kritisierten den massiven Militäreinsatz an der Grenze. Die Entsendung koste die Steuerzahler Millionen von Dollar und würde “das Ego des Präsidenten befriedigen, aber sonst nichts”, erklärte der demokratische Senator Patrick Leahy.

Angeheizt wird die Debatte über das Schüren übertriebener Ängste vor Migranten auch von einem Video, das Trump auf Twitter weitergeleitet hat. Es wurde angeblich während des Mordprozesses gegen einen illegalen Einwanderer aufgenommen. Der Mann lächelt bei seiner Vernehmung und bereut den ihm vorgeworfenen Mord an Polizisten nicht.

“Es ist ungeheuerlich, was die Demokraten unserem Land antun”, schrieb Trump als Kommentar über das Video. Er wirft der Opposition seit langem vor, die Grenzen öffnen und unkontrollierte Einwanderung erlauben zu wollen. Als Gegenentwurf bringt der Präsident seinen schon im Präsidentschaftswahlkampf 2016 propagierten, aber bisher nicht finanziell unterlegten Mauerbau an der Grenze zu Mexiko vor.

Der scheidende republikanische Senator Jeff Flake schrieb zu Trumps Wahlkampf-Taktik, er bevorzuge das Bild von Ronald Reagan, der von Einwanderern als Segen und nicht als Bürde für die USA gesprochen hatte. Der bekannte CNN-Moderator Jake Tapper bezog sich auf Flake, der gesagt habe: “Dies ist ein neuer Tiefpunkt im Wahlkampf. Das macht krank!” Andere Debatten-Teilnehmer in den Sozialen Netzwerken wiesen darauf hin, dass sich bereits der frühere republikanische Präsident George Bush in den 1980er-Jahren des Schürens von Ängsten vor Ausländern im Wahlkampf bedient hatte.

Von: APA/dpa/ag.

Kommentare

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11 Kommentare auf "Trump will bis zu 15.000 Soldaten bei Grenze zu Mexiko"


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FC.Bayern
FC.Bayern
Tratscher
20 Tage 5 h

recht hat er ,
vorrang hat der Schutz des eigenem Landes und der Bevölkerung !!!

falschauer
falschauer
Tratscher
19 Tage 40 Min

mir fehlen für diesen und alle nachfolgenden kommentare ganz einfach die worte….wohin schlittert denn unsere gesellschaft….le pin, salvini und strache sie leben hoch!!!

Amadeus
Amadeus
Grünschnabel
19 Tage 21 h

Das wären keine Einwanderer, sondern illegale Eindringlinge in einen souveränen Staat. Und sich dagegen zu wehren ist doch selbstverständlich. Die USA tut dagegen was. Und die EU? Haben in Brüssel nichts besseres zu tun, als täglich neue, zum Teil, irrsinnige Gesetzte und Bestimmungen zu erlassen. Und versuchen seit Jahren alle 28 EU Staaten unter anderem bei der Flüchtlingspolitik auf einen Nenner zu bringen. Geht einfach nicht. Inzwischen ist die Flüchtlingspolitik in der EU bereits außer Kontrolle geraten. Da ist es wirklich kein Wunder, daß sich einzelne Staaten selbst zu helfen beginnen, leidlich spät genug.

gwin
gwin
Tratscher
19 Tage 15 h

😂😂😂hast du das ganze letzte jahr verschlafen?

longwolf
longwolf
Tratscher
19 Tage 21 h

Da sollte sich mal die EU ein Beispiel nehmen.

Staenkerer
19 Tage 21 h

des isch a invasion und koane flüchtlingswelle! er ischbwenigstens so schlau des glei zu durchschaugn, im gegenteil zu merkels willkommensrufe von 2015!
guten so!

typisch
typisch
Universalgelehrter
19 Tage 22 h

wenn sogar merkel eingestand dass es ein fehler war mit der politik alle grenzen zu öffnen, er möchte eben nicht den gleichen fehler des fachkräftemangels begehen

traktor
traktor
Universalgelehrter
19 Tage 11 h

bravo president.
in europa könnten sich einige(zualererst die mutti) ein scheibchen abschneiden.
schütze dein volk vor kriminellen!!

anonymous
anonymous
Superredner
19 Tage 22 h

In Salurn braucht es auch einige

traktor
traktor
Universalgelehrter
19 Tage 11 h

ich hoffe der polizistenmörder bekommt die todesstrafe

Karat
Karat
Grünschnabel
19 Tage 2 h

Trump ist ein Versager vor dem Herrn. Kündigt seit drei Jahren, schon zu Beginn des Wahlkampfs, großspurig den Mauerbau zu Mexiko als eines seiner künftigen wichtigsten Projekte an. Die US-Bürger warten darauf. Doch bis heute ist nichts geschehen. Das wichtigste Wahlversprechen von Trump ist noch nicht einmal ansatzweise in der Planung: ein eklatanter und dreister Bruch seines Wahlversprechens von 2016. Verstehe, wenn die Amerikaner auf Trump sauer sind und Trumps Partei bei den bevorstehenden Wahlen abstrafen werden.

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