Deutlich mehr Flüchtlinge nutzen wieder die Balkanroute

Über den Balkan kommen wieder mehr Flüchtlinge Richtung EU

Dienstag, 29. Mai 2018 | 16:59 Uhr

Über den Balkan gelangen offenbar wieder deutlich mehr Flüchtlinge an die Außengrenze der Europäischen Union. Wie die deutsche Wochenzeitung “Zeit” am Dienstag vorab aus ihrer neuen Ausgabe unter Berufung auf offizielle Zahlen berichtete, ist die Zahl der Flüchtlinge, die von der Türkei über die Westbalkanstaaten kommen, rasant gestiegen.

“Brennpunkt der illegalen Migration” sei Bosnien-Herzegowina, teilte das deutsche Innenministerium der Wochenzeitung mit. Die dortige Grenzpolizei registriert demnach “täglich 100 bis 150 Migranten bei der unerlaubten Einreise”. Diese Zahl habe sich im Augenblick gegenüber 2017 verzwölffacht. Unter Berufung auf das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) heißt es in dem Bericht, vom 1. Jänner bis zum 20. Mai seien 4373 Fälle illegaler Einreise registriert worden. Im gesamten Jahr 2017 waren es demnach nur 755.

In den nordbosnischen Städten Bihac und Velika Kladusa warten dem UNHCR zufolge derzeit etwa tausend Flüchtlinge und Migranten auf eine Chance, über Kroatien nach Slowenien weiter nach Norden zu gelangen. Ein Viertel der Flüchtlinge und Migranten in Bosnien seien Syrer, gefolgt von Pakistanern, Afghanen, Irakern und Libyern. Auch die Westbalkanstaaten Albanien und Montenegro melden demnach, wenn auch auf niedrigerem Niveau, eine Verdoppelung der Flüchtlingszahlen.

Von: APA/ag.

Kommentare

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2 Kommentare auf "Über den Balkan kommen wieder mehr Flüchtlinge Richtung EU"


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m69
m69
Tratscher
24 Tage 16 h

Wie oft muss man das noch sagen:” Flüchtlinge sind jene Personen die von einem Krieg flüchten!” 
Das impliziert, dass sich diese Flüchtlinge sobald sie ein Land betreten wo es keinen Krieg gibt einen Asylantrag stellen, Punkt!
Dem ist leider nicht so, dass sind “Wirtschafts Migranten”.
Ich muss nicht über “ZIG” Länder reisen um mich in einem sicheren Land zu begeben.

Paul
Paul
Universalgelehrter
24 Tage 12 h

bessere Grenzkontrollen

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