Biden findet Trumps Verhalten "abscheulich"

Trumps Verhalten bei Corona für Biden “beinahe kriminell”

Donnerstag, 10. September 2020 | 06:35 Uhr

Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat Präsident Donald Trump ein “beinahe kriminelles” Verhalten in der Coronakrise vorgeworfen. Hintergrund ist das Eingeständnis des Republikaners, er habe das Coronavirus-Risiko bewusst heruntergespielt. Biden sagte dem Sender CNN in einem am Mittwoch im Voraus in Auszügen veröffentlichten Interview, Trumps Verhalten sei “abscheulich”.

Während der Präsident um die wahre Gefahr durch das Virus gewusst habe, habe er selbst keine Maske aufgesetzt. “Es ist beinahe kriminell”, meinte Biden. Mit Blick auf Trumps Verhalten sagte er: “Es ging darum sicherzustellen, dass der Aktienmarkt nicht heruntergeht, dass seine reichen Freunde kein Geld verlieren.” Belege dafür legte Biden nicht vor. Weiter sagte er, Trump habe vor dem Virus kapituliert. “Er hat überhaupt nichts getan.” Das Verhalten des Präsidenten sei der Grund, “warum wir kein Vertrauen in seine Führung haben”.

Trump verteidigte sein Verhalten im Sender Fox News erneut damit, dass er keine Panik habe verbreiten wollen. “Ich bin ein Cheerleader für dieses Land, und ich will keine Panik sehen”, sagte der Präsident. Er betonte, er habe frühzeitig einen Einreisestopp für Reisende aus China und der EU erlassen, der etliche Menschenleben gerettet habe. Trump lobte das Krisenmanagement seiner Regierung. “Wir haben unglaubliche Arbeit geleistet.”

Trumps umstrittene Äußerungen waren am Mittwoch in Mitschnitten aus Interviews mit dem Star-Journalisten Bob Woodward öffentlich geworden. In einem Mitschnitt vom 19. März ist zu hören, wie Trump über die Coronavirus-Situation sagt: “Ich wollte es immer herunterspielen. Ich spiele es auch immer noch gern herunter, weil ich keine Panik erzeugen will.” In einem Gespräch am 7. Februar sagte Trump den Aufnahmen zufolge über das Virus: “Das ist tödliches Zeug.” Die Krankheit sei auch “tödlicher” als eine schwere Grippe, die pro Jahr 25.000 bis 30.000 Amerikaner das Leben koste. Inzwischen hat die Zahl der Corona-Toten in den USA mit Stand vom Mittwoch die Marke von 190.000 überstiegen.

Für sein neues Buch “Rage” (etwa: Wut) führte Woodward nach eigenen Angaben 18 Interviews mit Trump. Der Republikaner (74) bewirbt sich am 3. November um eine zweite Amtszeit und tritt bei der Wahl gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Biden (77) an.

Von: APA/dpa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Trumps Verhalten bei Corona für Biden “beinahe kriminell”"


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Look_at_Yourself
12 Tage 21 h

Der Mann ist eine Gefahr für die Allgemeinheit!
Hoffentlich hat der Spuk spätestens im Januar ein Ende!

Pork
Pork
Tratscher
12 Tage 18 h

Ist von aus zu gehen, dann sollte der Biden längst auf der Dementen Station sein.

Look_at_Yourself
11 Tage 23 h

@Pork
Eher Trump im Gefängnis, wo er hin gehört.

Neumi
Neumi
Kinig
12 Tage 21 h

Aus dem WH heißte es, Trump habe wie ein guter Präsident gehandelt und “Ruhe ausgestrahlt” … ok. Im März könnte ich das gerade noch durchgehen lassen. Aber was ist mit den Monaten danach? Was ist mit seinen Streits mit den Governeuren, die das Ganze ernst genommen haben?  Das ist in deren Augen “Ruhe ausstrahlen”?

Er hat es nicht nur heruntergespielt, er hat aktiv gegen die Maßnahmen Sturm gemacht. Erst letztens hat er einen Reporter aufgefordert, die Maske abzunehmen.

Paula
Paula
Tratscher
12 Tage 20 h

Beinahe???? Das IST kriminell!
Geht das nicht unter “vorsätzliche Gefährdung mit Todesfolge” durch?
Er hat Corona monatelang geleugnet!

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