Trump will mit konkreten Vorschlägen punkten

Trump will mit Steuerhilfen Familien, Unternehmen stützen

Montag, 08. August 2016 | 15:32 Uhr

Donald Trump will die jüngsten Negativ-Schlagzeilen mit einem Wirtschafts- und Steuerkonzept hinter sich lassen. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner in den USA will dabei am Montag nach Angaben aus seinem Team vor allem bei Familien punkten und diesen helfen. So sollen Eltern künftig Ausgaben für die Kinderbetreuung von der Steuer absetzen können.

Das erklärte ein Berater des milliardenschweren Immobilienunternehmers gegenüber Medien. “Wir wollen nicht, dass es wirtschaftlich ein Nachteil ist, wenn man Kinder hat.”

Zudem wird erwartet, dass Trump für eine Senkung des Unternehmenssteuersatzes auf 15 Prozent eintritt. Derzeit liegt die Belastung bei 35 Prozent. Großen US-Konzernen wird immer wieder vorgeworfen, mit Tricks dafür zu sorgen, verstärkt Steuerzahlungen in Länder mit niedrigeren Sätzen wie Irland oder Luxemburg zu verschieben. Auch wird nach Fusionen der Firmensitz teilweise in Staaten mit niedrigeren Steuern verlegt.

Trump will seine Pläne in einer Rede vor Geschäftsleuten in Detroit vorstellen. Trumps Rivalin von den Demokraten, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, wird ihre wirtschaftspolitischen Vorstellungen am Donnerstag präsentieren. Sie führt derzeit in den Umfragen. In einer Erhebung für die Washington Post und ABC liegt sie mit 50 zu 42 Prozent vorne. In einer Reuters/Ipsos-Umfrage waren es zuletzt nur drei Punkte. Trump sah sich in den vergangenen Tagen nach abfälligen Äußerungen über die Familie eines im Irak getöteten muslimischen US-Soldaten lautstarker Kritik ausgesetzt – auch aus den eigenen Reihen. Gewählt wird in den USA am 8. November.

Trump hat mehrfach ein düsteres Bild der US-Wirtschaft gezeichnet, was vielen Konjunkturindikatoren widerspricht. Er macht den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama von den Demokraten dafür verantwortlich, dass es vielen Bürgern wirtschaftlich schlecht geht.

Trumps Beratern zufolge wird es in seiner Rede auch um Handel, Einwanderung und Bürokratie gehen. So werde es in den USA für eine bestimmte Zeit keine zusätzliche Regulierung durch Bundesgesetze geben. Zudem solle der umstrittenen Öl-Pipeline Keystone von Kanada in die USA wieder Leben eingehaucht werden.

Von: APA/ag.

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