Rund um Parlamentserstürmung in den USA

Twitter sperrt Zigtausend Konten wegen Verschwörungstheorien

Dienstag, 12. Januar 2021 | 05:23 Uhr

Der Kurznachrichtendienst Twitter sperrt seit dem Sturm radikaler Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol in Washington Tausende Accounts. Seit Freitag seien mehr als 70.000 davon stillgelegt worden, die überwiegend QAnon-Verschwörungstheorien verbreitet hätten, teilte das kalifornische Technologieunternehmen am Montagabend mit. Twitter verwies zur Begründung auf die jüngste Gewalt in der US-Hauptstadt.

Die Accounts würden dauerhaft gesperrt, wie zuvor bereits jener von Trump selbst, dessen Anhänger vergangene Woche das Parlament gestürmt hatten. Abgeordnete mussten fliehen, fünf Menschen starben.

Von den Maßnahmen sind vor allem rechtsgerichtete Aktivisten betroffen, die immer wieder QAnon-Verschwörungstheorien in Internet-Netzwerken teilen. Demnach bekämpft Trump im Geheimen weltweit eine Clique von Menschen, die Kinder zu Sex zwingt. Darunter sollen prominente Politiker der Demokraten, Hollywood-Größen sowie Mitglieder einer geheimen Organisation gehören, die den Staat lenke. Belege dafür liegen nicht vor.

Von: APA/Reuters

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

6 Kommentare auf "Twitter sperrt Zigtausend Konten wegen Verschwörungstheorien"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
DontbealooserbeaSchmuser
6 Tage 12 h

Das ist aber nur eine weitere Bestätigung von Trump. Exakt eine Gruppe nutzt ihre Macht aus, um die Meinungsfreiheit zu beschränken.
Solange nichts strafrechtlich relevantes in den Posts steht, darf jeder seine Meinung sagen, auch wenn es nur Blödsinn ist!

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
6 Tage 10 h

Ja, aber es fehlt der Aufschrei wegen Faschismus und dem Recht der Meinungsfreiheit. Aber egal, Hauptsache man kriegt genug Likes auf Instagram und Facebook

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
6 Tage 5 h

Meines Wissens ist “Twitter” ein Wirtschaftsunternehmen, das Geld verdienen will. Und es kann sich seine Kunden, wie jedes andere Unternehmen auch, aussuchen.
Abgesehen davon, muss man eigentlich bei Twitter, Facebook und wie die alle heißen, Nutzer bzw. Kunde sein. Welchen Zweck hat das eigentlich?

DontbealooserbeaSchmuser
5 Tage 22 h

@Pfaelzerwald der Unterschied ist aber, dass die Nutzer keine Kunden sind.
Die Kunden schalten Werbung auf Facebook, die Nutzer sorgen nur für die Verbreitung.

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
5 Tage 11 h
spannend …. aber dass diese Unternehmen Regeln für einen Umgang miteinander aufstellen, das ignorieren wir mal schön.  Die letzten Monate durfte Trump lügen was das Zeug hält, behaupten was er wollte ohne es zu belegen und jetzt, wo einige Unternehmen die Sch***e voll haben, wird sofort die Opferrolle eingenommen.  Überall nur anecken, aber wenn man das selbst erfährt, dann ists plötzlich nicht OK! Ich verstehe es sowiso nicht, für Leute wie dich sind die Mainstream Social Media ja sowiso der “Teufel”, weshalb der Aufschrei? Gibt ja genug Alternativen wo man sich austauschen kann wie man will?  Ein Wirtschaftsunternehmen hat das… Weiterlesen »
Ars Vivendi
6 Tage 10 h

Das nennt man “Marketing as it’s worst”. Gab es diese “Theorien” 🙈 der 🏀 Anhänger in den vergangenen vier !! Jahren nicht ?

wpDiscuz