Verdächtige wurden festgenommen

Türkisches Generalkonsulat in Salzburg angegriffen

Montag, 22. Januar 2018 | 14:23 Uhr

Unbekannte Täter haben am Sonntag gegen 23.00 Uhr vermutlich versucht, in das türkische Generalkonsulat in Salzburg einzudringen. Sie seien durch gewaltsames Öffnen eines Gittertors auf das Areal gelangt und hätten Sicherheitskameras sowie die Glastür eingeschlagen, teilte die Landespolizeidirektion Salzburg mit. Drei in der Nähe des Gebäudes Festgenommene haben mit der Tat nichts zu tun.

Eine unbekannte Anzahl von Tätern schlug laut Polizei eine Glasscheibe der Eingangstür des Gebäudes mit einem Standaschenbecher ein, drang aber nicht weiter in das Objekt vor. Anrainer seien durch die entstandenen Geräusche auf die Täter aufmerksam geworden und hätten die Polizei verständigt. Zur Tatzeit sollen sich keine Personen im Generalkonsulat befunden haben, niemand sei verletzt oder gefährdet worden.

Im Zuge der Sachbeschädigungen habe es keine Parolen oder Äußerungen gegeben, die auf einen politischen Hintergrund schließen ließen, hieß es von der Polizei auf APA-Anfrage. Auch seien im Vorfeld keine Drohungen an das Generalkonsulat gerichtet worden.

Die Durchsuchung des Areals mit Diensthunden und durch einen sprengstoffkundigen Polizisten ist laut Behördenangaben negativ verlaufen. Im Rahmen der Fahndung seien bisher drei verdächtige Personen angehalten worden, die derzeit überprüft werden.

Die weiterführenden Ermittlungen seien vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung übernommen worden, teilte die Polizei Salzburg mit. Das Generalkonsulat werde tagsüber und bei Anwesenheit von Konsulatspersonal durch die Polizei gesichert, zudem finde eine Überwachung im Zuge des Streifendienstes statt.

Jene drei Burschen, die in der Nähe des Gebäudes festgenommen wurden, hatten auf jeden Fall nichts mit dem gewaltsamen Öffnen des Gittertores zu tun. Die Jugendlichen hätten sich aus einem ganz anderen Grund auffällig verhalten hätten: Zwei von ihnen im Alter von 14 und 17 Jahren seien aus einer Jugendbetreuungseinrichtung geflohen, sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber auf APA-Anfrage.

Von: apa