Trump organisierte das Gremium um - auf Kosten von Bannon

Trumps Berater Bannon nicht mehr im Sicherheitsrat

Mittwoch, 05. April 2017 | 20:34 Uhr

Der Einfluss des hochumstrittenen Chefstrategen im Weißen Haus, Steve Bannon, könnte möglicherweise sinken: Wie jetzt bekannt wurde, entließ Präsident Donald Trump seinen ultrarechten Berater aus dem Nationalen Sicherheitsrat. Trumps Entscheidung, den Ex-Chef der rechtspopulistischen Website “Breitbart News” in das Gremium zu berufen, hatte heftige Kritik ausgelöst.

Ein Regierungsmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, sagte am Mittwoch, Bannon gehöre dem Sicherheitsrat nicht mehr als ständiges Mitglied an. Auf einer in Washington kursierenden aktuellen Liste der Mitglieder des einflussreichen Gremiums war Bannon nicht mehr geführt.

Laut US-Medienberichten wurden zugleich der Geheimdienstkoordinator sowie der Generalstabschef der Streitkräfte wieder zu ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats ernannt, so wie dies früher üblich war. In Trumps Anordnung von Ende Jänner war festgesetzt worden, dass sie nur noch bei Bedarf an den Sitzungen teilnehmen sollten. Auch diese Verfügung des Präsidenten hatte für Debatten gesorgt.

Der Regierungsmitarbeiter sagte, der seit 20. Februar amtierende Chef des Sicherheitsrats, Generalleutnant Herbert Raymond McMaster, habe seine eigenen Vorstellungen von der Arbeit des Gremiums. Trump habe ihm zugesagt, dass er Mitarbeiter seiner Wahl in das Gremium berufen könne.

Die Zeitung “New York Times” bewertete die Umstellungen als “klaren Sieg” für McMaster. Er ist der Nachfolger von Michael Flynn, der nach nur dreieinhalb Wochen im Amt zurücktreten musste, weil er über seine Telefonate mit dem russischen Botschafter die Unwahrheit gesagt hatte.

Der Ex-General Flynn steht Bannon bei diversen Themen weltanschaulich nahe, vor allem in der rigorosen Islam-Kritik. McMaster vertritt deutlich moderatere Positionen. Gleichwohl suchten Regierungsmitarbeiter die Bedeutung von Bannons Entfernung aus dem Gremium zu relativieren.

Ein Insider sagte der Zeitung “Washington Post”, Bannon habe lediglich die Aufgabe gehabt, Flynns Arbeit bei der Reform des Sicherheitsrats zu beaufsichtigen. Dabei sei es darum gegangen, das unter Ex-Präsident Barack Obama aufgeblähte Gremium wieder zielgerichteter auf seine “koordinierende Rolle” zuzuschneiden. Bannon habe diese Aufgabe aber vor allem aus der Ferne wahrgenommen und nur selten an den Sitzungen des Gremiums teilgenommen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Trumps Berater Bannon nicht mehr im Sicherheitsrat"


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Kurt
Kurt
Universalgelehrter
18 Tage 23 h

kluge entscheidung👏

speckbrot
speckbrot
Tratscher
18 Tage 10 h

Die Medien
lügen es sich halt so zusammen bis es passt. Pence sagte, dass weder Bannon und
Bossert degradiert wurden, und beide sind weiterhin “hoch geschätzte
Mitglieder der Verwaltung. Sie werden weiterhin wichtige politische Rollen
spielen.“

matthias_k
matthias_k
Universalgelehrter
18 Tage 6 h

… wohl eher musst du dir mittlerweile quasi jede Entscheidung, die Trump trifft, schön reden … Tja, vor 1 Jahr noch hast du dich bei jedem Trump-Artikel gar nicht mehr einkriegen können, wie gut und wie top Trump doch wäre, und alles für gut gehiesen, was er sagte. 
Jetzt, wo ihn, und somit auch dich die REalität eingeholt hat, muss man halt alles, was einem nicht gefällt, als Fake-News o.ä. abstemplen … 
eigentlich ein sehr trauriges Verhalten, aber das ist man von dir schon gewohnt 🙂 es sind IMMER alle anderen Schuld, bloß nie der eigene Favorit 😀

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